Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 5. September 2011

Auszeichnung für NZZ-Feuilleton

Montag, den 5. September 2011 um 9:08

Hans Ulrich Gumbrecht, der Komparatistiker an der Stanford University, hat die Feuilletons der grossen deutschen Zeitungen die besten der Welt genannt: die Süddeutsche Zeitung, die FAZ, Die Zeit und, wieder, Die Welt. Als erste Zeitung deutscher Sprache nennt er, vor den anderen, die „Neue Zürcher Zeitung“, die von Martin Meyer elegant und souverän geleitet wird. Das wünschen wir auch den anderen Ressortchefs unseres einst liberalen Leibblattes.

Der Zerfall der alten Parteien

Montag, den 5. September 2011 um 9:06

Während die SVP unter Leitung ihres Chefstrategen (und Geldgebers) Dr. Christoph Blocher wie ein Staubsauger die Stimmen rechts von der Mitte abzuholen sucht, indem sie die Armen und Verängstigten anspricht, dabei auch gezielt („Masseneinwanderung“) gegen die Interessen befreundeter Industrieller vorgeht (Anm.: Warten wir es ab, was nach den Wahlen geschieht.), zerfallen die drei anderen alten  ehemaligen „Gross“-Parteien CVP, FDP und SP. Die alten politischen Gebirgsstöcke zerbröckeln zu Kleinparteien und Interessengruppen, Das Gemeinsame gibt es auch innerhalb der Parteien kaum noch; es zählt nur noch ein Bindungsfaktor, die Karriere.

Deshalb mehrt sich die Zahl der Aussenseiter, wie Hans-Jacob Heitz im Kanton Zürich, der mit seiner neu gegründeten Bewegung „parteifrei.ch“ in den Ständerat einziehen will. Der erfahrene Politiker und Jurist bringt ein stark freisinniges Programm, will aber den beiden Grossbanken UBS und CS „die Macht entziehen“, da deren Spitzen zu gierig seien, um noch volkswirtschaftliches Interesse der Schweiz zu vertreten.

Derweil, auch dies ein Zeichen der Auflösung, sagt Dr. Beat Walti, der als kantonaler Zürcher Präsident der Freisinnigen auftritt: „Die bürgerliche Allianz ist Geschichte.“ Wohin dies führt, zeigen die Vorgänge in Basel-Stadt und Basel-Land, wo ein bunter Haufen von Mitte-Links-Parteien den Sieg sucht. Die NZZ, schon immer ein wenig klüger als die anderen, sagt: „Blocher ist wählbar.“

Jürg Schmid gefällt

Montag, den 5. September 2011 um 8:55

In der Krise bewährt sich der Mann: Jürg Schmid, CEO von Schweiz Tourismus, strahlt in einer nervösen Branche, die 240 000 Arbeitsplätze sichert, viel Ruhe aus:

  • Wenn Schweizer Hoteliers, es gibt davon über 5000, jammern, die Gäste gingen nach Österreich, sagt er: „Wir müssen besser werden.“
  • Wenn wir in Deutschland zu wenig wahrgenommen werden, weil uns seit „Heidi“ der Glamour-Faktor fehlt, lob er Shawne Fielding und Dr. Thomas Borer, mit denen „die Zusammenarbeit extrem gut funktioniert hat“. Heute fehle das der Schweiz völlig, Roger Federer einmal ausgenommen. 
  • Wenn mehr Chinesen in heimischen Betten verlangt werden, es sind derzeit eine halbe Million pro Jahr, sagte: „Diese verlangen Spektakel und nicht stille Bergtäler.“

Ja, Jürg Schmid, von Marketing & Sales her kommend, kann zu einem echten Star des Schweizer Tourismus werden, weil Inhalt und Form bei ihm stimmen.

Urnerland im Niedergang

Montag, den 5. September 2011 um 7:55

Der Kanton Uri ist seit langem im Niedergang, denn SBB und Militär haben dort dicht gemacht, neue Autobahnen zerhacken den engen Talboden. Ganz oben im Tal, in Andermatt, sitzt der koptische Ägypter Samih Sawiris, den jetzt seine eigenen Behörden verfolgen. Nicht genug damit: Galten die Urner bisher als beste Handholzer, Menschen, die Holz von Hand bearbeiten, werden sie nun von den beiden Basellandschäftlern Peter Schaffner und Stéphane Thommen geschlagen. Thommen sägt in 6,5 Sekunden einen 12 Zentimeter dicken Föhrenstamm durch. Schaffner ist nur Hundertelsekunden langsamer. Die Urner sind abgeschlagen.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog