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Zürcher Cannabis-Studie bietet neu auch Edibles an


Zürcher Cannabis-Studie bietet neu auch Edibles an
24.01.2025
Im Kanton Zürich starten anfangs Jahr weitere 500 Personen in der schweizweit grössten Studie für die Erforschung und Regulierung des Konsums von THC-haltigem Cannabis. Damit verzeichnet das Projekt, das im Mai 2024 angelaufen ist, neu rund 3‘400 Teilnehmende. Die Zürcher Studie, die von der Universität Zürich und KOF ETH begleitet wird, bietet erstmals auch Edibles an: Die THC-haltigen Gummies und Pralinés überflügeln die traditionellen Konsumformen und werden rege nachgefragt. 
„Seit dem Start unserer Studie im Mai 2024 hat nun die fünfte Studiengruppe Zugang zu legalem Cannabis erhalten. Damit sind wir mit rund 3‘400 Teilnehmenden gut auf Kurs. Wir haben aber noch Platz für gut 4'000 weitere Teilnehmende“, sagt Paul-Lukas Good, Gründer und Präsident des Vereins Swiss Cannabis Research. Good hat den Verein Swiss Cannabis Research 2021 gegründet, um langfristig auf eine verantwortungsvolle Regulierung des Konsums, Verkaufs und Vertriebs von THC-haltigem Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken hinzuarbeiten. Der Verein hat im Mai mit dem legalen Verkauf von Cannabis in 34 Gemeinden des Kantons Zürich begonnen und führt damit die schweizweit grösste cannabis-bezogene Studie durch. Alle zwei Monate erhalten neue Studiengruppen die Möglichkeit im Kanton Zürich legal Cannabis zu erwerben. Für die Evaluation der Studie ist ein unabhängiges Forschungsteam der Universität Zürich und der Konjunkturforschungsstelle KOF (ETH Zürich) verantwortlich.
 
Edibles gehören zu den gefragtesten Cannabis-Produkten
„Um den Schwarzmarkt auszubremsen ist es essenziell, dass wir für die Konsumierenden ein attraktives Angebot kuratieren, das auch effektiv die nachgefragten Bedürfnisse, die heute auf dem Schwarzmarkt gestillt werden, erfüllt“, erklärt Paul-Lukas Good. Das Ziel müsse es sein, die Bekämpfung des Schwarzmarkts mit Gesundheitsschutz zu verbinden. Deshalb sei spannend zu sehen, dass Konsumformen ohne Inhalation und Tabak wie THC-haltige Getränke und Nahrungsmittel in den USA en vogue seien. Diese Produkte gebe es heute bereits auch auf dem Schweizer Schwarzmarkt, wie Good betont: „Mit einem breiten Sortiment und unter Berücksichtigung der Convenience nehmen wir dem Schwarzmarkt den Wind aus den Segeln.“ So bietet die von Swiss Cannabis Research geführte Studie neu nicht nur Edibles in Gummie- und Pralinenform, sondern zusätzlich drei neue Blütensorten an. Paul-Lukas Good stellt weitere Schritte in Aussicht: „Wir wollen unser Angebot dieses Jahr weiter vergrössern und streben ein breites Sortiment analog zum Schwarzmarkt an, das verschiedene Optionen bereithält, um THC ohne Inhalation und Tabak zu konsumieren. So schaffen wir die Basis für eine Cannabis-Regulierung, die den Schwarzmarkt puncto Gesundheitsschutz, Angebot, Qualität und Convenience übertreffen wird.“
 
Klare Kriterien für Studienteilnahme
Grundsätzlich kann sich jede Person, die in einer der 34 partizipierenden Zürcher Gemeinden lebt über die Webseite des Vereins, unter https://pilotversuche.ch für die Studie anmelden. Nach einem klar regulierten Onboarding-Prozess werden nur Personen zugelassen, die die gesetzlich vorgegebenen Zulassungsvoraussetzungen erfüllen: Die Proband:innen müssen bereits Cannabis konsumieren, volljährig sein, nicht schwanger sein, nicht stillen und keine mit Cannabis kontraindizierenden Vorerkrankungen haben. Good sagt: „Der Fokus unserer Studie liegt auf den ökonomischen und sozialen Folgen der Cannabislegalisierung, die wir für eine verantwortungsvolle Regulierung von Cannabisprodukten untersuchen werden.“ Good rechnet damit, dass aussagekräftige Daten frühestens nach zwei Jahren und abschliessend nach vier Jahren möglich sein werden. „Unser Ziel ist es, mit innovativen Forschungsdesigns wissenschaftliche Grundlagen für den politischen Entscheidungsprozess zu schaffen.“
 
An diesen 12 Standorten können Teilnehmende Cannabis-Produkte kaufen:
 

1.   Swiss Cannabis Center, Konradstrasse 1, 8005 Zürich
2.   Medbase Apotheke Helvetiaplatz, Langstrasse 39, 8004 Zürich
3.   Medbase Apotheke Berninaplatz, Schaffhauserstrasse 241, 8057 Zürich
4.   Medbase Apotheke Kreis 11, Querstrasse 15, 8050 Zürich
5.   Swiss Cannabis Center, Schulstrasse 2, 8953 Schlieren
6.   Pill Apotheke Sihltal, Bahnhofplatz 4, 8134 Adliswil
7.   TopPharm Apotheke zum Erzberg, Zugerstrasse 27, 8810 Horgen
8.   Bahnhof Apotheke Stettbach, Am Stadtrand 1, 8600 Dübendorf
9.   Medbase Apotheke Uster, Bankstrasse 10, 8610 Uster
10. Oberland Apotheke, Bahnhofstrasse 151, 8620 Wetzikon
11. Pill Apotheke Oberdorf, Oberdorfstrasse 27/31, 8820 Wädenswil
12. Swiss Cannabis Center, Technikumstrasse 92/94, 8400 Winterthur
 

Einfacher Zugang bedeutet mehr Sicherheit
Die Einfachheit des Zugangs zu qualitativ einwandfreiem Cannabis sei aus Sicht des Vereins von besonderer Bedeutung, da ohne einen einfachen Zugang der Schwarzmarkt, der heute häufig über Bestellung per Chat, Bezahlung per Bitcoin und Lieferung per Post operiert, nicht verdrängt werden kann. Good pocht dabei auch auf die Verantwortung des einzelnen Cannabis-Konsumenten: „Wer in seiner individuellen Lebensführung auf den Kauf fair hergestellter Produkte Wert legt, regional einkauft und auf Qualität achtet, wird auch beim Konsum eines Genussmittels wie Cannabis nicht darum herumkommen, sich ethische Fragen zu stellen.“ So führt der Verein verschiedene Cannabis-Sorten und -Produkte im Angebot, welche in Schweizer Bio-Qualität von Produzenten aus den Kantonen Freiburg und Schwyz kultiviert und hergestellt werden.

Über den Verein Swiss Cannabis Research
Der in Zürich ansässige Verein Swiss Cannabis Research unterstützt die Forschung zum Thema Cannabis und arbeitet langfristig auf die verantwortungsvolle Regulierung des Konsums, Verkaufs und Vertriebs von THC-haltigem Cannabis zu nicht-medizinischen Zwecken hin. In Zusammenarbeit mit der Universität Zürich, der Konjunkturforschungsstelle KOF/ETH und dem Arud Zentrum für Suchtmedizin führt der Verein schweizweit verschiedene Forschungsprojekte durch, mit dem Ziel, während der nächsten fünf Jahre im Kanton Zürich rund 5‘000 Proband:innen bei einem reglementierten Cannabis-Konsum zu begleiten. Folgeprojekte in weiteren Schweizer Kantonen befinden sich bereits in Planung.  

Kontakt für Rückfragen:
Paul-Lukas Good
Vereinspräsident
Verein Swiss Cannabis Research
Telefon: 076 562 87 84