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Weblog

Archiv der Kategorie 'Verwaltung'

„Early Bird“ macht Sommerpause

Freitag, den 1. Juni 2012 um 12:15

Da Klaus J. Stöhlker die angenehme Verpflichtung eingegangen ist, bis Ende September dieses Jahres das Manuskript seines neuen Buches abzuliefern, wird der Weblog „Early Bird“ bis zur Fertigstellung desselben Sommerpause machen. Wir danken allen Mitdenkern und Mitschreibenden für deren vielfältige Anregungen. Sie werden manches davon auch in meinen „Neuen Geschichten zur Lage des Landes“ wieder finden, zumal wir nicht damit rechnen dürfen, dass die paradiesischen Zustände, welche wir derzeit in der Schweiz, gemessen an denjenigen anderer Staaten, noch erleben dürfen, auf Dauer anhalten werden. Die Zeiten der Idylle, welche wir so gerne geniessen, sind vorüber.

26. März 2012

Umweltschützer gegen ökologisches Vorzeigeprojekt

Montag, den 7. März 2011 um 16:23

Der umweltbewussteste Unternehmer kann nicht in Friede Leben, wenn es den selbsternannten Umweltschützern nicht passt. Die Firma Pleisch AG, die seit Jahrzehnten im Zürcher Oberland Aktivkohle für Gasfilter produziert, möchte einen unterirdischen Lagerraum in der Landwirtschaftszone errichten. Aufgrund der ständig steigenden Nachfrage ist ein Ausbau des bestehenden Betriebes notwendig. Das dafür benötigte Land könnte nach dem Bau uneingeschränkt weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Jetzt droht das ökologische Vorzeigeprojekt zu scheitern. Grund: Pro Natura und die Baurekurskommission des Kantons Zürich wollen das Projekt gegen den Willen des Unternehmers und der Gemeinde verhindern. Was die Gegner des Projektes aus Prinzip – man will ein Exempel statuieren – in Kauf nehmen: Muss der Lagerraum mehrere Kilometer vom Produktionsstandort im Industriegebiet von Bäretswil erstellt werden, sind die negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch Tausende von Lastwagenkilometern um ein Vielfaches höher als beim geplanten Projekt.
In den letzten Jahren hat die Pleisch AG grosse Investitionen für verschiedene kantonale Auflagen, Sanierungen und Erweiterungen in den heutigen Standort getätigt. Die Expansionsmöglichkeiten sind aber begrenzt. In der gegenwärtigen Wirtschaftslage erachtet das Unternehmen das Risiko einer Betriebsverlegung als zu hoch und somit für das Unternehmen nicht finanzierbar.
Auch die Gemeinde, welche das Ausbauprojekt unterstützt, hat ein Interesse, den wichtigen Arbeitgeber und Steuerzahler in der Gemeinde zu behalten. Für die Pleisch AG ist der Bau eines Lagers fernab des Firmengeländes keine Option. Laut einer Studie des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PWC würde der Betrieb eines Aussenlagers nicht nur den Zielen der nachhaltigen Raumplanung und dem haushälterischen Umgang mit dem Boden widersprechen, sondern hätte auch negative Folgen für Mensch und Umwelt:

• Zusätzliche Transportleistung von über 14‘000 Kilometern pro Jahr (Zu- und Wegtransport)
• Lärmbelastung durch jährlich 1‘200 Fahrten mit Lastwagen
• Ausstoss von Feinstaub, Kohlendioxid und Stickoxide (durch Lastwagen)
• Verschlechterung der CO2-Bilanz durch Abgase
• Eingriffe ins Landschaftsbild

Soll die Pleisch AG weiterexistieren, so macht der Bau des unterirdischen Lagers Sinn. Der haushälterische Umgang mit dem Boden, die Maxime des Raumplanungsgesetzes aus dem Jahr 1979, ist damit getan. Die Frage sei deshalb erlaubt: Worum geht es Pro Natura?

Philippe Welti

Das Schweigen des Zürcher Schularztes

Dienstag, den 11. August 2009 um 13:21

In Zeiten der Schweingrippe sitzt die Zunge locker, wenn es darum geht, Katastrophenszenarien aufzuzeigen. Wenn es um konkrete Massnahmen geht, tauchen die Verantwortlichen unter.
Dr. med. Felix Dinkelmann ist Leiter des schulärztlichen Dienstes des Kantons Zürich und sagte kürzlich im Tagesanzeiger, Schüler und Kinder steckten sich am leichtesten mit der Schweinegrippe an. Ebenfalls gefährdet sind Kranke und Schwangere. Eine schwangere Lehrerin setzt sich also in ganz besonderem Masse einem Risiko aus. Meine Frau ist heute im 5. Monat schwanger und Lehrerin. In einer Woche fängt die Schule an. Noch wissen wir nicht, ob sie überhaupt unterrichten soll und muss. Aus diesem Grund habe ich am 5. August die folgenden Fragen an den obersten Arzt der Zürcher Schulen geschickt. Bisher habe ich keine Antwort erhalten.

1. Welche Massnahmen zum Schutz der Lehrer und Schüler sind in den Schulen nach den Sommerferien vorgesehen?
2. Wie schützt der Kanton Zürich seine schwangeren Lehrerinnen in Zeiten der
Schweinegrippe?
3. Zwingt der Kanton Zürich schwangere Lehrerinnen zum Unterricht?

Philippe Welti

Publicjobs, die grösste Stellenbörse der Verwaltung

Donnerstag, den 21. August 2008 um 11:03

Die Verwaltung des Kantons Zürich hat eine der national effizientesten Schaltstellen für eine gute Verwaltungspraxis geschaffen, das dem Öffentlichen Dienst der Schweiz zur Verfügung steht (www.ch.ch/publicjobs). Unter der Leitung von Esther Peterhans, der Bereichsleiterin eBusiness des KDMZ (Kantonalen Drucksachen- und Materialzentrale), werden über 840 000 Beschäftigte im Öffentlichen Dienst der Schweiz angesprochen mit Stellenangeboten aus der Verwaltung. Weil fast jeder vierte Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst tätig ist, hat dieses Portal einen ganz gewaltigen Einfluss auf die Personalsuche und leistet einen kosteneffizienten Beitrag zur Stabilisierung der Personalbudgets.

Weil die Fluktuation in der Verwaltung im vieljährigen Schnitt bei zehn Prozent der Beschäftigten liegt, werden jährlich rund 80 000 Menschen gesucht, die eine der frei werdenden Aufgaben übernehmen. Das Portal „publicjobs“ ist auch deshalb ein Erfolg, weil heute schon rund 60% aller Bewerbungen über Internet eingehen, dies mit ansteigender Tendenz von über 70% bis zum Jahr 2011. Dann wird sich nur noch jeder vierte Kandidat mit einer klassischen Papierbewerbung bei seinem neuen Arbeitgeber melden.
„publicjobs“ ist Teil der EGovernment-Strategie Schweiz, ist eingebaut in das Informationsportal ch.ch der Bundeskanzlei und wird vom KDMZ in Zürich betrieben. Derzeit benutzen rund 500 einzelne Verwaltungseinheiten aus dem ganzen Land dieses effiziente Instrument, das jährlich bereits über 60 000 Besucher anzieht. Darunter befinden sich viele Gemeinden, kantonale Verwaltungen und Fach- wie Hochschulen. Wie Projektleiterin Esther Peterhans dazu sagt, gehen die Einsparungen für die Öffentliche Verwaltung in die Millionen. Ihr Chef, der bisherige Leiter der KDMZ, Kurt Stoppacher, Initiant von „publicjobs“, geht Ende August in Pension.

Programmiertes Debakel

Freitag, den 19. August 2005 um 10:38

Hätten die Verantwortlichen für das Debakel der Berner Lehrerpensionskasse auch nur einen Blick auf die Geschichte der Börsen geworfen, hätten sie im Börsenboom Ende der 90er Jahre wissen müssen, dass es nicht immer so weitergeht. Heute schiebt man sich gegenseitig die Schuld für das Versagen in die Schuhe. Gier macht offenbar nicht nur blind, sondern auch blöd.

Philippe Welti

 
     
     
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