Das Schweigen des Zürcher Schularztes
Tuesday, den 11. August 2009 um 13:21In Zeiten der Schweingrippe sitzt die Zunge locker, wenn es darum geht, Katastrophenszenarien aufzuzeigen. Wenn es um konkrete Massnahmen geht, tauchen die Verantwortlichen unter.
Dr. med. Felix Dinkelmann ist Leiter des schulärztlichen Dienstes des Kantons Zürich und sagte kürzlich im Tagesanzeiger, Schüler und Kinder steckten sich am leichtesten mit der Schweinegrippe an. Ebenfalls gefährdet sind Kranke und Schwangere. Eine schwangere Lehrerin setzt sich also in ganz besonderem Masse einem Risiko aus. Meine Frau ist heute im 5. Monat schwanger und Lehrerin. In einer Woche fängt die Schule an. Noch wissen wir nicht, ob sie überhaupt unterrichten soll und muss. Aus diesem Grund habe ich am 5. August die folgenden Fragen an den obersten Arzt der Zürcher Schulen geschickt. Bisher habe ich keine Antwort erhalten.
1. Welche Massnahmen zum Schutz der Lehrer und Schüler sind in den Schulen nach den Sommerferien vorgesehen?
2. Wie schützt der Kanton Zürich seine schwangeren Lehrerinnen in Zeiten der
Schweinegrippe?
3. Zwingt der Kanton Zürich schwangere Lehrerinnen zum Unterricht?

