Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Archiv der Kategorie 'Gesellschaft'

Neue Krise an unseren Hochschulen - schon wieder?

Thursday, den 11. March 2010 um 11:06

Die European Science Foundation in Strassburg stösst einen Alarmruf aus. Wir werden in den kommenden Jahren an unseren Universitäten in Europa weniger Studenten und daher auch weniger Wissenschaftler haben. Die ESF stellt für 30 europäische Staaten Finanzmittel zur Verfügung und sollte dies wissen. Junge Wissenschaftler würden bei uns zu schlecht bezahlt, die Aufstiegschancen an europäischen Universitäten wären unklar definiert und wenig attraktiv. Klar, wenn bei uns jeder einfache Bankberater einer Grossbank, wie UBS oder CS, Sfr. 300′000 verdient, bleibt für Wissenschaftler wenig übrig.

- James Watson war 25, als er die DNA-Struktur entschlüsselte.
- Isaac Newton war 22, als er seine ersten Arbeiten vorlegte.
- Einstein war 26, als er siene wichtigsten Arbeiten schrieb.
- Werner Heisenberg war 25, Marie Curie 29, Galileo 22, Robert Oppenheimer 23, als sie an ihren entscheidenden Werken arbeiteten.

Unsere Hochschulen in der Schweiz haben noch nie vergleichbare Daten geliefert.

Scheinehe der Sarkozys

Wednesday, den 10. March 2010 um 15:26

Die Franzosen und die Liebe. Das Präsidentenpaar befindet sich in einem Strudel der Spekulationen. Gehen die beiden fremd? Natürlich ist die Ehe von Nicolas Sarkozy und Carla Bruni eine Art Scheinehe. Wer etwas anderes glaubt, ist ganz schön naiv. Er, ein kleiner machtgieriger Ehrgeizling, schmückt sich mit einer schönen, landesweit bekannten Sängerin. Durch die Ehe mit Nicolas hat sie hat den Olymp der Bekanntheit erreicht. Eigentlich könnte sie ihn jetzt abschiessen, denn ihr Ziel ist erreicht. Sie will berühmt und beliebt sein, und er wünscht sich ein Image als Polit-Held und echter Hengst. Lassen wir den beiden ihre Freuden, denn in Deutschland und der Schweiz ist es nicht anders. Hier ein paar Beispiele von “Scheinehen” Prominenter: Lothar Matthäus und seine Liliana, Boris Becker und all seine Frauen, Sarah Kern und ihr Goran, Thomas Borer-Fielding und seine Shawne und der Unterhaltsamste von allen – Dieter Bohlen. Dort geht’s weniger um die Ehe, denn da ziert sich der blonde super Macho ja gerne mal. Aber seine Beziehungen nützen eigentlich nur den Damen an seiner Seite. Also, nennt man solche Ehe-Beziehungen wirklich Scheinehen? Nein, der korrekte Ausdruck ist Nutzehe.

Fidel Stöhlker

Bistum Basel baut ab

Wednesday, den 10. March 2010 um 10:11

Es ist absolut ungewöhnlich, wenn der Chef und sein CEO, als welcher sich Roland-Bernhard Trauffer im Bistum Basel gerne bezeichnete, gleichzeitig gehen. Die Geistlichkeit ist beunruhigt, die römisch-katholischen Gläubigen im Bistum Basel sind es weniger, ging von beiden Herren doch häufig ein eher unfrommer Geist aus, dem die Gottesliebe fehlte. Wohin Bischof Kurt Koch tatsächlich gehen wird, der einst als strahlend-liberaler Star der katholischen Kirche nach Solothurn gerufen wurde, von wo aus er sein Bistum aus einem Barockpalast regiert, weiss nur der Papst und dessen Personalchef. Warum Bischof Kurt Koch gehen wird, ist ebenfalls ein Rätsel. Weil auch der wortradikale Generalsekretar, obwohl erst 65 und noch voll handlungsfähig, wieder nach Lateinamerika gehen will, wird das Rätsel nicht geringer. Es sieht danach aus, als wolle die Schweizer Bischofskonferenz, in aller Stille natürlich, zusammen mit dem Vatikan, einen gordischen Knoten durchschlagen und im Bistum Basel Ordnung schaffen. Aber worin bestand die Unordnung? Wegen des Röschenzer Pfarrers Sabo, der in aller Herrlichkeit weiter predigen darf, macht man solche Übungen nicht.

Munteres priesterliches Treiben ist teuer

Wednesday, den 10. March 2010 um 9:17

Diese ekelerregenden Vorgänge in katholischen Klöstern und Schulen, wo rund um die Erde Abhängige körperlich missbracht und sexuell ausgenutzt werden, haben mich eigentlich nur am Rande beschäftigt. Die katholische Kirche ist offensichtlich kaum willens, ernsthafte Änderungen vorzunehmen, verteidigt sie ihre Position doch häufig damit, dass sexueller Missbrauch in erster Linie innerhalb von Familien stattfinde. Sie, welche die Familie zu schützen vorgibt, belastet damit eine Institution, die ohnehin wenig Lebenskraft zeigt. Das muntere priesterliche Treiben innerhalb und ausserhalb des Vatikans hat jetzt aber dazu geführt, dass der Jesuitenorden in den USA Insolvenz beantragen musste. Er trat in das “chapter 11″ ein, ein juristischer Status, der Sammelklagen verhindert. In Alaska zahlte der Jesuitenorden bereits 34 Mio. Euro 110 Opfer aus, die von Geistlichen missbraucht worden waren. Die katholische Erzdiözese Los Angeles wurde zugunsten von 500 Betroffenen auf die Zahlung von 480 Mio. Euro verurteilt. In der Schweiz breiten wir bisher das Tuch der Barmherzigkeit über solche Vorgänge aus.

Bündner – Sture Beamte büssen Beizer

Monday, den 8. March 2010 um 14:28

Das Bündnerland wird mit Negativschlagzeilen geradezu überhäuft. Erst findet man heraus, dass der Polizeichef ein Alkoholiker ist. Danach werden die Zürcher, die wichtigste Einnahmequelle, mindestens für die Davoser, angeschwärzt und jetzt sind die Bündner Beamten hinter ihren Beizern her. Das Bündnerland ist zum Kanton der Witzbolde verkommen und das hat nichts mit dem Humor-Festival in Arosa zu tun. Ab dem 1. Mai darf man in Schweizer Beizen nicht mehr rauchen, ausser, man hat sich ein entsprechendes Fumoir eingerichtet. In Schiers/GR musste ein Beizer sagenhafte CHF 1′800.00 Busse bezahlen, weil Gäste im Restaurant geraucht hatten. Anstatt vernünftig darüber zu sprechen, hagelt es Schreibgebühren, die das x-fache der Busse ausmachen. Irrsinn aber anhand dieser Situation sieht man, wie einfach es die staatlichen Geldeintreiber haben. Wenn die Regulatorien in der Schweiz weiter ausgebaut werden, dann wird der Alkohol im Restaurant irgendwann auch noch verboten, was sich eventuell positiv auf den Gemütszustand der Bündner Polizei auswirken könnte. Immer klare Gedanken. Aber eines ist den Bündnern zurzeit definitiv abhanden gekommen: das Feingefühl für die Gäste.

Fidel Stöhlker

Jean Ziegler überlebte das Schweizer Machtkartell

Monday, den 8. March 2010 um 8:08

Merkwürdig, ich bin diesem Mann nie direkt begegnet, obwohl wir beide einige Male neugierig darauf waren, uns ins Auge zu blicken. 1975, vor 35 Jahren, als ich im Auftrag der Banken gegen die SP-Bankeninitiative kämpfte und das Manuskript von Jean Zieglers erstem Anti-Banken-Buch zur vorzeitigen Einsicht beschaffen musste, zitterten die Bankiers doch vor dessen Inhalt. Damals setzte der aufstrebende Finanzplatz Schweiz alle politischen und juristischen Mittel ein, Jean Ziegler zu erledigen. Der Dritte-Welt-Thuner, heute bereits eine Art Henri Dunant der Gegenwart, wird von seiner Heimatgemeinde Thun wie vom Bund geehrt. Die beiden Grossbanken wurden in der gleichen Zeit vom Schweizer Volk finanziell und politisch gerettet. Aus Sicht der Dritten Welt hängt die Ehre des Schweizer Volkes wohl mehr an dem engagierten Sozialdemokraten, der bürgerlicher lebt als viele marktliberale Banker. Manchmal muss man ganz einfach nur sich selber treu bleiben und lange genug leben, um die Rehabilitation zu erfahren. Die Schweiz gilt auf der einen Seite als ein Traumland, das global bewundert wird, auf der anderen Seite als Aussenseiter nicht nur im Rahmen der Europäischen Union, sondern auch aus Sicht der nachwachsenden Welteliten, die den Traum des alten weissen Mannes nicht mehr träumen wollen. Jean Ziegler ist auf der Seite der Weltjugend geblieben.

Neue Lebensformen sind wenig demokratisch

Friday, den 5. March 2010 um 8:06

Die “digital natives” warnen unterdessen, das “end of privacy” sei gekommen, Google und die “social networks” sind ihre Zeugen. Die Demokratie beruht jedoch auf der gebildeten Einzelperson, die sich in Unabhängigkeit entscheiden kann. Wer als “gläserner Bürger” jeglichen Einflussnahmen gegenüber hilflos ist, ja, wer sich diesen freiwillig unwissend öffnet, kann sich nicht mehr Demokrat nennen, sondern ist im Helmut Maucher’schen Sinne einfache “Biomasse”. Es mag als Überheblichkeit angekreidet werden, aber der Weg dorthin ist weit offen, die Erhaltung der individuellen Autonomie fraglicher denn je. Die Politiker haben es gelernt, die Massen zu manipulieren, weshalb nicht mehr das Wohl der Mehrheit auf dem politischen Programm steht, sondern Erhaltung und Ausbau jener Vorteile, die Geschichte oder Geburt entstehen liessen.

Provinzlerin regiert Zürich

Thursday, den 4. March 2010 um 17:27

Kaum jemand redet darüber aber weiss die Bevölkerung eigentlich, dass unsere Stadtpräsidentin Corine Mauch ursprünglich Amerikanerin ist? Geboren in Iowa City, einer amerikanischen Kleinstadt, die im Jahre 2000 gerade mal etwas über 60′000 Bewohner hatte. Ihre Mutter Ursula lebt als SP-Nationalrätin im tiefsten Aargau. Also schon wieder Provinz. Wie soll Zürich zu einer international strahlenden Metropole werden, wenn eine Provinzlerin und talentfreie Promotorin unsere Stadt weiterhin so gelangweilt vertritt? Der Glanz von Zürich bröckelt laufend, und am Sonntag wird entschieden, ob Zürichs Ausstrahlung weiter verblassen wird oder nicht. Wird Corine Mauch wiedergewählt, dürfen wir alle fröhlich zusehen, wie diese “Dame” eigenhändig den Verputz der schönen Zürcher Fassade runterholt.

Fidel Stöhlker

Links-Fortschrittliche sind intelligenter

Wednesday, den 3. March 2010 um 16:16

15 000 junge Leute wurden in meiner US-Langzeitstudie auf ihren IQ getestet. Ergebnis: Sehr liberal-progressive Menschen hatten einen IQ von 106 Punkten; sehr konservative kamen nur auf 95 Punkte. Eine britische Studie mit 6000 erwachsenen Menschen kam zum fast gleichen Ergebnis: Grüne kamen auf 108, Konservative auf 104, Labourwähler auf 104 und Rechtsextreme auf unter 100 Punkte. Wissenschaftler kommentieren, intelligentere Menschen würden sich aufgrund ihrer Intelligenz mehr für andere Menschen einsetzen, die Wohlfahrt fördern und sogar höhere Steuern ermöglichen. Ich schätze, das ist bei uns nicht anders. Wer klüger und energischer als andere ist, kann mehr abgeben. Dumme haben mehr Angst oder mit Angst gewinnt man Dumme.

“Swissdate” - gescheitert am Züri-Trash

Wednesday, den 3. March 2010 um 11:04

Die Kuppelshow “Swissdate” ist Geschichte. Die Sendung ist nicht daran gescheitert, dass sich zu wenige Kandidatinnen und Kandidaten verkuppen lassen wollten. Vielmehr sind die Gründe anderswo zu suchen. Mit Gabriela Ursprung, der Nachfolgerin von Joël Gilgen, kam der rasante Absteig. Die Frau ohne Glamour-Faktor und mit noch weniger Einfühlungsvermögen, bei der man immer den Eindruck hatte, sie habe ihre Texte schön auswendig gelernt wie eine Schülerin, ist die Verkörperung des Züri-Trash-Lebenstils. Wollen das die Leute wirklich sehen? Ich glaube nicht. Der Einbezug der Sex-Beraterin und des Horoskopes waren nur noch letzte Zuckungen eines bereits im Sterben liegenden Konzeptes. Die ganze unbeholfene Ernsthaftigkeit, mit der Ursprung ihre Kandidaten verkuppelte, hatte etwas Anstrengendes. Mit ein bisschen mehr Augenzwinkern und einem anderen Moderator hätte das Gefäss eine Chance gehabt.

Philippe Welti

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog