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Monatsarchiv für Juni 2018

Russland ist die heimliche Liebe, die USA die politisch bestimmte Ehefrau

Freitag, den 29. Juni 2018 um 16:55

Als die USA noch ein reines Land waren, wo Cowboys über die Prairie rasten, um ihre Gegner mit einem kühlen Schuss nieder zu strecken, gingen wir nach diesen Filmen wie John Wayne aus den Kinos.

Später lernten wir, dass sie zur gleichen Zeit die Schwarzen („negros“) an die Bäume hängten oder verbrannten.

Im „Kalten Krieg“ kämpften wir gegen die russischen Unmenschen im Osten, bestens informiert durch Krimis, die uns die russischen Untermenschen vor Auge führten.

Dann kam die Wende.

„Chruschtschow war ein Ukrainer, weshalb er die Krim den Ukrainern schenkte, ohne Gesetz und ordentlichen Beschluss“, sagte S. E. Sergei Garmonin, Russlands Botschafter in der Schweiz, Ende Juni in Zürich bei einem Empfang. Gastgeber waren Dr. Ariel Goekmen und Dr. Wolfram Kuoni, die weit über 100 Gäste begrüssen durften.

Bei diesem überaus gut besuchten Anlass im Zürcher „Russen“-Hotel St. Gotthard, wo vor allem Vertreter der SVP sich offensichtlich wohl fühlten, beklagte Garmonin die Einseitigkeit der Berichterstattung der Schweizer Medien. Nur die „Weltwoche“ des ebenfalls anwesenden SVP-Nationalrats Roger Köppel berichte nicht unkritisch, aber anständig. Worauf Köppel sofort um ein Exklusivinterview mit Vladimir Putin anfragte.

Nicht erst seit General Suwarov gibt es eine tiefe Liebe der Schweiz zu Russland. Als die Waadt hungerte, war es der russische Zar, der den Schweizern Weizen aus der Ukraine lieferte. Viele Schweizer haben in St. Petersburg und andernorts bis in die Gegenwart ihre Spuren hinterlassen. Russland ist ihre heimliche Liebe, die USA ist die politisch bestimmte Ehefrau.

Botschafter Garmonin beschrieb ein wirtschaftlich wachsendes Russland, wo seit der Blockade durch die USA die Staaten Asiens und Lateinamerikas die Gewinner seien. Auch die US-Firmen, von denen sich viele nicht an die Blockade-Vorschriften von Donald Trump halten würden.

Womit sich die Frage stellt: Ist Trump noch Herr der USA oder tut er nur so? Gibt es eine Trump-Politik und eine andere US-Wirklichkeit?

600 Schweizer Firmen mit 60 000 Mitarbeitern sind in Russland tätig.

SVP-Europaabgeordneter Alfred Heer, gerade aus Strassburg zurück, bestätigt: „Wir setzen uns dafür ein, dass Russland wieder in den Europarat aufgenommen wird.“

 

Alle unsere Weltuntergänge….

Freitag, den 22. Juni 2018 um 14:50

Als ich ein Jugendlicher war, hiess es, unsere Welt werde in zwei Milliarden Jahren von der sich ausdehnenden Sonne verbrannt werden.

Als ich 20 Jahre älter war, lernte ich, dass die Sonne sich langsam ausdehne und wir vielleicht schon in 500 Millionen Jahren ersticken würden.

Als mit dem Club of Rome die Umweltbewegung aufkam, sprach man von 100 Millionen Jahren, die uns noch zur Verfügung stehen.

Jetzt lässt die „Neue Zürcher Zeitung“ in ihrer Weisheit, vertreten durch René Scheu, ihren Feuilletonchef, Hans Widmer zu Wort kommen, den härtesten McKinsey-Chef in der Schweiz des letzten Jahrhunderts. Er stellt sich aber als Unternehmer vor, was er auch einmal gewesen ist.

Hans Widmer, ein Nuklearphysiker, gibt uns noch 500 Jahre bis zum Weltuntergang. Entweder würden wir gescheiter oder der Menschheit sei nicht mehr zu helfen.

Mag sein, dass er Recht hat. Physiker haben immer Recht, meinen kluge Köpfe. Mit Ausnahme von Friedrich Dürrenmatt, der sie eher als Wirrköpfe auf die Bühne brachte.

Ich glaube nicht an Weltuntergänge in ferner Zukunft.

Ich sehe derart viele Weltuntergänge in der Gegenwart, dass mich die fernen nur wenig interessieren.

Ich sehe die Weltuntergänge in vielen Familien, sei dies durch Krankheit oder durch Exit und seine Schwestern verursacht.

Ich sehe Weltuntergänge in den Millionen Kindern, die jährlich abgetrieben, missbraucht oder misshandelt werden.

Ich sehe Weltuntergänge in Europa, wo einst stolze Nationen, wie Griechenland oder Italien, langsam verkümmern.

Ich sehe einen Weltuntergang für das einstige weisse Herrenvolk in den USA kommen, wo man einen Caligula zum Präsidenten machte.

Ich sehe den Untergang des über 2000jährigen Europas kommen, wenn wir uns nicht von den USA lösen und Osteuropa mit Russland zu unserem Partner machen.

Ich sehe in der Schweiz keine Elite mehr, denn die „Neue Zürcher Zeitung“ publiziert derart dumme und hoch spekulative Artikel, dass man das Vertrauen in die letzte Schweizer Elitezeitung verlieren könnte; aber es ist ja nur die Zeitung der alten Elite, die in Kürze abgestorben sein wird.

Warum sind die Bürgerlichen schwach?

Mittwoch, den 6. Juni 2018 um 14:47

Wenn Christian Lévrat, der SP-Präsident, der einzige Politiker sein soll, der im Berner Parlament mit seiner Leistung zufrieden sein darf, zeigt dies nur die Schwäche der bürgerlichen Politiker, vor allem von SVP und FDP.

Die CVP präsentiert sich als einst dicker Fisch, der heute kaum noch Wasser unter den Flossen hat; kein Wunder, dass Parteipräsident Gerhard Pfister alle Mühe hat, ihn auf Kurs zu halten. Was nach Erfolg aussieht, ist mehr Gezappel.

SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi, der sich schon als Bundesrat sah, weil Christoph Blocher ihn angeschoben hatte, muss nun als Fraktionschef seiner Partei erst einmal Politik lernen. Deshalb ist aufschlussreich, wie er sich ausdrückt:

. „Weil wir die zwei besten Bundesräte stellen und noch zwei Helfer bei der FDP haben…..“ Seine Aussage von den „zwei besten Bundesräten“ ist Propaganda einer tieferen Stufe. Die beiden FDP-Bundesräte Cassis und Schneider-Ammann als „Helfer der SVP“ zu bezeichnen, zwingt diese zur Distanzierung.

. Während die FDP-Bundesräte für Aeschi Helfer sind, nennt er CVP-Ständeräte, die mit der SP stimmen, deren „Gehilfen“. Macht auch keine gute Stimmung.

Die politische Unerfahrenheit, die aus solchen Aussagen hervor tritt, ist kennzeichnend für unsere bürgerlichen Politiker. Lebendige Politik ist nicht nur eine Sache von Taktik und Strategie; bekanntlich läuft dann meist vieles schief. Lebendige Politik drückt sich vor allem über Sprache aus.

Lévrat ist wesentlich erfahrener als die meisten bürgerlichen Politiker und weiss daher, wie man sein politisches Gewicht sorgsam mehrt.

 

Schleichwege zur Qualität

Montag, den 4. Juni 2018 um 12:18

Schon vor Agassiz wussten Unterwalliser Jäger vor 200 Jahren, dass ihr Tal einst von Gletschern bedeckt war, denn die grossen Steine im Talgrund konnten nicht vom Himmel gefallen sein.

Schon vor Charles Darwin gab es Wissenschaftler, die den Menschen nicht auf Gottes paradiesisches Schaffen zurückführten, sondern ihn als Teil der natürlichen Selektion verstanden.

Wie Qualität in der Beobachtung sich auf Schleichwegen durchsetzt, konnte man am 4. Juni 2018, S. 10, der „Neue Zürcher Zeitung“ entnehmen, wo die Titelzeile „Freuden und Leiden des Premium-Mittelmasses“ den Blick gefangen nahm. Von der Annahme ausgehend, es handle sich um die Premium Economy-Klasse der Swiss, machte uns der Verfasser, ein pensionierter deutscher Hochschullehrer, der zuletzt an einer politisch links stehenden deutschen Hochschule tätig gewesen ist, jedoch mit dem Gedanken vertraut, die Menschen versuchten auf neue Art, ihrer eigenen Spiessigkeit zu entkommen.

War es sein eigener Gedanke? Nein. Vielmehr bezog er sich auf das Buch eines indisch-amerikanischen Journalisten, V. Rao, der die „premium mediocrity“ auf seinem Blog „Ribbonfarm“ bewirtschaftet, was nun mich veranlasst, diesen Schleichweg der NZZ zur Qualität offen zu legen.

Es ist sehr häufig der Fall, dass unsere Medien Artikel von Star-Autoren publizieren, die dort weniger einen eigenen Gedanken vortragen, sondern sich vorzugsweise auf andere Autoren berufen. Der technische Trick, der eigene Originalität vortäuscht, liegt darin, dass man erst nach 3-5 Absätzen oder noch später auf den eigentlichen Auslöser dieser „Original“-Arbeit verweist.

Solche Abkürzungen gibt es auch in der Politik auf höchster Stufe. Die SVP Schweiz wird am 22. Juni den Juristen Dominique Steiner zum neuen Generalsekretär wählen. Steiner liess sich im vergangenen November auf Antrag der SVP dort vom Landrat zum Richter ans Kantonsgericht wählen, ohne seine beruflichen Perspektiven offen zu legen. Die FDP meldete Vorbehalte an, da Steiner über keinerlei Gerichtspraxis verfüge. Sie werde ihn nur wählen, weil die SVP keinen geeigneten Kandidaten für den ihr zustehenden Richterstuhl habe. Steiner war nach Aussage seines kantonalen Parteipräsidenten auch erst „etwa ein Jahr“ Mitglied der SVP.

Jetzt, vielleicht ein gutes Jahr nach seinem Beitritt zur SVP, wird er deren Generalsekretär. Als unsere bürgerlichen Parteien noch stabiles Führungspersonal hatten, als vor einer Generation, hiess es: Eine Partei kann sich dann einen schwachen Präsidenten leisten, wenn sie einen starken Parteisekretär hat – oder umgekehrt.

Die Qualität der politischen Führung der Schweiz ist unbestritten gut, sagen unsere Eliten in Bern.

Wer stirbt früher?

Montag, den 4. Juni 2018 um 10:57

Wenn die Russen sich seit Jelzin und Gorbatschov zu Tode gesoffen haben, blieben wir Schweizer eher zurückhaltend. Selbst Schuld.

Nun stellt sich heraus, dass die Lebenserwartung der US-Amerikaner unter Präsident Donald Trump noch schneller sinkt. Schuld ist der staatlich geförderte Rauschgiftkonsum, wo viele sterben, um die Steuern zu steigern.

Wer in der Schweiz die USA verteidigt, sollte sich auch dessen bewusst sein. Es ist eine Gesellschaft, die Vietnam, den Irak und viele andere Gesellschaften überfallen hat.

Jetzt wird dort die eigene Jugend vernichtet. Wer sich davon eigene Vorteile verspricht, wird sich täuschen.

 
     
     
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