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Tagesarchiv für 8. März 2018

Zwei Irrtümer: China und Italien

Donnerstag, den 8. März 2018 um 9:09

Politische Fehlentscheide beruhen auf Irrtümern in der Analyse. Warum sind politische Analysen oft so falsch? Weil sie Meinungen von Menschen widerspiegeln, die in ihrem Vorstellungkäfig gefangen sind oder eine Analyse liefern müssen, die „weiter oben“ Gefallen findet.

Nehmen wir zwei Beispiele:

  • Die Volksrepublik China hat in den letzten dreissig Jahren einen Aufstieg genommen, an dem in den USA und Westeuropa niemand glauben wollte. „China bricht zusammen“, mussten wir während einer Generation lesen und hören.

Ganz im Gegenteil haben nun die USA und Europa die grössten Schwierigkeiten, sich global zu behaupten. Die USA sind tief verschuldet, Europa ist fast regierungsunfähig geworden.

Xi Jinping wird von unseren Medien, die sehr amerikanisch geprägt sind, als Diktator hingestellt. Das wird ihn wenig kümmern, denn er hat die vollen Kassen und eine Vorstellung, wie er sein Land weiter entwickeln will.

Jetzt zentralisiert die chinesische Regierung ihre Kräfte; das wird wie die Beschleunigung eines Kreisels wirken. Ob Trump als grosser Gegenspieler dies auch schaffen wird, ist zu bezweifeln. Jetzt läuft sogar Südkorea, der langjährige Verbündete, den Nordamerikanern davon und verhandelt direkt mit den Nordkoreanern. Das sind politische Niederlagen des Westens, die wir ungern wahrnehmen.

  • Italien, „la bella Italia“, die siebtgrösste Wirtschaftsnation der Welt, hat gezeigt, dass es nicht mehr regierungsfähig ist. Südlich und nordöstlich von Rom herrscht der volle Aufstand, weil enttäuschte Massen dort die Vertreter von Cinque Stelle gewählt haben, ein Zirkusverein, der mit Demokratie nichts zu tun hat. „Die Italiener wählten das Schlaraffenland“ kommentierte die „Frankfurter Allgemeine“. Das Erwachen wird traurig sein. Die Regierungen des „Freien Westens“ hätten es vorgezogen, wenn die italienischen Sozialdemokraten weiter regiert hätten. Nicht einmal dieser Strohhalm hat funktioniert.

Ich hoffe, dass die EU diese Krisen überwindet, denn ein Zerbrechen dieses Hoffnungsvereins würde die Europäer, 8% der Weltbevölkerung, ins Chaos stürzen. Natürlich wünschen sich einige, die US-Amerikanern allen voran, dieser Zustand möge bald eintreten. Wir sollten diesen Sirenenklängen kein Vertrauen schenken.

Die Schweiz hat sich in Brüssel mit ihrem Angebot eines Schiedsgerichts schrecklich vergaloppiert. Bundesrat Cassis macht die gleichen Fehler wie sein Westschweizer Vorgänger Didier Burkhalter. Als Steuerzahler fragt man sich immer, weshalb man diesen diplomatischen Unfug finanzieren muss.

 
     
     
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