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Monatsarchiv für Februar 2018

Calmy-Rey-Interview macht SRF unglaubwürdig

Freitag, den 16. Februar 2018 um 15:17

Heute hatte ich das seltene Vergnügen, auf SRF 1 die Sendung „Rendez-vous am Mittag“ zu hören. Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey wurde dort zu zehn Jahre Kosovo interviewt.

Solche Sendungen machen den führenden Radiosender in der Deutschen Schweiz völlig unglaubwürdig. Es war ein typisches Service Public-Interview, das man seit einiger Zeit als „native advertising“ bezeichnet. Bei Watson kostet ein solcher Werbebeitrag 8 000.—Franken.

Dem Fragesteller gelang es, und er folgte damit seinem Informationsauftrag, der ihm nur eingeschränkte Autonomie gibt, der Altpolitikerin keine einzige kritische Frage zu stellen. Alles war in Watte gepackt und wurde sanft vernebelt. Calmy-Rey durfte von ihrem Denkmal im Kosovo berichten, von dem vielen Geld, das aus der Schweiz in den Kosovo fliesst, und seufzen, als sie nach den Erfolgen seit zehn Jahren befragt wurde.

Entlocken liess sie sich nur die Aussage, der Kosovo könne erst stabilisiert werden, eine „gouvernance“ entwickeln, wenn Serbien seine Auseinandersetzung mit ihm beende. Sie setze auf die EU in Brüssel, dies zu bewirken.

Ach ja, sie sagte auch, sie lehre nun an der Universität Genf Schweizer Aussenpolitik. Arme Studenten, die derlei hören müssen.

Jetzt verstehe ich die Katalanen

Donnerstag, den 1. Februar 2018 um 10:14

Wenn jeder reiche Schweizer Kanton einfach so seine Selbständigkeit wollte, wie die Walliser dies immer wieder verlauten lassen, wäre dies für die Schweiz nicht gut.

Ebenso war ich unsicher, ob der Wunsch der Katalanen nach Selbständigkeit wirklich Sinn macht. Sie sind reich, aber warum wollen sie ein eigenes Land werden?

Jetzt verstehe ich die Katalanen.

König Felipe hat in Madrid seiner 12jährigen Tochter Leonor einen der höchsten Orden des Landes verliehen, den Orden vom Goldenen Vlies. Wäre ich im Besitz dieses Ordens (ich  habe einige österreichische, die in Wien dort der letzte Kaiser Franz-Joseph verliehen hat), ich würde ihn sofort zurückgeben.

Er ist entwertet, denn welche Leistung hat die liebe Leonore dafür erbracht?

König Felipe hat bisher kein Talent gezeigt, sein Land auch regieren zu können. Er lebt von der Dummheit von Millionen, die ihm vom Strassenrand aus zuwinken. Er lebt von den Parteien in Madrid, die ihn als Vorzeige-Puppe brauchen, um das Volk zu beruhigen, wenn sie versagen sollten.

Die Katalanen haben keine Lust mehr, diesen Unfug im 21. Jahrhundert weiter mit zu machen.

Ich verstehe sie. Puigdemont an die Macht.

 
     
     
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