Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  


Mist aus der Dobelli-Quelle

30. Januar 2018 um 15:17

Wahrscheinlich liest niemand von mittlerer und gehobener Intelligenz die Aufsätze des Zürcher Sekundärphilosophen Rolf Dobelli, der im neuerdings umstrittenen Feuilleton der „Neue Zürcher Zeitung“ und im deutschen „Handelsblatt“ als Lebenshelfer zu Wort kommt.

Dobelli schreibt im „Handelsblatt“ vom 24. Januar 2018 unter dem Titel „Wer sein eigenes Rennen fährt, gewinnt“ den denkwürdigen Satz „Bildung ist heute nur noch als Hobby sinnvoll.“

Wahrscheinlich ist nur deshalb kein Sturm ausgebrochen, weil a) Niemand solchen Mist ernst nimmt und b) Dobelli, der kein ungebildeter Mensch ist, bei ernsthaften Menschen längst als falscher Prophet abgeschrieben ist.

Wer heute im Berufsalltag des globalen Kapitalismus‘ beruflich überleben will, gerät als Schmalspur-Spezialist bald einmal in die Situation, dass in Westeuropa Nichteuropäer als besser und billiger beurteilt werden und er deshalb bald einmal aussortiert wird.

Nur mit generalistischem Wissen, das Situationen in der Breite wie Tiefe zu erfassen vermag, ist, wenn andere Eigenschaften und Fähigkeiten auch vorhanden sind, eine oft wechselhafte berufliche Zukunft möglich.

Mehr muss man zu Dobelli, der in Deutschland ein Bestseller-Autor ist, nicht schreiben. Da das Allgemeinwissen vieler Deutscher seit Jahrzehnten systematisch abgesenkt wurde, erfüllt er eine nützliche Funktion: Er füllt die Hirne der Zahnarztbesucher und Sozialbetreuer mit jenem Schmalz, das die Synapsen zu verkleben vermag.

Einen Manager, der derlei liest, oder einen NZZ-Intellektuellen, der solches ernst nimmt, hat den Zug wirklich verpasst.

Einen Kommentar schreiben:

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog