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Warum „tachles“ für die Schweiz wertvoll ist

4. Dezember 2017 um 10:57

Das mutigste Magazin der Schweiz ist nicht dasjenige des „Tagesanzeiger“ und auch nicht der „Schweizer Monat“, sondern „tachles“, das jüdische Wochenmagazin in der Schweiz, wo Chefredaktor Yves Kugelmann die Verantwortung trägt.

„tachles“, das seinen liberalen Charakter zum Ärger der konservativen Juden in der Schweiz nicht verbirgt, informiert besser über Israel als alle anderen Schweizer Medien. Diesen fehlt zumeist der Sachverstand wie der Mut, sich mit „jüdischen Fragen“ ernsthaft zu beschäftigen. Yves Kugelmann hat dies mit seinem Team während Jahren geleistet. Nun wollen die Gerüchte nicht verstummen, dass seine jüdischen Sponsoren unter grossem Druck das Feld verlassen wollen.

Schade, denn wie wüsste ich sonst, dass Israels Premier Binyamin Netanya sich mit allen gesetzlichen Tricks an der Macht halten will, schreibt in „tachles“ Richard C. Schneider, vormals ARD. Und Jacques Ungar, ein brillanter Journalist, wirft dem gleichen Premier vor, er betreibe „mit Gesetzen Schindluder“.

Dort lese ich auch, wie Kolumbien einen Israeli ausweist, weil er illegalen Tourismus betrieb, mit Drogen handelte und Sex mit Minderjährigen anbot.

Wie wüsste ich sonst, dass Yossi Levi Sfari, Israels Konsul in Istanbul, von der eigenen jüdischen Gemeinde geschnitten wird, weil er dort, als Homosexueller, mit seinem Partner geschnitten wird.

Wie wüsste ich sonst, dass Israels Präsident Reuven Rivlin sich geweigert hat, jenen jüdischen Soldaten zu begnadigen, der einen schwer verletzten Terroristen exekutierte. Dafür wird er als Nazi beschimpft. Netanyahu mag ihn ohnehin nicht, weshalb Israels Identität fraglich ist, schreibt Zvi Barel in „tachles“.

Die einst berühmt-berüchtigten „Cambridge Five“, ein in England erfolgreicher Spionage-Ring, gehörten zu einem Kreis, „der stark jüdisch geprägt war“, schreibt Shai Holer, den Film „Auf Ediths Spuren“ besprechend.

„tachles“ freut sich auch darüber, dass unter den 20 Bewerberinnen zur „Miss Germany“ die 21jährige Tamar Morali ist. Sie freut sich darüber, dass „trotz der dunklen Vergangenheit Deutschlands“ dort die jüdische Gemeinde blühe.

Ich wünsche mir, dass auch „tachles“ weiter blüht. Mutige Redaktionen werden immer seltener.

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