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Soll Christian Constantin Bundespräsident werden?

11. August 2017 um 11:08

Der Besitzer des FC Sion, Christian Constantin, hat seine Millionen als Baumeister und Immobilienmakler verdient. Jetzt will er die Winterolympiade wieder in die Schweiz holen. Oft ist er in seinem Privatflugzeug unterwegs. Soll er deshalb Schweizer Bundespräsident werden? Niemand kann sich dies vorstellen.

Silvio Berlusconi war in Italien Immobilienspekulant der Extraklasse. Die Gerüchte, er habe die ersten Millionen mit Hilfe der Mafia verdient, sind nie verstummt. Wenn es eng für ihn wurde, mussten seine besten Mitarbeiter den Weg ins Gefängnis antreten. Er wurde Ministerpräsident Italiens, gewählt von einem Volk, das von seinen linken wie rechten Alternativen tief enttäuscht war. Hat Berlusconi ausser Skandalen etwas geleistet? Nein.

In den USA hat es auch ein Baumeister und Immobilienmakler der Extraklasse geschafft, Präsident zu werden. Was Donald Trump seither geboten hat, lässt sich als BerlusconiPlus bezeichnen. Viel Lärm um nichts.

Wenn er jetzt „Feuer und Wut“ verspricht, um den im Kanton Bern zur Schule gegangenen Machthaber von Nordkorea zu beeindrucken, sollten wir das nicht allzu ernst nehmen. Die USA sind eigentlich pleite und können sich einen Angriff in Asien nicht leisten. Nicht einmal 4 000 zusätzliche Soldaten, die Trump nach Afghanistan senden wollte, um einen Sieg der Taliban zu verhindern, durften die USA verlassen. Die oberste Armeeführung weigerte sich, dem präsidialen Befehl Folge zu leisten, weil sie kein Kriegsziel mehr erkennen konnte.

Die weltumspannende Macht der USA wird jeden Tag geringer. Während China seine Armee und deren globale Stützpunkte schneller ausbaut als jedes andere Land der Erde, müssen über 700 US-Botschaftsangehörige ihren Sitz in Moskau verlassen. Ob die Türkei im NATO-Ernstfall noch zur Verfügung steht, kann nicht mehr sicher sein. In Europa ist der Widerstand gegen militärische Abenteuer gross.

Immobilienmakler sind schlechte Politiker. Sie wollen immer „einen Deal“, ein Geschäft, machen. Von der Eleganz einer wirkungsvollen Diplomatie verstehen weder Constantin noch Berlusconi noch Trump etwas.

Ist Trump gerade deshalb ein Risiko? Nein, denn der Führer Nordkoreas darf nicht unterschätzt werden. Er ist die Fingerpuppe Chinas und sicher auch von Russland sekundiert. Man will der Welt zeigen, dass Trump ein Schreihals ist, dem die Muskeln fehlen. Schade um die USA.

Christian Constantin, der mit seinem Fussball-Club, dem FC Sion, genügend Ärger und Kosten am Hals hat, ist mindestens so klug, nicht Politiker werden zu wollen.

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