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In Europa beginnt der Überlebenskampf

4. August 2017 um 10:23

Europas politische und kulturelle Elite will ihren grössten Urwald in Polen erhalten. Die Polen aber brauchen keine Wisente, sondern Holz. Sie scheren sich weder um den Europäischen Gerichtshof noch um die Empfehlungen der Unesco. Sie holzen ab.

Was sich in Polen abspielt, gilt auch für andere europäische Staaten. Jeder kämpft jetzt nur noch um sein eigenes Wohl. Putin will ein starkes Russland, Erdogan eine starke Türkei, Orban ein starkes Ungarn und Merkel ein starkes Deutschland.

Macron, die italienische Krankheit sehend, bleibt nichts anderes übrig als den Versuch zu wagen, Gerhard Schröders „Agenda 2010“ zu wiederholen. Theresa May, die wenig glückliche Engländerin an der Spitze eines Reststaates, schaukelt durch immer höhere Wellen und beweist, dass sie es nicht kann.

Im Augenblick liegen die Deutschen vorn, aber niemand weiss, was daraus nach der Wiederwahl von Dr. Angela Merkel werden soll. Mit Wolfgang Schäuble hat sie einen der besten Finanzminister seit über 50 Jahren. Wie dieser ersetzt werden soll, weiss niemand.

Dafür haben alle Europäer, die Deutschen aber ganz besonders, die Trump Administration im Nacken: kein Handels mit Russland, mehr Geld für die Armee, Sanierung der deutschen Autobranche, die heute fast so am Boden ist, wie es die Schweizer Banken vor dem Angriff der Amerikaner waren.

Eine geeint vorgehende EU, die ihre Südgrenze gegen Nordafrika und ihre Südostgrenze gegen alle Zuwanderer aus dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten schliesst, wäre ein Zeichen an die ganze Welt, dass die Europäer nicht mit sich spielen lassen.

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