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Der betrogene Wähler: USA und GB

12. Juli 2017 um 8:15

Wie verrückt, fehlgeleitet und betrogen sich die Wähler in den USA und die Stimmbürger in Kleinbritannien vorkommen müssen, zeigen die letzten Wochen.

In den USA haben die Angehörigen der Unterklassen und der Mittelklasse Donald Trump zum Präsidenten gemacht. Dies in der Hoffnung, er werde sie wieder wohlhabend machen wie ihre Eltern und Grosseltern es im letzten Jahrhundert waren. Was wir seit der Trump-Wahl erlebt haben, ist eine immense Bereicherung der Wall Street-Firmen und der Grossaktionäre. Die Amerikaner des „rust belt“, die Landarbeiter in Kalifornien und Illinois, können weiter nur hoffen oder in einer ihrer sci-fi-Kirchen beten. Was Donald Trump, „der Mann des Volkes gegen die Reichen“, in seiner politischen Pipeline hat, wird sie weiter ärmer machen.

Im einstigen Grossbritannien, dem heutigen Kleinbritannien mit England im Zentrum, sind seit der Brexit-Abstimmung vor einem Jahr grosse Teile des Volkes nur ärmer geworden. Die Saläre sind weiter gefallen, die Verschuldung der Haushalte ist gewachsen. Das Volk, das ohne EU-Mitgliedschaft freie Sicht auf das Mittelmeer wollte, ist gecornert. Es liess sich vom Team Farage/Johnson (heute Aussenminister) in eine Falle locken. Theresa May hat ihre innen- wie aussenpolitische Führungsschwäche längst bewiesen.

Zwei einst grosse Völker haben, manipuliert durch die eigenen Volkstribune, die falsche Abkürzung genommen. Ob die Alternativen ihnen Entlastung geboten hätten, darf bezweifelt werden.

Der nächste Chaos-Kandidat ist Italien. Matteo Renzi hat das Land weiter verschuldet. Weder von einem Römer noch einem Mailänder Wunder kann die Rede sein. Das italienische Volk wird immer ärmer. Schon lauert Berlusconi, der heute 80jährige Politclown, auf seine Rückkehr in die grosse politische Arena. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass er „die Masse“ wieder für sich gewinnt.

Derweil sagt Angela Merkel, deutsche Kanzlerin, kurz vor den September-Wahlen: „Bleibt zu Hause und trinkt Euer Bier. Deutschland ist (bei mir) in guten Händen.“ Eine derartige Missachtung des gebildeten Wählers ist mir schon lange nicht mehr in den Ohren gekommen. Es ist diese Haltung, die viele Menschen in die totale Opposition treibt, wie wir dies am G 20-Gipfel in Hamburg erlebt haben.

Wo die bürgerliche Gesellschaft zerfällt, beginnt die Zeit der Chaoten.

Deutschland mag reich sein, aber die Deutschen sind es nicht. Die EU will sich jetzt militärisch und finanzpolitisch stärken, aber für die Bürgerinnen und Bürger Europas bedeutet dies wenig Gutes.

Von Polen über Ungarn bis in die Türkei, in Russland, Weissrussland und der Mongolei hat die Herrschaft der Caudillos begonnen, jener lateinamerikanischen Diktatoren, die wir in Europa verachten.

Und die Schweiz? Wir haben „sieben Zwerge“ (Prof. Rainer Eichenberger) in der Regierung, die putzig wegräumen, was uns nicht gefällt. Wir zahlen hohe Steuern und können sicher noch etwas mehr davon entrichten, damit alles so bleibt, wie es ist.

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