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Das Flüchtlings-Traumazentrum Boldern ist ein labyrinthischer Vorgang

19. Juni 2017 um 12:03

Im Augenblick, wie in Zukunft noch mehr, sind grundsolide Schweizer Gemeinden der Gefahr ausgesetzt, Pleite zu gehen, weil sie die Versorgung der Flüchtlinge aus aller Welt nicht mehr aus dem ordentlichen Haushalt finanzieren können. Der roten Wohlfahrts-Bundesrätin Simonetta Sommaruga ist die ziemlich egal, hält sie es doch für selbstverständlich, dass die Gemeinden die Steuern erhöhen können, um den von ihr mitverursachten Notstand auszugleichen.

Das vor 30 Jahren über Zürich hinaus sehr bekannte Tagungszentrum Boldern, ebenfalls von gesellschaftspolitischer Verantwortung getragen, hat den Anschluss an die Gegenwart seither nicht geschafft. Die Hotelgäste, denen im Garten ein Labyrinth zur Verfügung steht, sollen nach den Wünschen des Trägervereins künftig dort zusammen mit traumatisierten Flüchtlingen ihren Weg suchen. Wer rascher ans Ziel kommt, wird sich zeigen.

Was mich nahezu traumatisiert, ist die Idee aus Boldern, das mangels Erfolg immer noch eine staatlich finanzierte Aufgabe sucht, ein Trauma-Zentrum, für Flüchtlinge zu machen. Die zur Unterstützung aufgerufene Uni Zürich äussert sich auf Anfrage sehr zurückhaltend.

Da ich noch die kriegsversehrten Flüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg und die Flüchtlinge aus Europas Osten, die im Westen aufgenommen wurden, erlebt habe, sehe ich diese armseligen Gestalten an ihren Krücken in abgeschabten Kleidern, die ihnen geschenkt wurden, durch die Strassen hinken. In den Gesichtern oft bare Verzweiflung, weil es in den ersten Jahren nur wenig und meist aus der Blechbüchse zu essen gab. Familien wurden in Turnhallen zusammen gezwängt, mit Leintüchern notdürftig von den Nachbarfamilien abgegrenzt.

Wer jetzt die Flucht in die Schweiz schafft, das ist eine extreme Minderheit der bedrohten Menschen aus aller Welt, darf als Luxusflüchtling bezeichnet werden, ausgestattet mit vielem, was sich einfache Schweizer oft nicht leisten können.

Jetzt sollen in Boldern auch ihre Traumata Behandlung finden; das ist edel. Ich meine jedoch, wieder wollten sich einige Gewinner der Flüchtlingsansiedlung, Sozialarbeiter und Psychologen, ein komfortables Nest schaffen, das vom Staat, d.h. vom Steuerzahler finanziert werden soll.

Dieser labyrinthische Vorgang, wo mühsam ein Ziel auf Kosten der Allgemeinheit gesucht wird, gefällt mir nicht. Was wir endlich brauchen, ist eine glaubwürdige Flüchtlingspolitik, welche die Gemeinden nicht überfordert. Boldern hätte man längst verkaufen oder abreissen müssen. Weil man dies nicht wollte, lebt es als Zombie einer einst stolzen Vergangenheit weiter.

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