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SRF, das Minderheiten-TV

16. Februar 2017 um 15:18

Die USR III-Abstimmung ging aus vielen Gründen verloren; der wichtigste war der strategisch falsche Ansatz von économiesuisse, die Umsetzung mit der Rechtsaussen-Agentur GOAL war mittelalterlich.

Das Schweizer Fernsehen mit seinen meist recht verklemmten Informationssendungen hat auch wenig dazu beigetragen, das Vertrauen in die Ueli Maurer’sche Vorlage zu steigern. Warum? An einem normalen Arbeitstag sehen eine viertel Million Menschen um 19.56 Meteo. Bei der Tagesschau um 19.30 Uhr sind nur noch 200 000 Zuschauer dabei, „Kassensturz“ und „10 vor 10“ bringen weitere Abstürze der Zuschauerzahlen um 10-20%.

Unser Land hat jetzt 8,4 Mio. Einwohner, davon 5,5 Mio. in der Deutschen Schweiz. Minus 25% Ausländer bleiben noch 4,4 Mio. potentielle Zuschauer übrig. Was sind dann 200 000 Zuschauer für die „Tagesschau“? Ein extremes Minderheiten-TV.

Man sollte davon ausgehen, dass unsere Medien mit ihren politischen Info-Sendungen nur noch eine Minderheit erreichen. Es dürfte eine weitgehend gebildete, d.h. ältere Minderheit sein, die sich dann aufsplittert in Stimmbürger und Nicht-Stimmbürger.

Offensichtlich werden wir von einer Minderheit regiert, die zunehmend unter Kontrollverlust leidet.

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