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Tagesarchiv für 14. Februar 2017

„Am Ende bleibt die Liebe“

Dienstag, den 14. Februar 2017 um 10:32

So ein Blödsinn. Die Feierlichkeiten zum Tod des verdienten Berner Dichters und Pastors Kurt Marti, dessen Sohn als „Füdli Marti“ in die Werbegeschichte einging, wurden oft überschrieben mit seinem Wort „Am Ende bleibt die Liebe“.

Meine Erfahrung mit Sterbenden ist es, dass sie keineswegs von „Liebe“ sprechen, sondern erschöpft sind und das Ende herbei sehnen. Dabei spreche ich vom normalen Tod und nicht den vielen Extremfällen, wo Menschen vorzeitig Abschied nehmen müssen. Dort habe ich Widerstand erlebt und unsägliches Staunen darüber, dass es schon zu Ende geht.

Was ist das für eine Liebe, die von Geistlichen und anderen Schöngeistern gepredigt wird? Sie ist ein Schaumteppich, der alles überdecken soll, was ein Leben an Hässlichem geboten hat.

Ob Dalai Lama oder Papst, was die Religionen uns verkaufen, findet nur noch bei über Sechzigjährigen Anklang. Jüngere wissen, was Überlebenskampf bedeutet, alleine schon, wenn sie an die AHV denken. Auch Allah bringt nur Leben oder Tod. Die Liebe ist dort, wie im Hinduismus, nur ein seltener Reflex am Himmel, eine Art Lottogewinn für wenige.

Für die Meisten bleibt am Ende ihres Lebens nur die Aufgabe. War das alles? Ja, das war es. Finis terrae.

 
     
     
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