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Eliten ohne Rückhalt

15. November 2016 um 14:28

Welchen Rückhalt unsere Bundesräte im Volk haben, lassen wir für einen Augenblick auf der Seite. Es gibt bei uns keine vernünftigen Angaben zu diesem Thema – besser so.

Ganz anders in Deutschland. Dort soll Frank-Walter Steinmeier neuer Bundespräsident werden; die Medien beeilen sich, dies zu loben. Sonst gibt es wohl keine Plätze im Staatsflugzeug bei Auslandbesuchen.

Ganz anders das deutsche Volk. Es gibt dem, wie die Medien schreiben, „so beliebten“ amtierenden Aussenminister nur 2,3 von möglichen fünf Pluspunkten für gute Amtsführung. Berauschend ist dies nicht.

Der weltbeste Finanzminister, Wolfgang Schäuble, erhält sogar noch weniger: 1,7 Punkte. Das ist eher ein Signal der Unzufriedenheit mit seiner Sparpolitik.

Angela Merkel, Europas Pol gegen Donald Trump, muss sich mit knappen 1,6 Punkten zufrieden geben. Man könnte sagen, die Deutschen sind mit ihr wenig zufrieden.

Sigmar Gabriel, der SP-Vorsitzende, der sie im Kanzleramt ablösen will, erhält 0,5 Punkte, was jeden weiteren Aufstieg des deutschen Vizekanzlers verbietet. Ausser den Berliner Journalisten weiss niemand, was Gabriel wirklich taugt.

Und Horst Seehofer liegt mit 0,3 Punkten am Schwanz; tiefer geht es fast nimmer. Der Held aus Bayern scheint keinen wirklichen Leistungsnachweis zu haben, meinen mindestens die Deutschen.

Und sonst? Die US-Eliten sind gerade im Ansturm von Donald Trump untergegangen. Wer für Hillary war, hat Millionen vergeudet. Nur einige anarchistische Silicon Valley-Milliardäre, die Donald Trump finanzierten, warten nun auf neue Wunder aus Washington D.C. Die Ostküsten-Elite ist auf jeden Fall blamiert. Taugen die neuen Eliten mehr? Zweifel sind angebracht.

Wie es aussieht, haben es die westlichen Eliten schwer mit ihren Völkern. Die französische Elite hat sicher auf der Spitze des Mont St.Michel Platz und ob Italien überhaupt noch eine Elite hat, darf als fragwürdig gelten. In England zählt sich natürlich Boris Johnson, der amtierende Aussenminister, weiterhin zur Elite. Ob sein trumpesker Auftritt dies rechtfertigt?

Zurück zur Schweiz: Nach Höhenmetern berechnet, dürfte keiner unserer Bundesräte ein echter Dreitausender sein. Hoffen dürfen wir, denn die Alpen heben sich zwei Millimeter im Jahr, einer davon erodiert sofort – ganz wie im politischen Bern.

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