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Die Katholiken wetzen die Messer

24. Oktober 2016 um 11:55

Jetzt wird es ernst: Im kommenden Frühjahr tritt Bischof Vitus Huonder in Chur zurück; im Herbst sollte über seinen Nachfolger entschieden werden.

Die zwei renommiertesten Kandidaten haben nach guter Schweizer Sitte wohl die geringsten Chancen: Generalvikar Martin Grichting wird von seinen Gegnern als „zu jung“ bezeichnet. Seine stets brillant begründete und damit glaubwürdige konservative Linie gilt den gesellschaftlich motivierten sozialen Weichspülern des Bistums wenig. Alt Abt Martin Werlen, der nach 12 Jahren ebenso brillanter Führung des Klosters Einsiedeln, als Benediktinermönch freiwillig wieder ins Glied zurückgetreten ist, würde von den Zürcher Katholiken sofort gewählt, gilt aber in Rom als zu modernistisch.

Derweil zerfallen die Kirchgemeinden und die Zahl wirklich guter Pfarrer und Prediger geht rascher zurück als der Aletsch Gletscher. Die überhitzten Glaubenskämpfe engagierter Weniger interessieren die verbliebenen Gläubigen, die sich mehr auf die Bibel und Jesus Christus berufen als auf die vatikanische Kirchenverwaltung, nur am Rande. Der Glaubens-Service der Kirche lässt nach.

Im Vordergrund stehen wohl weniger „der wahre Glaube“ als die Karriereziele ehrgeiziger Kirchenoberer, die vor dem Hintergrund der richtigen Auslegung ihre privaten Ziele verfolgen. To follow.

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