Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 21. Oktober 2016

Nestlé wohin?

Freitag, den 21. Oktober 2016 um 15:00

Mit Paul Bulcke ist auch die Aera von Peter Brabeck-Letmathé bei Nestlé vorbei. Das Erbe von Helmut Maucher, der vor 40 Jahren den serbelnden Nestlé Konzern vor dem Zugriff amerikanischer Konzerne rettete, ist verbraucht. Nestlé, eine der grossen Schweizer Weltmarken, stagniert seit drei Jahren, weil viel Wechsel keinen echten Wandel bewirkte. Zeit für neue Gesichter.

Wünschbar ist es, dass Ulf Mark Schneider, der von Fresenius kommende neue CEO des Viviser Weltkonzerns, eine Richtung vorgibt, die wieder Wachstum bedeutet. Ganz offensichtlich hat Paul Bulcke sogar innerhalb des Konzerns die Kontrolle verloren, gab es doch in seiner Zeit zu viele Skandale in Indien, Japan und China. Derlei verträgt nicht einmal der als grundsolide geltende Nestlé Konzern.

Peter Brabeck-Letmathé, reich gewordener Glacé-Verkäufer aus Nestlés lateinamerikanischem Reich, kann mit sich zufrieden sein. Er, der im Wallis bedeutende Investitionen vorgenommen hat, wird ex Riederalp über die Hochalpen fliegen. Die personellen Weichen neu gestellt zu haben, genügt ihm. Altpräsident Helmut Maucher hat vom hessischen Kronberg aus längst seinen Segen gegeben.

Den seit drei Jahren nicht verwöhnten Aktionären bleibt nur die Hoffnung. Ihre Titanic Nestlé dümpelt auf dem Ozean des Weltmarktes. Hoffen wir, dass sie bald wieder Fahrt aufnimmt.

Steuergeld für Banken-Promotion

Freitag, den 21. Oktober 2016 um 11:37

Als unsere Gross- und Privatbanken noch reich waren, haben sie Millionenpartys in Tokio, New York City und Monaco veranstaltet. Zur Gewinnung neuer Kunden wurde an Aufwand und Geschenken nicht gespart.

Jetzt übernimmt Finanzminister Ueli Maurer diese Aufgabe. Die Finanzplatz-Promotion wird jetzt Staatsaufgabe, ganz wie es die Bauern sind, der Tourismus oder die Schoggi-Produzenten.

Unternehmen der Privatwirtschaft, die dem Neo-Neoliberalismus verpflichtet sind, wie NZZ-Chefredaktor Eric Gujer dies verlangt, müssen die Märkte aus eigener Kraft erobern, sagt die ökonomische Theorie. Dies gilt so wenig für die grossen Schweizer Banken wie für Microsoft, Apple oder Facebook. Letztere sind aus den Forschungsfonds der US-Army in Stanford und am MIT hervor gegangen.

Warum soll die Schweiz ihre Steuermilliarden, die im Überfluss fliessen, nicht in Wirtschaftsförderung anlegen? Die Westschweizer Kantone und die Berner Ratslinke drängen ohnehin auf Aufhebung der Schuldenbremse. Wir sind offensichtlich sehr reich, vielleicht zu reich geworden, weshalb der Ruf nach dem Staat oft die beste Einnahmequelle ist.

Ist das Wirtschaftspolitik? Ja, Staatswirtschaftspolitik.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog