Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 23. September 2016

Was soll der Jammer? – Wir sind die Reichsten

Freitag, den 23. September 2016 um 16:13

 

Man meint, die Schweiz stehe vor dem Untergang und grosse Teile des Schweizer Volks würden demnächst in Armut versinken, hört man die politischen Debatten in Bern. „AHV plus“, sagt der 80jährige Rentner auf seinem Velo, „nehme ich auf jeden Fall. Was interessiert mich die Zukunft?“ Unsere Jüngeren zahlen mehr denn je in Rentenfonds ein, weil sie von der Angst gejagt werden, die AHV sei für sie nicht mehr erreichbar. Meine Nachbarswitwe sitzt auf einem zweistelligen Millionenvermögen und rückt keinen Rappen heraus, weil sie Angst hat, sie könne den unvermeidlich kommenden Heimaufenthalt nicht mehr bezahlen.

Die aus Westafrika stammenden Jungrentner an der Zolliker Seeküste, wie Christoph Mörgeli und die „Weltwoche“ sie entdeckt haben, sollen nun von freiwilligen Schweizern bedient werden, welche die Tische mit drei Essen täglich auf- und abdecken. „Wer bedient mich?“, fragen die Alt-Singles in ihren Häusern und grossen Wohnungen. Sie fluchen auf Simonetta Sommaruga und die Berner Politik.

Wie aber geht es uns wirklich? Der deutsche Allianz-Konzern hat in seinem „Global Wealth Report“ soeben festgestellt, dass wir Schweizer die reichsten Menschen auf diesem Globus geblieben sind. Jeder Schweizer hat danach ein Netto-Geldvermögen von Euro 170 590.–, das sind fast 190 000 Franken pro Kopf. Die US-Amerikaner liegen gut fünf Prozent hinter uns, auf Platz 3 die Engländer mit 103 000 Franken pro Kopf schon abgeschlagen. Den Rest der Welt können wir vergessen, auch die Deutschen sind weit zurück, noch mehr die Chinesen und Inder, die sich laufend bei uns einkaufen.

Natürlich heisst nicht jeder Schweizer Blocher, Oeri, Hofmann oder Spuhler, um einige unserer Milliardäre zu nennen. Solche seltenen Spezies individuellen Wohlstands gibt es in jedem Land; sie sind unvermeidlich.

Ich denke, dass wir auch viele arme Menschen haben, noch mehr aber jene, die Finanzmittel weit über ihre Verdienste und Fähigkeiten hinaus nutzen können. Die Welt ist ungerecht, aber in der Schweiz doch ein wenig gerechter als andernorts.

Dazu haben wir ein wunderschönes Land, das jetzt, im Herbst, zu geniessen, ich nur empfehlen kann. Das gilt für reich und arm.

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog