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Der Abzug der FIFA aus der Schweiz hat begonnen

14. September 2016 um 17:07

Die Fussball-Gala „Ballon d’Or“ wird im kommenden Jahr nicht mehr in Zürich stattfinden. Die Übernahme des Weltfussballs durch die Angelsachsen ist längst im Gange. Was Sepp Blatter als Spielführer der FIFA nie zugelassen hätte, ist Gianni Infantino, seinem Nachfolger, missglückt. Wer das grösste Fussballfest der Welt künftig sehen will, muss nach London reisen.

Die FIFA ist einer der dicksten Fische, den die US-Anwälte unter Leitung der amtierenden US-Justizministerin Loretta Lynch in Europa geangelt haben. Seit über einem Jahr wird die FIFA porentief von diesen Anwälten kontrolliert. Dabei wird nicht nur die Vergangenheit des Weltfussball-Verbandes abgeklärt, sondern auch seine Zukunft bestimmt.

Sepp Blatters Ballabgabe an Michel Platini ist kolossal missglückt. Es hätte nicht so schlimm herauskommen müssen, wären die beiden Fussball-Supermanager eher intelligenter gewesen als noch reicher geworden. Sie hatten beide in der eigenen Verbandsmannschaft (FIFA und UEFA) nicht jene Talente engagiert, die der Weltfussball gebraucht hätte.

Aber auch die Schweiz und Zürich haben sich ungeschickt angestellt. Sepp Blatter wird heute nach seiner letzten Verurteilung durch die von ihm geschaffene Ethik-Kommission nur noch vorgeworfen, er habe Michel Platini „ein unangemessenes Geschenk“ gemacht. Reicht dies aus, um zwei Weltkarrieren zu beenden? Sicher nicht.

Der „Ballon d’Or“ ist weg aus Zürich; die Weltmedien haben keinen Grund mehr, aus der Limmatstadt zu berichten. Die FIFA abzureissen, wird etwas länger dauern, aber der Umzug wird kommen. Zuletzt bleibt Zürich noch das FIFA-Museum, auch ein Werk des Wallisers, der jetzt durch die Provinz tingelt. Schade, ein kleiner Weltuntergang für die Schweiz.

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