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Yves Rossier gestürzt, Burkhalter gefordert

22. August 2016 um 11:43

Der Abgang von Staatssekretär Yves Rossier aus dem Aussendepartement, das er hätte leiten müssen, kam eigentlich zu spät. Diese Art politischer Rosstäuscherei, wie sie von Bundesrat Didier Burkhalter zu lange geduldet wurde, wirft auch ein Licht auf den FDP-Magistraten, dem Überforderung vorzuwerfen, wahrscheinlich nicht ganz falsch ist.

Wie Didier Burkhalter Rossiers Abgang kommentierte, lässt wenig hoffen. Er hat in dem welschen Traumtänzer „den Virus des Internationalen“ entdeckt. Während ich den Zika-Virus für real halte, kann ich Burkhalters medizinische Entdeckung in Rossiers Inneren nur bestaunen. Er meinte damit sicher, Rossier tauge nicht für einen Inland-Job und man sende ihn am besten in die Wüste. „Menschliche Qualitäten“ solle der schwer Getroffene auch haben, was mich nicht überrascht. Burkhalter verzichtete allerdings darauf, diese genauer zu bezeichnen. Offensichtlich wollte er ihm keine diplomatischen Qualitäten attestieren, weshalb Buenos Aires wieder an die Spitze rückt, wo Carla del Ponte schon einmal ihre Erholung betreiben durfte.

Was aus Didier Burkhalter wird, ist damit nicht beantwortet. Wer will Staatssekretär unter einem derartigen Chef werden? Oder plant Didier Burkhalter, dem man einen Job in der UNO verweigerte, schon wieder, zum zweiten Mal, eine Rochade im Bundesrat auslösen?

Die Personenfreizügigkeit werden wir auf die lange Bank schieben müssen bis Brüssel entschieden hat, wie es Kleinbritannien behandeln will. Das Thema der Unterstellung der Schweiz unter den Europäischen Gerichtshof (EuGH) ist mit Rossiers Abgang wohl beendet. Wie wir mit dem Brexit-England zurechtkommen, verlangt einige grosse Geister in Bern.

Die FDP muss sich Sorgen machen, ob Didier Burkhalter, olympisch gesprochen, seinen Imagevorsprung vor Johannes Schneider-Ammann halten kann oder beide demnächst einmal in den Orkus fallen. Einige prominente FDP-Politiker/-innen hätten sicher nichts dagegen, die bestehenden Qualitätslücken zu füllen.

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