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Preis für Mediendummheit Nr. 1

12. August 2016 um 14:35

Wie viele andere Medienkonsumenten auch, ärgere ich mich täglich mehrfach über Artikel und Kommentare, die einfach nicht stimmen.

Erster Träger des Preises für Mediendummheit ist Richard C. Schneider, Leiter des ARD-Studios für Südeuropa in Rom. Im jüdischen Wochenmagazin „tachles“ Nr. 32/16 nennt er „die grossen Vereinfacher“ unter Europas Parteien AfD, SVP und FPÖ. Das ist insofern bemerkenswert, als sonst kaum ein europäischer Journalist die Schweizerische Volkspartei auf die Ebene von AfD und FPÖ gesetzt hat. Dann deutet er an, die SVP könne, wie andere auch, einen nationalen „Trump“ hervorbringen.

Trump ist ein Immobilienspekulant, der sehr erfolgreich das US-Prekariat aktiviert hat. Er hat die einfache Intelligenz von Menschen, die als Dealer geboren sind. Wer wäre dies bei der SVP? Christoph Blocher ist jetzt zu alt, um die Schweiz à la Trump zu revolutionieren; vielleicht wäre er politisch weiter gekommen, wäre er weniger intelligent. Walter Frey, sein Parteifinanzchef, Multimilliardär wie Blocher, hatte vor 30 Jahren als SVP-Nationalrat Ansätze zu politischem Missionarstum, trat dann aber mangels Erfolg ins Glied zurück. Albert Rösti, der amtierende Parteipräsident, ist zu lieb, um zu ehrgeizig zu sein. Er ist ebenso wenig „Trump“ wie „Weltwoche“-Verleger Roger Köppel, dessen Intelligenz von niemand bestritten wird. Am nächsten kommt dem „Trump“-Profil der Zürcher SVP-Nationalrat Thomas Matter, der aber auf dem Niveau des Kleinbankers stehen geblieben ist.

Nein, die SVP ist zu schweizerisch-bieder-anständig, um mit den US-Republicans verglichen zu werden. Sie ist kein Nährboden für einen „Trump“ und auf keinen Fall mit dem verlorenen Haufen der deutschen AfP und den verzweifelten Truppen der FPÖ zu vergleichen. Unter Christoph Blocher, heute noch Chefstratege, herrschte meist militärische Disziplin.

Deshalb erhält Richard C. Schneider, Autor von „tachles“ den ersten Preis für Mediendummheit. Tachles hat er nicht geschrieben.

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