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Zu enge Sicht ist tödlich

10. März 2016 um 15:42

Die Meuterei der französischen Gewerkschaften in Sachen Arbeitsrechtsreform gegen Präsident François Hollande erinnert mich an die Metzgerinnung in Antwerpen. Als die spanischen Truppen die reiche Handelsstadt angriffen und letztlich einnahmen, fielen ihnen reiches Weideland und fast 20 000 Rinder und Ochsen in die Hände. Wenige Wochen zuvor hatten sich die Metzger geweigert, die schützenden Dämme zu brechen, um die Spanier einfach wegzuspülen. Sie wollten nicht ihre Ochsen opfern, die dann die spanischen Truppen ernährten.

Die französischen Gewerkschaften verspielen mit ihren Streiks für die 35 Stunden-Woche und gegen die Aufhebung des Kündigungsschutzes die Zukunft des ohnehin geschwächten Industrielandes Frankreich. Wer nicht zu Opfern bereit ist, wie die Deutschen mit der Schröder’schen Agenda 2010, zwingt sein Land in neue grosse Niederlagen.

Wie Kurt W. Zimmermann in der neuen „Weltwoche“ schreibt, tragen die Schweizer Verleger selbst Schuld an ihrer Niederlage gegen das Marketingkonstrukt Swisscom-SRG-Ringier. In Bern hatte man ihnen jahrelang angeboten, selbst aktiv zu werden. Wer aber, wie die Metzger in Antwerpen, über den Rand seiner eigenen Wiese nicht hinauszuschauen vermag, wird früher oder später untergehen.

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