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Joseph Deiss im Abseits

15. Januar 2016 um 14:10

„Herr Deiss wird sich zunächst nicht äussern können“, heisst es aus der Zentrale von General Electric in Deutschland. Gemeint ist unser alt CVP-Bundesrat Joseph Deiss, der als VR-Präsident von Alsthom in der Schweiz in der Region Baden 1 300 Arbeitsplätze abbauen muss.

Selten deutlich wird daraus erkennbar, wie machtlos Schweizer VR-Präsidenten ausländischer Konzerne sind. Sie sind die Aushängeschilder ihrer mächtigen Aktionäre, seien diese aus den USA, Ägypten, den arabischen Emiraten oder, neuerdings, aus China. Dem Schweizer Volk wird der Eindruck vermittelt, Schweizer Topmanager- oder Politikstars hätten in diesen Firmen etwas zu sagen. Der im Abseits stehende Joseph Deiss zeigt mir aller Klarheit, wie sehr er für ein anständiges Honorar als Beigabe zur Bundesrats-Rente käuflich geworden ist. Als Familienpolitiker der CVP diskreditiert er gleichzeitig seine Partei; er kann sich damit die trösten, in dieser Taglöhner-Klasse nicht der Einzige zu sein.

Die Aargauer Politiker flattern wie aufgescheuchte Spatzen durch die Öffentlichkeit. Der Badener FDP-neu-Nationalrat Thierry Burkart sagt pflichtgemäss „Ich war schockiert.“ SP-Star, Ständerätin Pascale Bruderer, kann für ihr Aargauer Wahlvolk auch wenig tun und sagt: „…macht mich sehr betroffen“, will aber mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sprechen, von dem wir schon heute wissen, dass er auch nichts tun kann.

Ergo: Die Schweiz hat die Kontrolle über ihre grössten Konzerne längst verloren. Einige Politiker, Anwälte und Manager, verdienen damit als Aushängeschilder noch gutes Geld.

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