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Warum Peter Brabeck die Rätsel der Zukunft löst

16. November 2015 um 16:00

Was die Zukunft der Menschen in Europa angeht, hören wir zu viel auf unsere Politiker, die meist nicht mehr wissen, als wir selbst. Wir lesen dicke Bücher von Schweizer, deutschen und angelsächsischen Wissenschaftlern. Täglich wühlen wir uns lesend durch die „Neue Zürcher Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine“, die „Financial Times“ und „Le Monde“, durch „Foreign Affairs“ und den „Spiegel“. Unsere Verwirrung steigt ins Grenzenlose. Was wird wirklich geschehen?

Dazu genügt die Lektüre des „SonntagsBlick“ vom 15.November 2015, wo Peter Hossli, ein erfahrener Journalist, Peter Brabeck-Letmathé, den VR-Präsidenten des Nestlé-Konzerns, interviewt. Brabeck weiss es und Brabeck sagt es. Es ist die Wahrheit, eine zugegebenermassen schreckliche für viele, aber Brabeck, der ein charmanter Österreicher ist, war dies so wenig bewusst wie seinem Interviewer, Peter Hossli, weshalb ich den Kern dessen, was einer der bedeutendsten Industriellen der Welt aussagt, zusammen fasse.

Auf die Frage, ob E-Commerce Arbeitsplätze kostet, antwortet Brabeck: „Wir erleben die vierte industrielle Revolution, in der Wirtschaftswachstum ohne neue Jobs entsteht. Das birgt soziale Spannungen.“ Die Folgefrage „Beschäftigt Sie das Flüchtlingsproblem?“ beantwortet Brabeck mit den Worten „Es ist doch besser und wichtiger, 500 000 Menschen in einer Notsituation zu helfen, als noch eine Schönheitsreparatur vorzunehmen, die keiner braucht. Wenn die dann später Grundnahrungsmittel kaufen und an unserem Konsum teilhaben, umso besser.“ Nestlé ist Hersteller solcher Konsumgüter für Menschen, Hunde und Katzen.

Brabeck kündigt „eine riesige Herausforderung“ an uns Europäer an, weil die Menschen aus Westafrika in den Norden wandern würden, und sagt: „Wir können noch so viele Zäune bauen, das nützt nichts. Die sozialen Spannungen müssen wir aushalten können.“

Wenn dieser Blogtext Ihnen jetzt schon langweilig wird, sollten Sie durchhalten, denn das Schönste kommt erst.

Brabeck beschreibt, geführt von Peter Hossli, im „SonntagsBlick“, wie er sich seine Zukunft, die eines mehrhundertfachen Millionärs, vorstellt: „Ich bin Präsident der Formel-1-AG.“ (Anm.: Wo Rennautos immer um Kurven fahren). Meine Lieblingsbeschäftigungen sind die Gletscherfliegerei oder das Helikopterfliegen.“    Er freut sich auch sehr auf seinen neuen PC-24-Jet, mit dem er „auch ein bisschen in der Welt herumfliegen wird“. Brabeck will auch mehr auf die Riederalp im Oberwallis kommen, wo er die Hotels seiner Freunde Art und Andreas Furrer seit Jahren sehr attraktiv ausbaut. Eine Kaviarfarm im Mittelwallis rundet das Brabeck’sche Leben ab.

So weit, so gut, aber was können wir daraus lernen? Die normalen Menschen müssen gleich zweimal soziale Spannungen auszuhalten lernen: Sie haben keine dauerhaften Arbeitsplätze mehr und müssen dem Druck der zuwandernden Afrikaner standhalten. Die Mittelklasse braucht auch keine Schönheitsoperationen mehr; am besten ist für sie, sich vor den Fernseher zu setzen und die Formel 1-Rennen zu betrachten, um Brabecks wie Bernie Ecclestones Werbeeinnahmen zu steigern. Dazu können sie den Kaviar aus dem Hause Brabeck schlürfen. Dieser fliegt derweil mit dem Heli über die Walliser und Berner Alpen, um einfachen Chaletbewohnern etwas Unterhaltung zu bieten. Mit seinem neuen PC-24-Jet entkommt er leicht jener traurigen Wirklichkeit, der sich der Rest des Volkes zu stellen hat.

Fragen Sie sich nicht mehr, wie die Zukunft aussehen wird. Genauso, wie der Nachfolger von Heinrich Nestler und Helmut Maucher sie beschreibt, wird es werden. Schlimmer noch, so ist es bereits.

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