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Monatsarchiv für September 2015

Taugen Energie-Manager etwas?

Freitag, den 25. September 2015 um 15:05

Taugen Energie-Manager etwas?

Zusammen mit dem deutschen Siemens- und dem französischen Total-Konzern sind wir alle voller Hoffnung, gestützt von hohen staatlichen Subventionen, in die Sahara nach Nordafrika gestürmt, um dort flächendeckend Solaranlagen zu bauen, die ihre Energie über das Mittelmeer in Westeuropa einspeisen. Welche Fehlkalkulation! Schon die Probeanlagen liefen nicht, die Solarpanels wurden von Wüstenwind und Wüstensand in kürzester Frist abgerieben und dann? Dann kam die Rosen-Revolution in Nordafrika, angezettelt von den US-Amerikanern, den Engländern und den Franzosen. Nordafrika brach zusammen und mit ihm der Traum vom billigen Wüstenstrom.

Neues Spiel: Alle rennen in die USA und Kanada, um mit Milliarden Shale-Öl und –Gas zu gewinnen. Ganze Regionen, Städte und Gemeinden, wertvolles Naturland, werden zerstört. US-Regierung und US-Wirtschaft jubeln: Wir brauchen das teure Ausland-Öl nicht mehr; wir sind wieder reich. Total, wo eine Schweizerin, Barbara Kux aus Küsnacht, im Verwaltungsrat sitzt, reicht den Braten zuerst und schliesst die Shale-Produktion. Seit die Saudis die Ölpreise nach unten getrieben haben, lohnt sich der Aufwand nicht mehr. In den nächsten zwölf Monaten werden auch die anderen Shale-Abenteurer , vor allem amerikanische Firmen, diese Übung abbrechen. Milliardenverluste sind bereits eingerechnet.

Bundesrätin Doris Leuthard und mit ihr viele Parlamentarier, vor allem die Linksgrünen, haben nach Fukushima den Schweizer Energiemarkt auf den Kopf gestellt. Der Schweizer Bürger zahlt seit Jahren und, so will es die CVP-Magistratin, in den kommenden dreissig Jahren, riesige Subventionen an die grüne Energiefront, die sich damit goldene Nasen verdient. Weil wir deshalb immer weniger eigene Energie produzieren, kaufen wir sie im Ausland ein.

Bundesrätin Doris Leuthard und ihre Mitstreiter werden längst ihre hohen Pensionen verzehren, wenn das Schweizer Volk erleben wird, ob dieses Energie-Experiment, das aus seiner privaten Kasse finanziert wird, besser funktioniert als die anderen.

 

Vom Wandel zur Apotheose?

Donnerstag, den 24. September 2015 um 13:48

Vom Wandel zur Apotheose?

Weil sich in unserem Land vor den Herbstwahlen ohnehin alles überschlägt und viele nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht, tut es gut, sich den untergründigen Strömungen hinzuwenden, die mehr bestimmen, als es die öffentlichen Medien wahrnehmen wollen.

Womit niemand gerechnet hat: Das „Magazin“ des „Tagesanzeiger“, geführt vom sensiblen Bündner Finn Canonica, hat in der Ausgabe 35/2015 einen längeren Artikel des Berner Schriftstellers E.Y. Meyer publiziert, worin er ein Gemälde Albert Ankers und ein Foto von Friedrich Dürrenmatt analysiert. E.Y. Meyer ist der volle Kontrast zu den vier Kandidatinnen für den Schweizer Buchpreis 2015, der in Kürze wieder vergeben wird; am ehesten nähert sich die Langsam-Schreiberin Ruth Schweikert sprachlich dem 2011 für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagenen Schweizer Grossschriftsteller.

Noch erstaunlicher: Meyers „Magazin“-Artikel löst eine Fülle positiver Reaktionen im ganzen Land aus. Es melden sich aus allen Landesteilen sonst schweigsame Menschen zu Wort, die sich in ihm besser erkennen als in der Neu-Literatur des 21. Jahrhunderts.

Was bietet E.Y. Meyer? Seine beiden letzten Bücher sind bei Stämpfli in Bern erschienen. Sie heissen „Wandlung“ und „Apotheose“ und müssen, um verständlich zu werden, hintereinander gelesen werden. Meyer zeigt, wie die Schweiz sich wandelt und die Menschen den Aufstieg zur Apotheose suchen. Damit ist der Autor hoch aktuell.

Die Schweiz erlebt einen von vielen als dramatisch empfundenen Wandel, aber gelingt auch die Apotheose, die uneinholbare Vergöttlichung von Menschen, die alles erreicht haben?

Soeben wurde im Nationalrat die Initiative für ein Grundeinkommen für jeden Schweizer abgeschmettert. Für die Antrag stellenden Basler wäre es die perfekte Apotheose, wenn jeder Schweizer, ohne zu arbeiten, gut 2000 Franken netto im Monat vom Staat und Steuerzahler beziehen könnte. Reizvoll ist es, dass hinter der Initiative eine Basler Milliardärin steht, Beatrice Oeri, deren Urgrossvater den Weltkonzern Hoffmann-LaRoche gegründet hat. Sie unterstützt auch die in Dornach bei Basel ansässigen Anthroposophen der Rudolf Steiner-Bewegung, die eine Apotheose eigener Art betreiben.

Der Traum der Schweiz, dem Himmel nahe zu sein, wird von Eindringlingen jäh gestört. Nahe beim Volk sind es die Zuwanderer aus dem Nahen Osten und Afrika, welche die Schweizer Apotheose miterleben möchten. „Sie klopfen nicht an, sondern schlagen die Tür ein“, sagt Victor Orban, der sich belagert fühlende Präsident Ungarns. Weiter oben ist es US-Justizministerin Loretta Lynch, die ein Jahr vor ihrer sicheren Abwahl den in Zürich ansässigen Weltfussballverband FIFA in die Knie zwingen will, wo als Präsident der Walliser Joseph („Sepp“) Blatter die Festung verteidigt. Lynch, ob der knochentrockenen Schweizer Verteidigung leicht unzufrieden, hat sich nun auf den deutschen Volkswagen-Konzern gestürzt.

Vom Wandel zur Apotheose – ob unserem Land das Kunststück gelingt? Wer sich nicht festlegen will, kann mindestens bestätigen: „Wir sind unterwegs.“

 

Die merkwürdige Welt der Katholiken

Mittwoch, den 9. September 2015 um 15:46

Die merkwürdige Welt der Katholiken

Natürlich liebe ich unsere Barockkirchen mit jenen fast nackten Engeln, die sich in einem rosa- und resedafarbenen Raum dehnen und strecken. Der Kontrast zu Christus am Kreuz könnte kaum grösser sein.

Der Barock, das wird gerne vergessen, war das Signal der römisch-katholischen Kirche nach der Niederlage durch Martin Luther, dass sie mit aller Pracht wieder zurück zu den Gläubigen und diese beeindrucken wollte.

Wenn Weihbischof Marian Eleganti seinen Vorgesetzten, Bischof Vitus Huonder, gegen die Schweizer Medien und deren Artikel verteidigen will, dann sagt er: „Im Hochmittelalter musste man zuerst die gegnerische Ansicht wiedergeben, sich dann beim Gegner erkundigen, ob man ihn richtig verstanden hat, dann Aspekte der Wahrheit in seiner Ansicht so weit als möglich würdigen, erst dann durfte er mit Argumenten bekämpft werden, wo er nach der eigenen Meinung irrte.“

Wie weit die Bistumsleitung in Chur von der Realität des 21. Jahrhunderts entfernt ist, zeigt diese Aussage. Kaum ein junger Journalist weiss noch, wann das Hochmittelalter stattgefunden hat und schon gar nicht, welche Regeln damals galten.

Die Medienarbeit des Bistums ist schon deshalb eine Katastrophe, weil man offensichtlich an der Spitze nicht wahrgenommen hat, mit welcher zeitlichen Beschleunigung heute gearbeitet wird. Das Ergebnis ist unübersehbar: Bischof Vitus Huonder ist zur Unperson geworden; er denkt in Jahrtausenden, die Medien in Minuten.

Aus Frankreich erreicht uns die Nachricht, dass die Bürgermeister streng katholischer Gemeinden nur christliche Flüchtlinge aus dem Nahen Osten aufnehmen möchten. Das hat in unserem Nachbarland einen Proteststurm ausgelöst. Unser Basler Bischof Felix Gmür will an seinem Sitz, Schloss Steinbrugg, jedoch auch nur christliche Flüchtlinge aufnehmen, meint er doch, Moslems könnten sich an den vielen christlichen Zeugnissen in seinem Bischofsschloss stören.

Sein von christlicher Liebe strahlendes Gesicht gilt also nur uns Christen. Moslems können sich bei uns nicht wohl fühlen, sind wir doch so anders.

Mindestens die römisch-katholische Kirche der Schweiz ist wirklich „so anders“. Die Jugend will von dieser verzerrten Welt kaum mehr etwas wissen. Ich sehe in den Kirchen fast nur noch alte Menschen und die Bänke leeren sich von Jahr zu Jahr erschreckend rasch. In einer Generation schon werden die meisten Katholiken in Afrika südlich der Sahara leben, tanzen und beten. Wir europäischen Gespenster werden ihnen kaum mehr etwas zu bieten haben.

„Ohlala“, der Zirkus kommt

Mittwoch, den 9. September 2015 um 13:50

„Ohlala“, der Zirkus kommt

Wenn am 22. September Gregory Knie mit seinem Zirkus „Ohlala“ auf dem Flughafengelände in Dübendorf die Herbst-/Wintersaison eröffnet, wird sein Vater Rolf Knie nicht im Zuschauerraum sitzen. Der bekannte Schweizer Künstler, der soeben ein exzellentes Portrait von FIFA-Präsident Sepp Blatter abgeliefert hat, ist damit beschäftigt, Anfang Oktober in St. Gallenkappel auf 800 Qudratmetern seine neue Galerie zu eröffnen. Dort heisst es „Zurück zu den Anfängen“ mit Zirkusbildern von Rolf Knie.

Man sollte die Knie’s, das Schweizer Pendant zur britischen Königsfamilie, ohnehin nicht unterschätzen. Gerüchte sagen, der am Opernhaus gelegene Zürcher Bellevue-Platz, der grösste öffentliche Platz der Schweiz, sei ohnehin nur deshalb ausgebaut worden, damit das Zirkuszelt der Familie Knie richtig zur Geltung kommt.

In aller Stille hat Rolf Knie die alleinige Verantwortung für seine beiden Zirkusunternehmen „Ohlala“ und „Salto Natale“ an Sohn Gregory abgegeben. Er ist es, der die Artisten auswählt und dem Programm ein Gesicht gibt.

Damit ist das Problem des Knie-Clans genannt: Der älteren Generation mit Fredy jun., Franco und Rolf, die alle ihre eigenen Hobbies und Prioritäten haben, folgen sechs Nachfolger. Das bedeutet, mit deren Ehepartnern, 14 mögliche Thronfolger mit dem Namen Knie. Gregory, Sohn von Rolf, hat es als Erster geschafft, in die Nachfolge verantwortlich einzurücken.

Wieviel Knie braucht die Schweiz? Ganz offensichtlich muss im Familienzirkus immer mehr und besser gearbeitet werden, um den rasch wachsenden Clan standesgemäss unterhalten zu können. Wie „Ohlala“ und „Salto Natale“ geschaffen wurden, um mit neuer Kreativität auf die Wünsche der Zirkusgäste einzugehen, zieht nun der Nationalcircus nach: Mit den Elefanten sind die letzten Grosstiere in der Manege abgeschafft. Der Zauber der Manege verlagert sich mehr denn je hin zu einer Regie, die burleske Effekte in den Vordergrund stellt.

Rolf Knie hält es nicht für ausgeschlossen, alle Kompetenzen, die in der Familie zu finden sind, wieder zu bündeln. Ob die „alten“ Knies dies noch anpacken werden oder erst die Jungen, das wird sich zeigen.

Staatssozialismus nach Berner Art

Mittwoch, den 9. September 2015 um 9:20

Staatssozialismus nach Berner Art

Täglich überweisen die reichen Kantone der Schweiz dem Schwesterkanton Bern über drei Millionen Franken, damit dieser seine überteuerte Infrastruktur finanzieren kann. Bern selber war einmal die reichste Stadt nördlich der Alpen, wovon heute nur noch die Museen Zeugnis ablegen, in denen das „prächtige Bern“ gefeiert wird.

Was ist mit den Bernern los? Die kritische Situation ist leicht zu erklären: Von 620 000 Beschäftigten im Kanton Bern sind über 200 000 direkt beim Staat beschäftigt, sei es in der Öffentlichen Verwaltung und dem Bildungswesen ( 80 000), den Ressorts Gesundheit und Soziales (90 000) oder der Land- und Forstwirtschaft, die ohne Staat nicht überlebensfähig wäre (ca. 35 000).

Die staatsnahen Firmen, wie SRG, SBB, Swisscom, Post, sind darin nicht einmal enthalten. Sie laufen unter Industrie und Kommunikation, d.h. weitere 100 000 sehr staatsnahe Mitarbeiter.

Damit sind die Hälfte aller Einwohner des Kantons Bern beim Staat beschäftigt. Sie leben mehrheitlich auf des Steuerzahlers Kosten, die Bundesangestellten mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 120 000.—Franken.

Ich kann es den Innerschweizer Kantonen nicht übel nehmen, wenn sie diese Abzocke auf Kosten der Tüchtigen und Weitsichtigen nicht mehr hinnehmen wollen. Vom alternden Schweizer Volk dürfen sie allerdings nicht mit grosser Unterstützung rechnen. Für dieses bedeutet der Staat Rettung vor den kapitalistischen Firmen, die ihre Mitarbeiter aussaugen. „Dann lieber gleich zum Staat….“, sagen nicht nur die Romands.

 
     
     
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