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Tagesarchiv für 27. Juli 2015

Erfolg für die NZZ

Montag, den 27. Juli 2015 um 9:39

Natürlich zittern viele bestandene Zürcher um die „Neue Zürcher Zeitung“. Der VR-Präsident ist nach seiner katastrophalen Chefredaktoren-Suche wieder in Deckung gegangen. Chefredaktor Eric Gujer, der erwartet-unerwartet zu Ehren gekommen ist, macht intern enorm Tempo; auch sein Auslandteil wird seit Monaten laufend besser. Seine Beziehungen zu den Geheimdiensten bilden, was nicht erstaunlich ist, einen Schatten, aber dies muss der geneigte Leser hinnehmen.

Jetzt hat die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die beste Tageszeitung unseres Nachbarlandes, in einem eigenen Elite-Panel festgestellt, dass sie mit weitem Abstand als besonders vertrauenswürdig vor allen anderen deutschen Publikationen an der Spitze liegt. Doch haben immerhin sechs Prozent der deutschen Elite die „Neue Zürcher Zeitung“ als einzige Auslandzeitung ebenfalls in diese Kategorie aufgenommen. Damit liegt die NZZ noch vor „Focus“ aus dem Hause Burda und der einst renommierten „Wirtschaftswoche“, die in Deutschland nur noch von vier Prozent der Elite ernst genommen wird. Der St. Galler Professorin Dr. Miriam Meckel, aufgefallen durch mehr erregte als aufregende Publikationen, ist es nicht gelungen, der „Wirtschaftswoche“ neues Profil zu verleihen. Ich werde das Abo nicht mehr verlängern.

Nun wird die NZZ demnächst auch den „Zürcher Teil“ wieder auffrischen, was man auch dem Sportteil wünschen würde. Der liberale Wirbelwind René Scheu, in dem manche „den Schirrmacher der Schweiz“ sehen, soll per Ende dieses Jahres Martin Meyer als Hüter höchster Qualität an der Spitze des Feuilletons ablösen. Ob der von Chefredaktor Eric Gujer berufene Vordenker dem  NZZ-Feuilleton dann „die gelassene Ruhe“ weiter gewähren will, darf bezweifelt werden.

CEO Veit Dengler treibt neben den alten auch die neuen Projekte voran. Darunter fallen die beiden ersten Ausgaben von „NZZ Geschichte“ auf, die unter der Leitung von Peer Teuwsen gut gelungen sind.

Im Augenblick sieht es so aus, als habe die NZZ vor dem „Tagesanzeiger“ redaktionell die Nase wieder vorn. Sie ist auch deutlich umfangreicher als es der „content“ der zweiten Zürcher Grossredaktion zu bieten weiss. Nun darf man neugierig sein, wie intensiv und glaubwürdig beide Redaktionen die bevorstehenden Herbstwahlen behandeln. Die NZZ liegt mit ihren kantonalen Analysen leicht vorn, der „Tagesanzeiger“ mit seinen technischen Investitionen in neue Formen von Meinungsumfragen weckt Hoffnung auf frühe Einsicht, muss dies aber noch bestätigen.

Für das Volk haben wir den „Blick“, dem im Hinblick auf die notwendige Auflagensteigerung nichts gelingen will. Der ihm täglich auferlegte Enthüllungszwang führt, psychisch wie physisch, zur gelangweilten Ermüdung.

 

 
     
     
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