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Monatsarchiv für Juni 2015

Warum hat mein Nachbar viel mehr Geld?

Freitag, den 12. Juni 2015 um 8:06

In der Schweiz, längst ein City State mit gut acht Millionen Einwohnern, gibt es noch einen weitgehend funktionsfähigen Mittelstand. In Frankreich und Grossbritannien wird dieser seit gut 20 Jahren ausgerottet, in Griechenland ist dies bereits der Fall. Weil vielerorts der soziale Frieden in Gefahr ist, hat die von Dr. Gerhard Schwarz geführte Prognos Foundation in Zürich eine sehr gut besuchte Lunchveranstaltung durchgeführt, wo der Rockstar der deutschen Ökonomen, Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué (kein Hugenotte, sondern ein Saarländer), eine grössere Ungleichheit der Bevölkerung befürchtete, aber Thomas Pikettis These von der strukturellen Begünstigung der Kapitalbesitzer wegen hoher Zinsen zurück wies. Wie schon Karl Marx mit dem Gesetz der sinkenden Profitrate gescheitert sei, blühe dies nun auch Piketti.

Kaum anschliessen an den brillanten Deutschen, der heute in Magdeburg lehrt, konnte der liberal-konservative David Henderson von der Marinehochschule in Monterey/Cal., der damit argumentierte, dass in den USA die oberen 20% der Bevölkerung ein gutes Auskommen hätten, während die anderen 80% wenig materielle Mittel zur Verfügung haben. Dies sei den meisten Amerikanern aber nicht einmal bewusst.

Dr. Gerhard Schwarz, im Hauptberuf Direktor des Think Tanks Avenir Suisse, bewies in seiner Einführung jene intellektuelle Eleganz, die man von ihm erwartet. Das gut gemischte Publikum erwies sich als dankbar für den Zuspruch, denn viel Geld verlangt auch viel Unterstützung. In den Apéro-Gesprächen stellte ich fest, dass in der Schweiz als vermögend bezeichnet wird, wer mindestens CHF 30 Mio. als Cash mitbringt, besser sollten es CHF 50 Mio. sein.

 

USA: Die grossen Fische fressen sich gegenseitig

Dienstag, den 2. Juni 2015 um 9:41

Während die normale amerikanische Wirtschaft, Industrie, Dienstleistungen, Landwirtschaft, so schlecht läuft wie schon seit über zehn Jahren nicht mehr, boomen die Finanzmärkte. Die grossen Fische der Unternehmenswelt haben mangels Expansions- und Exportfortschritten damit begonnen, sich mit billigem Notenbank-Geld gegenseitig aufzufressen. Sie werden immer grösser, aber selten effizienter, wie schon McKinsey seit Jahren bestätigt.

Europa, darunter die Schweiz, gelten heute als wichtige Zielmärkte für die Expansion von US-Konzernen. Direkt, über Hedge Funds und andere Finanzgesellschaften, kontrollieren sie weite Teile der schweizerischen und europäischen Wirtschaft. Jüngstes Angriffsziel in der Schweiz ist die Weltfussball-Organisation FIFA, wo Präsident Sepp Blatter mit seiner Freundschaft zu Wladimir Putin und den Palästinensern den Unwillen israelisch-amerikanischer Kreise auf sich gezogen hat.

 

 
     
     
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