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Das Genfer Sündengeld bleibt beim Staat

26. Februar 2015 um 14:45

Mehrfach täglich werde ich jetzt gefragt, warum die Schweizer Behörden bisher nicht energischer gegen die Banken mit ihrem durch Vergehen verdienten Sündengeld vorgegangen sind. Die Antwort darauf ist in der Frage zu finden.

Das Sündengeld der HSBC, aber auch der UBS und der CS-Gruppe, von Wegelin und der Banque Frey hat unseren Staatskassen hohe Steuereinnahmen gebracht. Die HSBC hat in ihren guten Jahren über CHF 140 Mio. jährlich an Steuern bezahlt, dazu diejenigen von fast 3000 Mitarbeitern alleine in Genf, wo heute nur noch gut tausend Banker arbeiten.

Weder die Gemeinden, die Kantone noch der Bund sehen sich in der Pflicht, die Erträge aus dem Sündengeld zurück zu geben. Manche Strasse wäre nicht saniert, mancher Kindsgi nicht eingerichtet worden, hätten unsere Banken nicht Wechselkurse manipuliert, Waffenhändler beschützt und Drogendealern das Geld gewaschen. Wer hätte die Flüge unserer Diplomaten in alle Welt bezahlt, wer die Aufrüstung der Schweizer Armee?

Das Überraschende auch für mich an diesem Vorgang ist die Tatsache, dass es bei uns in der Schweiz während Jahrzehnten so zuging, wie in amerikanischen und französischen Krimis beschrieben. Mein Logennachbar in der Zürcher Oper hat beim Geldschmuggel geholfen; sonst war er reformiert und Mitglied einer angesehenen Zunft.

Nein, wir sind als Schweizer bestraft genug. Jetzt soll man uns die Beute lassen.

 

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