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Monatsarchiv für Februar 2015

Lüchinger kann’s!

Freitag, den 27. Februar 2015 um 11:25

Die Wahl von René Lüchinger zum Chefredaktor des „Blick“ war für viele eine Überraschung. Nach 20 Jahren des Niedergangs mit laufend wechselnden Chefredaktoren glaubte niemand recht auf eine Wiederkehr des „Blick“. Jetzt dürfen wir sagen: Lüchinger kann’s! Sein legendärer Vorgänger Peter Übersax, der dem „Blick“ viele Höhepunkte bescherte, wäre auf diesen Nachfolger stolz.

Wer die Ausgabe vom heutigen Freitag, dem 27. Februar, in der Hand hält, sieht einen in der Schweiz tätigen österreichischen Ausbeuter seiner Mitarbeiter am Pranger stehen. Immerhin. Warum eine 32jährige Mutter unbedingt ihren Po zeigen muss, der keine brasilianischen Masse hat, bleibt mir zwar unklar, aber sei es….

Zwei Themen zeigten, dass der „Blick“ es wieder kann:

  • Wie Roger Köppel und die SVP von Nico Menzato vorgestellt werden, hat bisher in dieser Präzision noch niemand gewagt. Dass er gleichzeitig durch Nichterwähnung der NZZ eine „rechtsbürgerliche Haltung“ abspricht, ist ein Intimschlenker für Insider.
  • Wirklich genial ist die Kosovo-Reportage, auf welche wir bisher nur warten durften. Nicht nur will die ganze Schweiz wissen, wer dieser Staat wirklich ist, auch alle 200 000 Kosovaren in der Schweiz werden sich auf diesen Bericht stürzen. Das dient der Auflage.

Wir haben wieder einen „Blick“, den man lesen muss.

 

Blog Gesellschaft Ritalin – eine der grossen Erfindungen?

Freitag, den 27. Februar 2015 um 11:20

Oft gehen mir Eltern auf die Nerven, wenn sie mit ihrem überzogenen Getue um Aufmerksamkeit betteln. Ihr Leben ist „ein einziger Stress“, der Partner zu langsam oder einfach falsch gewählt, die Kinder die Hölle.

Dann begegnen mir, zu häufig jedenfalls, diese abgelöschten Lehrer. Man sieht ihnen auf Meter an, dass sie die Welt hassen, die Umstände, die Aufregung. Eine Schule ohne Aufsicht und Schüler wäre ihnen die liebste.

Kaputte Eltern, kaputte Lehrer brauchen Kinder um sich, die ihnen Liebe, Freude und Zärtlichkeit schenken. Nur keine Probleme! Wo dies nicht der Fall ist, erfolgt der Griff in die Pillendose. Ritalin hilft, macht ruhig, wach und sensibel.

Mit Patrick Landmann teile ich die Auffassung, dass die Hyperaktivität eine erfundene Krankheit ist. Gesunde Kinder sind lebendig, nur kranke Eltern und Lehrer, die schonungsbedürftig sind, sehen das nicht.

Lasst Eure Kinder frei!

Was will die FDP wirklich?

Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 15:46

Als Nationalrat hat sich der heutige Bundesrat Johann Schneider-Ammann stark gemacht für den Abbau der Bürokratie. Seit er Bundesrat ist, hat sich die Bürokratie in Bern nur vergrössert. Jetzt hat der freisinnige Bundesrat noch zugegeben, er habe die Bürokratie „unwillentlich“ (was ist das für ein Wort?) sogar noch vergrössert.

Was will eigentlich die FDP? Auf keinen Fall die Bürokratie abbauen, denn sie tut es seit 30 Jahren nicht. Sie will auch nicht weniger Staat, denn sie will nicht einmal den Schweizerischen Gewerbeverband darin unterstützen, die Billag-Sondersteuer zugunsten der SRG zu verhindern.

Die FDP betreibt sehr erfolgreich den Steuerabbau für Unternehmen und sehr wohlhabende Mitbürger. Sie kämpft dafür, dass die Exportwirtschaft Steuer-Milliarden erhält, was diese Unternehmen nicht hindert, Arbeitsplätze in der Schweiz abzubauen. Sie verhindert ein bürgerliches Zusammengehen, um den linken Flügel in Bern zu entmachten. Sie unterstützt eine Aussenpolitik ihres Bundesrates Didier Burkhalter, die mehr einem Hollywood-Märchen gleicht als dem, was man sonst Realpolitik nennt. Sie hat nicht mehr einen einzigen Intellektuellen, den man zum dringend gesuchten Chefredaktor der „Neue Zürcher Zeitung“ machen könnte. Sie ist intellektuell pleite.

… und jetzt? Wir machen einfach weiter so, denn die Schweiz hat noch für einige Jahre stille Reserven, die aufzubrauchen man demnächst auch Wirtschaftsförderung nennen wird.

 

 

Das Genfer Sündengeld bleibt beim Staat

Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 14:45

Mehrfach täglich werde ich jetzt gefragt, warum die Schweizer Behörden bisher nicht energischer gegen die Banken mit ihrem durch Vergehen verdienten Sündengeld vorgegangen sind. Die Antwort darauf ist in der Frage zu finden.

Das Sündengeld der HSBC, aber auch der UBS und der CS-Gruppe, von Wegelin und der Banque Frey hat unseren Staatskassen hohe Steuereinnahmen gebracht. Die HSBC hat in ihren guten Jahren über CHF 140 Mio. jährlich an Steuern bezahlt, dazu diejenigen von fast 3000 Mitarbeitern alleine in Genf, wo heute nur noch gut tausend Banker arbeiten.

Weder die Gemeinden, die Kantone noch der Bund sehen sich in der Pflicht, die Erträge aus dem Sündengeld zurück zu geben. Manche Strasse wäre nicht saniert, mancher Kindsgi nicht eingerichtet worden, hätten unsere Banken nicht Wechselkurse manipuliert, Waffenhändler beschützt und Drogendealern das Geld gewaschen. Wer hätte die Flüge unserer Diplomaten in alle Welt bezahlt, wer die Aufrüstung der Schweizer Armee?

Das Überraschende auch für mich an diesem Vorgang ist die Tatsache, dass es bei uns in der Schweiz während Jahrzehnten so zuging, wie in amerikanischen und französischen Krimis beschrieben. Mein Logennachbar in der Zürcher Oper hat beim Geldschmuggel geholfen; sonst war er reformiert und Mitglied einer angesehenen Zunft.

Nein, wir sind als Schweizer bestraft genug. Jetzt soll man uns die Beute lassen.

 

Das Ende der Schweizer Stromenergie

Mittwoch, den 25. Februar 2015 um 9:34

Noch hat es uns keiner gesagt. Strom aus der EU, finanziert von den dort geplagten Steuerzahlern, ist billiger als Strom aus der Schweiz- Unsere Bergkantone sitzen auf ihren teuren Staudämmen und können  den eigene Strom dem Volk nicht mehr verkaufen.

Eine Schweizer Stromenergie gibt es nicht mehr, weil Atomstrom aus Frankreich billiger ist als solcher aus Deutschland oder der Schweiz. Unsere Stromversorgung ist europäisch geworden, die Bündner, Urner, Berner und St. Galler mögen sehen, wo sie bleiben.

 

Flucht aus dem Land

Freitag, den 20. Februar 2015 um 17:25

Während die Schweizer Firmen und die Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden im Ausland einkaufen, wo immer dies möglich ist, sollen die Schweizerinnen und Schweizer dort einkaufen, wo sie zuhause sind: In der Schweiz.

Bundesrat Johannes Schneider-Ammann, der an der Frankenkrise nicht unschuldig ist, verlangt: „Die Schweizer sollen verstehen, dass man im eigenen Land Ferien machen kann.“ Wahrscheinlich ist es ihm nicht bewusst, dass er ganz wie Wladimir Putin argumentiert, der Ferien in der Krim empfiehlt anstelle solcher in St. Moritz oder Zermatt.

Der gleiche Schneider-Ammann hat eine sofortige Senkung der Saläre verlangt, um die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Exportindustrie zu bewahren. Was tut der vernünftige Schweizer Bürger?

–        Er kauft per Tram aus Basel in Weil/Deutschland einn.

–        Er fährt per SBB nach Konstanz, weil dort alles billiger ist.

–        Er besucht Foxtown in Mendrisio, weil dort alles die Hälfte von dem in Zürich kostet.

Wer kann, macht im Schwarzwald oder in Österreich Ferien. Die Wirtschaftspolitik des Bunderats ist gescheitert.

 

UBS zieht „Tagi“ der NZZ vor

Mittwoch, den 18. Februar 2015 um 16:12

Das gab es noch nie: der CEO des unter ausländischer Kontrolle stehenden UBS-Konzerns, der Tessiner Sergio Ermotti, gibt einen „Deregulierungs-Pakt“ für die Schweizer Wirtschaft nicht in der „Neue Zürcher Zeitung“ bekannt, sondern hat dafür den „linken“ Zürcher „Tagesanzeiger“ ausgewählt. Mit dabei sind der „Corriere della Sera“ und die Axel Springer/Ringier-Tageszeitung „Le Temps“.

Mit dieser Medienwahl hat CEO Sergio Ermotti einen weiteren Sargnagel in die wackelnde Hütte der „NZZ“ geschlagen. Während über einem Jahrhundert war es das einstige Zürcher Edelblatt, das als Sprachrohr der beiden Schweizer Grossbanken diente. Jetzt hat der „Tagesanzeiger“ mit der Ermotti-Publikation einen Durchbruch erzielt.

Die NZZ steht mit ihren Regionalblättern in St. Gallen und Luzern ziemlich alleine da, während Tamedia zum grössten Schweizer Verlag aufgestiegen ist. Zusammen mit der UBS äussern sich auch SVP-Präsident Toni Brunner und FDP-Präsident Philipp Müller in die gleiche Richtung, eine grosse Koalition bürgerlicher Parteien vorweg nehmend, die vielerorts, darunter auch von BaZ-Chefredaktor Markus Somm, dem „Schatten-Chefredaktor“ der NZZ, ersehnt und erschrieben wird.

Die NZZ hat, wie Kurt W. Zimmermann in der „Weltwoche“ geschrieben hat, ihr Zürcher Fundament verloren. Die UBS hat dafür den Beweis angetreten.

 

Im Oberwallis herrschen die Muslime

Freitag, den 13. Februar 2015 um 16:48

Entweder nimmt man die 67 000 Oberwalliser nicht ernst, oder niemand hat den Vorgang bemerkt: Im Unterschied zu Frankreich, wo die Machtübernahme durch Muslime erst kommen soll, ist diese im Oberwallis bereits erfolgt.

Dort hat bei einem Kasbahfest der Türkenbund die Herrschaft über die Rottenstadt Brig übernommen. Stadtpräsident Louis Ursprung, katholisch zumal, übergab die Stadtschlüssel den Türken, die mit einem Fez auftraten, wie er bereits von Atatürk seinen eigenen Landsleuten verboten wurde. Weshalb die Türken die Hauptstadt des Oberwallis gleich in „Mekka“ umtauften, ist rätselhaft. Haben sich in Brig die Islamisten tatsächlich durchgesetzt?

Das fröhliche Fastnachtstreiben weist darauf hin, dass wir die Kulturen anderer Völker bei uns als Grimasse darstellen. In Bern heissen Neger noch Neger und im Wallis sind aus den Türken wilde Festgesellen geworden. Meines Wissens waren weder ein Mullah noch der türkische Botschafter in Bern zu den Zeremonien eingeladen.

 

Die Kommunikationskrise der rk Kirche Schweiz

Mittwoch, den 11. Februar 2015 um 8:56

Die Schweizerische Bischofskonferenz hat offensichtlich kein Konzept, wie sie die Anliegen der römisch-katholischen Kirche der Schweiz gegenüber der Öffentlichkeit vertreten möchte. Erschwerend ist die Tatsache, dass gerade die konservativen Schweizer Bischöfe die Notwendigkeit einer nationalen Bischofskonferenz nicht sehen, sind sie doch direkt vom Papst gewählt und eingesetzt.

Daraus hat sich ergeben, dass eine ganze Reihe von Schweizer Bischöfen eigene Mediensprecher beschäftigt haben, die mehr oder weniger erfolgreich waren, meist weniger. Mit dauerhafter Präsenz glänzte nur Giuseppe Gracia, der Mediensprecher des konservativen Bistums Chur, wo mit Dr. Martin Grichting auch ein Monsignore (päpstlicher Berater) und Generalvikar tätig ist, der sich als hervorragender Theologe erwiesen hat. Adrienne Suvada hat vor zwei Wochen ihre Funktion als Mediensprecherin des Bistums Basel aufgegeben; ein Nachfolger, Hansruedi Huber, ist bestimmt.

Zur Zeit des Einsiedler Abtes Martin Werlen, der heute als „Pater Martin“ und einfacher Mönch erfolgreiche Bücher schreibt, gab es in der Schweizerischen Bischofskonferenz eine kleine Revolution. Werlen, von der Bischofskonferenz zum Medienbischof berufen, machte den Multifunktions-Journalisten Werner de Schepper (demnächst Co-Chefredaktor des „Blick“) zum Präsidenten der wichtigen Medienkommission. Simon Spengler, ebenfalls ex „Blick“, wurde zum Informationsbeauftragten der Schweizerischen Bischofskonferenz ernannt.

Beiden war kein Glück beschieden, irrte Spengler doch von Bistum zu Bistum und suchte dort eine zeitgemässe Kommunikation einzuführen. Man hörte ihn meist an, machte dann aber im alten Trott weiter. Gelegentliche und unsystematische PR-Aktionen machten den Hasen nicht fett.

Werner de Schepper, eher vom Typ „gescheiter, aber unruhiger Belgier“, Theologe und eng vertraut mit kirchlichen wie Schweizer Belangen, scheiterte an den gleichen Rahmenbedingungen auf höherer organisatorischer Stufe. Seinen Versuch, das katholisches Medienzentrum aufzubauen, hat er nun wegen der Kündigung von Simon Spengler unter Protest abgebrochen. Eine Führungsaufgabe bei der „Schweizer Illustrierte“ aus dem Haus Ringier, wo er schon früher tätig war, liegt ihm besser. Wenn er dort leistet, was „Blick“-Chefredaktor René Lüchinger gelungen ist, die monotone Publikation wieder attraktiv zu gestalten, lohnt sich der Umstieg.

Was bedeuten diese innerschweizer Konflikte? Es gab schon immer den Unterschied zwischen Papstkirche, wie sie von den konservativen Bischöfen vertreten wird, und Volkskirche, wie sie vom Benediktinermönch Martin Werlen verstanden wird, der „Die Glut unter der Asche“ wieder wecken möchte. „Papstkirche und Volkskirche im Konflikt“ heisst auch das Buch von Petra E. Dorsch-Jungsberger im Verlag LIT, worin sie sehr kenntnisreich die Kommunikation der Päpste seit Johannes Paul II. beschreibt und kommentiert.

Nach dem nützlichen Motto „You get what you see“ kann ich nur feststellen: Die Bischöfe kommunizieren national und in ihren Bistümern zu wenig; die Schweizerische Bischofskonferenz ist weitgehend handlungsunfähig, diesen Zustand zu ändern. Das ist schade, denn die recht hohen Kirchensteuern werden nutzlos verschwendet in Kirchenpersonal, das seine Aufgabe ungenügend erfüllt, in Kommissionssitzungen, die rein gar nichts bringen und Immobilienprojekte, mit welchen die Millionen Franken der Gläubigen verdampft werden.

Merke: Nichtkommunikation ist immer auch, siehe unsere Banken, ein Hinweis darauf, dass im Hintergrund etwas nicht stimmt. Die Dekadenz der Kirche geht parallel mit derjenigen der Armee und der politischen Organisationen. Wer daran verdient und fest im Sattel sitzt, will sicher nichts ändern.

Der jüdische Wandermönch Jesus Christus würde sich wahrhaft wundern, was seine Nachfolger aus seiner Zeugenschaft gemacht haben.

 

Die Elite braucht keinen Nationalstaat mehr.

Dienstag, den 10. Februar 2015 um 11:53

Was der ukrainischen Regierung möglich ist, die Blitzeinbürgerung ihrer ausländischen Mitglieder, die aus den USA stammen, soll der Zolliker FDP recht sein. Sie hat den Österreicher Veit Dengler als Mitglied aufgenommen, obwohl dieser schon Mitglied einer anderen Partei ist, der österreichischen NEOs. Dengler ist in der Schweiz CEO der „Neue Zürcher Zeitung“, die seit Monaten einen neuen Chefredaktor sucht. Warum nicht einen Deutschen oder Franzosen, um die globale Kompetenz des Zürcher ex Weltblattes zu unterstreichen?

Deutlich wird an derlei Berufungen, dass für die europäische wie Weltelite der Nationalstaat kaum noch eine Rolle spielt. Wer auf sich hält, hat ohnehin mindestens 1-2 weitere Pässe, Zypern und Portugal bieten diese schon für wenige hunderttausend Franken an.

Wie billig es geworden ist, Schweizer zu werden, beweist die Tatsache, dass man vor einer Generation in Zollikon noch tausende bis zehntausende Franken (je nach Einkommen) zahlen musste, um Zolliker und Schweizer zu werden. Jetzt ist gratis geil. Nach intellektueller NZZ-Art müsste es heissen: „Die Deflationsspirale ist auch in Zollikon erkennbar geworden.“

 

 
     
     
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