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Trendforscher: Mme. Teissier für die Mittelklasse

7. Januar 2015 um 9:05

Weil mehr Menschen denn je Angst vor der Zukunft haben, sind Trendforscher in. Das ist nichts Neues, denn im Orakel von Delphi waren es Frauen, die unter dem Einfluss berauschender Dämpfe für die meisten wenig verständliche Antworten gaben. Das Orakel selber wurde damit reich.

Mme. Teissier, eine Französin, die sich als Geliebte von François Mitterand ausgab, ist in der Schweiz das Orakel für die unteren Einkommensschichten; sie kostet nur ein „SI“-Abonnement, wurde selber aber auch sehr wohlhabend.

Für die gehobenen Gesellschaftsschichten haben wir als Schweizer Orakel das Gottlieb Duttweiler-Institut, wo Karin Frick als Forschungsleiterin der Zukunft auf den Fersen sitzt. Sie ist unter dem Druck der Medien deutlicher als ihre Vorgängerinnen in Delphi: Am sichersten lebe man künftig als selbständiger Unternehmer, der erst mit anderen teilt, ehe er im Migros einkaufe. Dieser Orakelspruch mag zutreffen, aber er zeigt nur die Hälfte der Medaille, denn die meisten dieser Unternehmer werden an der Armutsgrenze entlang schrammen und kaum Geld haben, sich bei einer Trendforscherin weiteren Rat zu suchen.

Was Karin Frick der Hälfte der Schweizer Bevölkerung voraussagt, ist die Wiederkehr der Basarwirtschaft, wo ein kleingewerbliches Proletariat sein Auskommen sucht. Wer sich in den globalen Konzernen der A-Schweiz halten kann, von welchen es in der Schweiz reichlich gibt, wird ob solchen Perspektiven den Daumen für die B-Schweiz nach unten senken.

 

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