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Schweiz ohne Tourismus-Konzept

17. Dezember 2014 um 9:39

Marco Solari, Mr. Tourismus im Tessin, tritt als Präsident des kantonalen Verkehrsvereins Ende Jahr zurück. Er geht „im Reinen mit sich selbst“, aber in einer Situation, wo der Tessiner Tourismus eine immer schlechtere Bilanz aufzuweisen hat. Sein Nachfolger wird der 67jährige Architekt aus Ascona, Aldo Rampazzi.

Mit Solari geht die Zeit der grossen Tourismusmanager der Schweiz vorläufig einmal zu Ende. Nach Kurt Illi (Luzern) und Hanspeter Danuser (St. Moritz) sind keine prägenden Persönlichkeiten erkennbar. Elmar Ledergerber in Zürich lebt vom Wirtschaftsboom der Limmatstadt; Initiativen sind kaum erfolgt.

Über St. Moritz schreibt die „Schweiz am Sonntag“, diese Station gleiche einem „Nerz mit Haarausfall“, was insofern stimmt, als die reichen Russen seltener geworden sind; sie sitzen heute in Moskau wegen Steuervergehen im Gefängnis. Der viel Ertrag bringende „Spielplatz der Superreichen“ hat keinen Gestalter mehr; der Flugplatz ist ungewöhnlich leer. Sogar die Italiener sind ganz still, ganz wie die Bankiers auch, die, sofern sie noch Geld haben, dies nicht zeigen wollen.

Unter dem Gotthard-Pass hat der Ägypter Samih Sawiris bereits Fr. 457 Mio. investiert, um aus dem Aschenputtel Andermatt eine Prinzessin zu machen. Die Auslastung seines sehr hübschen Chedi-Hotels ist weiterhin wenig zufrieden stellend; kein Wunder bei dieser Destination, der jeglicher Charme fehlt. Sogar Sawirih meint, andere wären längst ausgestiegen. Wer will schon in Andermatt Ferien machen?

Der Start der Schweizer Wintersaison ist weitgehend misslungen. Unsere Jugend hat sich nach Lateinamerika abgemeldet. Wir sitzen auf 1300 Metern ganz ohne Schnee. Charmant.

 

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