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Monatsarchiv für Dezember 2014

Bruno Kammerer ante portas

Mittwoch, den 24. Dezember 2014 um 9:31

Der oft exzentrisch wirkende Lärm unserer heimischen Werbeberater, die mit Guerilla-Marketing die Aufmerksamkeit wenig interessierter Passanten gewinnen wollen, steht in schroffem Gegensatz zur gestalterischen Leistung eines kaum auffallenden, meist lächelnden Mannes aus dem Aussersihl: Bruno Kammerer, Inhaber eines Ateliers für visuelle Kommunikation.

Kammerer, überzeugter Sozialdemokrat der alten Schule, der fast einmal Zürcher Stadtpräsident geworden wäre, Mitbegründer der Zürcher „Koalition der Vernunft“ zwischen SP und FDP, und geistiger Vater der grössten Schweizer Stadtplatzes, des Bellevue in Zürich, hat soeben für die Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ die Dokumente „Die Ziele 2015“ gestaltet, die zum Erfreulichsten gehören, was die grafische Zunft zu bieten hat.

Die klaren Linien und Farben der Bauhaus-Kultur, welche die Grundlage der einst berühmten „Zürcher Grafikschule“ bilden, zeichnen jetzt wieder die VBZ aus. Dieses Bekenntnis zur besten Zürcher Tradition ist, wie sich zeigt, auch ein Fanal für die Zukunft: Mehr Klarheit bitte.

 

Ist die Schweiz im Notwehr-Modus?

Dienstag, den 23. Dezember 2014 um 8:57

Man könnte auf den Gedanken kommen, die Schweiz befinde sich zunehmend im Notwehr-Modus. Was Aussenminister Didier Burkhalter in Brüssel erreichen kann, ist nicht nur dem Bundesrat rätselhaft, sondern weiten Teilen des Schweizer Volkes. Sein Staatssekretär Yves Rossier, ein Euro-Turbo, ist, vom Bundesrat etwas relegiert, zurückhaltender geworden. Die EU beharrt auf ihren Forderungen; wir agieren verwirrt.

Im Notwehr-Modus ist auch die Schweizerische Nationalbank. Als Beiboot der Europäischen Zentralbank ist sie in die Defensive geraten und gezwungen, weitere Milliarden Euro zu kaufen. Die Schweizer Sparer, Pensionäre, Rentner werden dies früher oder später zu spüren bekommen. Ihr Leben wird teurer. Es freut sich die Schweizer Exportindustrie.

Ganz offensichtlich bereits in den Notwehr-Modus eingetreten ist Monica Rühl, die neue Direktorin des Wirtschaftsdachverbandes économiesuisse. Sie hat im Parlament die Energiedebatte verloren, auch der Gegenvorschlag zur „Grünen Wirtschaft“ ging in die Hose und zur SVP, die sie politisch benötigt, sagt sie: „SVP-Humor ist nicht mein Fall.“ Das verspricht noch mehr Spannungen im kommenden Jahr.

In einem dramatischen Notfall-Modus steckt der Verlag der „Neue Zürcher Zeitung“. Es ist keine Bösartigkeit, wenn man daran zweifelt, sie könne sich mit eigenen Mitteln aus dem Sumpf ziehen, in welchen sie seit gut 20 Jahren langsam eingesunken ist. Am besten wäre es, die Aktionäre auszuzahlen und den Verlag in eine Stiftung zu verwandeln, die sich ausschliesslich der Herausgabe der Zeitung widmet. Den amtierenden Verwaltungsrat könnte man ohne grossen Schmerz abschaffen und einen prominenten Stiftungsrat einsetzen, wo Vertreter der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik die Linie vorgeben. Ein Herausgeber-Komitee würde, ganz wie bei der FAZ auch, die operative Führung übernehmen. Dr. Martin Meyer, der Leiter des NZZ-Feuilletons, wäre ein europäisch glaubwürdiger primus inter pares. Weil die grossen liberalen Geister in der Schweiz offensichtlich ausgebrannt sind, müsste der Vertreter einer jungen Journalistengeneration die redaktionelle Führung übernehmen. Geht es bei der NZZ weiter, wie dies jetzt der Fall ist, können Grausamkeiten nicht ausbleiben.

Der Notwehr-Modus hat im Ringier-Verlag schon lange Gastrecht. Die geplante Zusammenlegung der Ringier-Magazine mit denjenigen der Axel Springer (Schweiz) AG ist nach der gleichartigen erfolgreichen Übung in Osteuropa verständlich. Was daraus wird und was davon bleibt, wird die baldige Zukunft zeigen. Dass man „Le Temps“ gleich mit entsorgt hat, verrät wenig eigenen Ringier-Führungswillen. Das gut gemachte „L’Hebdo“ der Springer’schen „Bilanz“ anzugleichen, weil diese fragwürdige Reichtums-Statistiken publiziert, darf als gewagt gelten. Die Springer gehörende „Handelszeitung“ hat soeben eine unsäglich schlechte Vorstellung der Schweizer „Unternehmer des Jahres“ publiziert, die auf einer Internet-Leserumfrage beruhte. Was man sonst darin findet, ist viel redaktionelles Füllmaterial aus der deutschen Springer-Redaktionsküche.

Ralph Büchi, der durch den Verkauf der alten „Handelszeitung“ an Axel Springer schon einmal reich wurde,  wird als VR-Präsident die Oberaufsicht für die beiden Aktionäre wahrnehmen. Michael Voss muss als CEO aus vielen kränkelnden Medien beider Verlage ein stabiles „powerhouse“ machen. Spannend.

 

 

Ist Russland in einer Krise?

Mittwoch, den 17. Dezember 2014 um 15:22

Wer einer Mehrheit der westlichen Medien folgt, muss zur Annahme kommen, Russland sei in einer Krise und es sei nur eine Frage der Zeit bis Wladimir Putin von seinem eigenen Volk gestürzt werde. Gleichzeitig erfahren wir aus Moskau, und niemand hat daran Zweifel geäussert, dass der russische Regierungschef von der überwiegenden Mehrheit seiner Landsleute als zuverlässiger Held gefeiert wird.

Die westlichen Finanzmärkte melden einen Sturz des Rubels wie sinkende Ölpreise als Ursache der russischen Wirtschaftskrise. Sie ziehen dabei nicht in Betracht, dass Russland sein Öl und Gas in Euro und US-Dollar verkauft, womit die Stabilität der Einkünfte dauerhaft gesichert ist. Der Sturz des Rubels an den internationalen Finanzmärkten ist aufgefangen worden. Die Auswirkungen der Spekulationen globalen  Kapitals gegen den Rubel führten nicht zu einer ernsthaften Krise, sondern wurden als Herausforderung bewältigt. In Moskau will man so wenig ein „Sklave der Märkte“ werden wie der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, dies soeben als Maxime für die Europäische Zentralbank gefordert hat.

Ist Russland in einer Krise? Ja, aus der Sicht westlichen Kapitals, das spekulative Gewinne aus einer Situation ziehen will, die sich als Risiko jedem Land stellt, das nicht nach den Regeln der Wall Street tanzen will. Nein aus der Sicht der russischen Volkswirtschaft und des russischen Volkes, die nahezu geschlossen hinter ihrer Regierung stehen, die ihre eigene Vision gegen die der NATO und der Europäischen Union stellt. Dieses politische Armdrücken wird nicht zu einer russischen Niederlage führen, denn das Land hat kein Budgetdefizit, wie es in Westeuropa und den USA an der Tagesordnung ist. „Trotz der EU-Sanktionen“, sagt Pascal Najadi, Präsident und CEO von Najadi & Partners in Zug/CH, „gibt Wladimir Putin zielgerichtet und in angemessenem Tempo die richtige Richtung für sein Land vor.“

Russlands Beweglichkeit im Aussenhandel wird im Westen ebenso unterschätzt wie die offenen und stillen Reserven des Landes. Im Aussenhandel haben die vom Westen auferlegten Einschränkungen nur begrenzte Wirkung. China, Indien, die Staaten des Mittleren Ostens, Afrikas und Lateinamerikas sind ohne Einschränkung willens, die Zusammenarbeit mit einem freien Russland aufrecht zu erhalten und zu vertiefen. Die stillen Reserven übersteigen jene oft genannten 400 Milliarden Euro beträchtlich.

Es ist eine westliche Legende, dass Russland alleine von Öl und Gas abhängig ist. Die Metallindustrie hat sich, ganz wie dies die Schweiz auch stets getan hat, neu erfunden. Russland ist heute Weltmeister im Waffenexport und in der Weltraumtechnik, wo auch die Amerikaner sich der Leistungen der fortschrittlichsten Teile der russischen Wirtschaft bedienen. Der russische Bergbau ist in bester Verfassung, weshalb Gold und Diamanten zu den Stützen der russischen Wirtschaft zählen.

Wer genau betrachtet, was sich zwischen Moskau und Wladiwostok abspielt, sieht ein Land, das unter Führung von Waldimir Putin den europäischen Gedanken ebenso verteidigt wie den Anspruch eines globalen Weltmarktführers. Der Wunsch amerikanischer Kreise, Russland in die Knie zu zwingen, um daraus einen Markt für Konsumprodukte amerikanischer Konzerne zu machen, wird von der russischen Regierung wie dem russischen Volk abgelehnt. Die Tür zwischen Ost und West soll offen bleiben für eine anspruchsvolle Zusammenarbeit, welche die Interessen beider Seiten berücksichtigt; eine einseitige Dominanz wird in Moskau aus Überzeugung abgelehnt.

Russland ist weder in der Krise noch wird es vor jenen westlichen Regierungen in die Knie gehen, welche dies fordern. Europas Freiheit wird auch am Ural verteidigt. An der Ernsthaftigkeit dieser Haltung darf nicht gezweifelt werden.

 

 

 

Schweiz ohne Tourismus-Konzept

Mittwoch, den 17. Dezember 2014 um 9:39

Marco Solari, Mr. Tourismus im Tessin, tritt als Präsident des kantonalen Verkehrsvereins Ende Jahr zurück. Er geht „im Reinen mit sich selbst“, aber in einer Situation, wo der Tessiner Tourismus eine immer schlechtere Bilanz aufzuweisen hat. Sein Nachfolger wird der 67jährige Architekt aus Ascona, Aldo Rampazzi.

Mit Solari geht die Zeit der grossen Tourismusmanager der Schweiz vorläufig einmal zu Ende. Nach Kurt Illi (Luzern) und Hanspeter Danuser (St. Moritz) sind keine prägenden Persönlichkeiten erkennbar. Elmar Ledergerber in Zürich lebt vom Wirtschaftsboom der Limmatstadt; Initiativen sind kaum erfolgt.

Über St. Moritz schreibt die „Schweiz am Sonntag“, diese Station gleiche einem „Nerz mit Haarausfall“, was insofern stimmt, als die reichen Russen seltener geworden sind; sie sitzen heute in Moskau wegen Steuervergehen im Gefängnis. Der viel Ertrag bringende „Spielplatz der Superreichen“ hat keinen Gestalter mehr; der Flugplatz ist ungewöhnlich leer. Sogar die Italiener sind ganz still, ganz wie die Bankiers auch, die, sofern sie noch Geld haben, dies nicht zeigen wollen.

Unter dem Gotthard-Pass hat der Ägypter Samih Sawiris bereits Fr. 457 Mio. investiert, um aus dem Aschenputtel Andermatt eine Prinzessin zu machen. Die Auslastung seines sehr hübschen Chedi-Hotels ist weiterhin wenig zufrieden stellend; kein Wunder bei dieser Destination, der jeglicher Charme fehlt. Sogar Sawirih meint, andere wären längst ausgestiegen. Wer will schon in Andermatt Ferien machen?

Der Start der Schweizer Wintersaison ist weitgehend misslungen. Unsere Jugend hat sich nach Lateinamerika abgemeldet. Wir sitzen auf 1300 Metern ganz ohne Schnee. Charmant.

 

Zürich verliert Zwinglis Geist

Mittwoch, den 10. Dezember 2014 um 16:02

Die reformiert-trockene Wohlanständigkeit und Vernunft, welche Zürich bis vor wenigen Jahren auszeichnete, verliert sich allmählich, Nicht nur hat die amtierende Stadtpräsidentin nicht wirklich ein Gespür für Kultur, wofür sie eigentlich zuständig ist, musste sie doch die Schliessung des Strohhofs zurück nehmen und liess sie einen Rostocker Hafenkran als Eventmaschine im Stadtzentrum zu. Sie förderte auch die Auflösung der alten Zürcher Männerzünfte, indem sie diese dazu bewegte, auch eine völlig überflüssige Frauenzunft in ihre Reihen aufzunehmen.

Die Erben der Unternehmerfamilie Burkhardt verkauften in der vierten Generation ihre Aktien an der Bauchemikalienfirma Sika für nette 2,7 Milliarden Franken an den französischen Mischkonzern St. Gobain, ohne den eigenen Verwaltungsrat und die Konzernleitung zu informieren. Hunderte von Aktionären verloren durch den folgenden Aktiensturz 20% ihres Vermögens. Das ist wenig zürcherisch.

Für viele über Nacht kam die Entlassung des NZZ-Chefredaktors Markus Spillmann. Nach seinem Vorgänger Hugo Bütler, der die NZZ über 20 Jahre in die Stagnation führte, war auch Spillmann keine Leuchte. Wenn VR-Präsident Jornod ihn im Abtrittsschreiben lobt, er habe sich „mit wichtigen Beiträgen an publizistischen Debatten beteiligt“, ist dies niemand sonst aufgefallen.

Das jetzt angetretene Dreigestirn an der Spitze der NZZ kann mit Ausnahme des Inlandchefs René Zeller wenig überzeugen. Auf der Suche nach einem Nachfolger fällt der Zürcher an der Spitze der „Basler Zeitung“, Markus Somm, wohl aus, da der Milliardär Dr. Christoph Blocher ihn vorsichtigerweise zum Drittelseigentümer der gut gemachten Basler Zeitung befördert hat.

Wie der Schweizer Liberalismus, ist auch die NZZ mit einer Auflage von gut 100 000 Exemplaren in der Krise. In deren Verwaltungsrat sitzt niemand, der sich als intellektueller Leuchtturm der Schweiz (oder Europas) hervorgetan hat. Die Ratlosigkeit massgeblicher Vertreter der Deutschschweizer Elite findet hier den geeigneten Spiegel. Ob Veit Dengler, der österreichische CEO, den Schleuderkurs wirklich beenden kann, ist höchst zweifelhaft. An grosse Sprünge denkt in Zürich ohnehin niemand, weil die Kasse leer ist.

 

Wie viel Gewinn ist unsittlich?

Montag, den 8. Dezember 2014 um 11:04

Das Zinsverbot für die Juden, ganz wie dies bei den Arabern heute noch der Fall ist, galt natürlich nur für Geschäfte von Juden mit Juden. Wer als „gojim“ mit Juden Geschäfte machte, musste immer mit kräftigen Zins- und Zinseszinsforderungen rechnen.

Ganz so ist es mit dem ROI, dem „Return on Investment“. Josef „Joe“ Ackermann verlangte als CEO der Deutsche Bank AG noch vor wenigen Jahren einen ROI von 25% auf die Investments seiner Bankaktionäre. Er spielte damit immer noch im Feld von Marcel Ospel, der den UBS-Konzern mit seinen Spekulationen ins Unglück gestürzt hatte.

Jetzt, zu Beginn der Wintersaison, lässt uns der CEO der Zermatt Bergbahnen AG, der Bündner Markus Hasler, strahlend wissen, als ertragsstärkstes Seilbahnunternehmen der Schweiz weise er einen EBITDA, also Erträge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, von 47,3% aus. Sein Cashflow betrage 40,3%. Es gibt eine Menge Menschen, die angesichts der hohen Preise für die Zermatter Bahnen eigentlich in jenes Geheul ausbrechen müssten, das unsere Konzerne schon seit Jahren verursachen. Nichts von dem: In Zermatt fahren 90% der Besucher noch Ski, in St. Moritz nur 30%. Jeder Skifahrer der Welt will einmal unter dem Matterhorn unterwegs gewesen sein; da spielt der Preis die geringste Rolle.

Was können wir daraus lernen? Wer gutes Geld oder sogar viel verdienen will, muss wissen, von wem er nichts oder wenig verlangt, damit der Sozialschutz erhalten bleibt. Bei allen anderen muss er so investieren, dass ein Sog entsteht, in Zermatt Ski zu fahren, Red Bull zu trinken oder künftig kein Poulet mehr, sondern nur noch gesünderes Chüngelfleisch zu essen. Diesen Konsumentensog zu erzeugen, braucht Zeit, Geld und Disziplin. Wer dies hat, wird so viel Geld verdienen, wie er es sich nur wünschen kann.

 

Irrt Wolfgang Schäuble?

Dienstag, den 2. Dezember 2014 um 15:24

Einer der erfahrensten deutschen Politiker, Finanzminister Wolfgang Schäuble, ein Alemanne, also den Schweizern verwandt, sagte dieser Tage: „Die Entwicklung schreitet über die Nationalstaaten hinweg, ob wir es nun mögen oder nicht.“

Vieler unserer Schweizer Politiker und Chefbeamten in Bern mögen der gleichen Meinung sein, ohne uns dies offen auf diese Nase zu binden. Jakob Kellenberger, zuletzt Präsident des IKRK, gehört mit Sicherheit zu dieser Fraktion, ebenso wie Yves Rossier, Staatssekretär im Aussendepartement, dem zwischenzeitlich vom Bundesrat wegen seiner Verhandlungsführung in Bern Einschränkungen auferlegt worden sind. Es gehen auch unüberhörbar Gerüchte um, dass dieser Sozialdemokrat zur Rechten von Bundesrat Didier Burkhalter seiner derzeitigen Aufgabe ganz entbunden werden soll, da er die Interessen der Schweiz zu trickreich, aber mit geringen Erfolgsaussichten in Brüssel vertritt.

Es stellt sich dennoch die Frage: Hat Schäuble recht? Ist die Zeit der Nationalstaaten, die jetzt gut 200 Jahre währt, vorbei?

Die USA würden dies heftig bestreiten, ebenso China, Russland und die Türkei. Dort ist das Nationalbewusstsein sehr lebendig. Es liesse sich auch argumentieren, dass die USA und China eigentliche Vielvölkerstaaten sind, die einen noch von den „White Anglo-Saxon-Protestants“, den WASPS, beherrscht, deren Einfluss angesichts der Massenzuwanderung aus Lateinamerika und der Intelligenz der zugewanderten Asiaten langsam zurück geht, die anderen von den Han Chinesen beherrscht, welche die Kontrolle über 160 andere Völker ausüben, welche sie im chinesischen Reich unterworfen haben.

Die Türkei ist ein junger Nationalstaat mit tiefen Wurzeln in die Geschichte hinein, der unter Tayyib Erdogan zu neuer Grösse aufgeblüht ist. Istanbul baut jetzt einen Flughafen von globaler Bedeutung, der Westeuropa zu einem aviatischen Vorort der Türkei macht. Der Versuch der Türkei, der EU beizutreten, kann als vorläufig gescheitert betrachtet werden, da 90 Millionen Moslem die immer weniger christliche EU religiös sprengen würden.

Bleibt Russland, das unter Wladimir Putin neues Nationalbewusstsein entwickelt hat. Der seit dem Fall der Mauer in Deutschland dauerhafte Angriff und das Eindringen des Westens in die westliche russische Einflusszone haben zu einer Krise geführt, die in weiten Teilen Westeuropas und seiner Wirtschaft als überflüssig bezeichnet wird. Russland macht durch seine oberste Führung Westeuropa seit Jahren das Angebot einer eurasischen Gemeinschaft. Dieses aus Rücksicht auf die US-Eliten, die dem ihre Atlantische Gemeinschaft gegenüber stellen, auszuschlagen, darf als wenig glücklich gelten, ist Russland doch ein europäischer Staat von grosser Bedeutung. Die EU sollte vielmehr die Chance wahrnehmen, mit beiden Mächten konstruktiv zusammen zu arbeiten, um Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zu stärken.

In einer noch verzwickteren Lage befindet sich die Schweiz, deren Integrationsprozess in die EU munter voran geht. Die Schweiz auf Dauer noch selbständig und neutral zu nennen, wenn ihr eigenes Pferd, frei nach Münchhausen, längst vom Wolf gefressen wurde und sie gezwungen ist, den Wolf zu reiten, dürfte allmählich den Menschen die Augen öffnen, wie es um die Wirklichkeit einer selbständigen Schweiz bestellt ist. Es sollte unser Ziel sein, so viel Unabhängigkeit wie möglich zu retten, damit wir ein deutlich besseres Angebot als andere Staaten für die Freien und Tüchtigen aus aller Welt bieten. Dann wird aus der Schweiz eine alpine Karawanserei des 21. Jahrhunderts, die allen offen steht, die bei uns leben und gute Geschäfte machen möchten.

 

 
     
     
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