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Tagesarchiv für 20. Oktober 2014

Köniz als Warnung

Montag, den 20. Oktober 2014 um 12:06

Die in der Berner Vorort-Gemeinde Köniz wohnhafte SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga, deren distinguierter Auftritt wenig zu tun hat mit der Lebenswirklichkeit in den urbanen Zentren der Schweiz, die ihr als Zukunft des Landes vorschweben, sagt: „Niemand ist gezwungen, eine Person im Ausland zu rekrutieren.“

Da offensichtlich auch niemand die Interviews mit der schöngeistigen Magistratin liest (in diesem Fall „Der Bund“ vom 17. Oktober 2014, S. 2) ist aus Kreisen der Wirtschaft, Verwaltung und der Hochschulen noch keine Protestwelle losgebrochen. Von économiesuisse bis zum Schweizerischen Gewerbeverband, von Novartis bis zu den beiden ETH’s in Zürich und Lausanne heisst es seit Jahren, ohne Zuwanderung gebe es kein Wirtschaftswachstum. Sommaruga ist anderer Meinung.

Noch ein Wort zu ihrem Wohnort Köniz: Diese Berner Wohlstandsgemeinde trägt Schulden von CHF 200 Mio., die sie nie wird zurück zahlen können. Lugano ist mit CHF 900 Mio. verschuldet, Stadt und Kanton Genf mit über CHF 12 Mia. Die Schweizerische Nationalbank wird wieder viel Gold verkaufen müssen, um eine eidg. Schuldensanierung zu ermöglichen, wie dies bereits vor 20 Jahren erfolgt ist.

Unser bürgerlicher Wohlstand, wie er von Simonetta Sommaruga im kleinen Schwarzen mit Perlen-Halskette zelebriert wird, spielt sich auf einem dünnen Boden über der grausamen Wirklichkeit ab. Sie wird nach ihrem Rücktritt als Bundesrätin auf Lebenszeit mit einer Staatsrente von über CHF 200 000.—rechnen können, dazu die Tantiemen ihres schriftstellernden Ehemanns. Welche andere Schweizer Familie, die in urbaner Enge leben muss, wird dies von sich sagen können?

 

 
     
     
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