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Tagesarchiv für 6. Oktober 2014

Zwei harmlose Armeen

Montag, den 6. Oktober 2014 um 12:23

Während Bundesrat Ueli Maurer schon eine Trendwende in der Schweizer Armee hin zu Besserem zu erkennen glaubt, ist seine deutsche Kollegin von der Leyen noch ganz am Boden. Sie hetzt von Fototermin zu Fototermin, um die Leistungsstärke der deutschen Soldaten zu beweisen, was ihr aber niemand glaubt, da weder Flugzeuge noch Panzer genügend einsatzfähig sind.

Ganz anders unser zum Staatsmann herangereifte Ueli Maurer, der seine Offiziere als führungsstark anpreist. Wer im Schweizer Militär gelernt habe, könne auch in der Privatwirtschaft fokussiert arbeiten. Seine Söhne selber konnte er davon nicht überzeugen, denn diese seien „anders gepolt“. Er habe seine Kinder auch nie auf eine militärische Karriere angesprochen, die ihm selber „die beste Ausbildung“ war. Als erfolgreiche Unternehmer und Topmanager, die im Militär gelernt hätten, nennt er seinen Parteistrategen Dr. Christoph Blocher und den ex-Bankier Josef „Joe“ Ackermann. Christoph Blocher, der mit Sicherheit, wie Sir Winston Churchill (ein halber Amerikaner) auch, die richtigen Führungsgene geerbt hat, mag hingehen. Bei Josef Ackermann, der einen Prozess wegen Falschaussage vor sich hat und einen anderen nur mit einer Strafzahlung in Millionenhöhe verhindern konnte, dürfte Ueli Maurers Vergleich hinken.

Echte Schweizer Unternehmer würden jedenfalls Soldaten und Offiziere wieder gerne ein- wie zur Verfügung stellen. Bei „amerikanischen Geschäftsführern Schweizer Firmen“ sei dies „noch nicht“ der Fall. Bei dieser Gelegenheit erfuhr man auch, dass die Schweizer Armee „Militärsoziologen bei der Milak“ beschäftigt. Es handelt sich dabei um die Militärische Akademie an der ETH Zürich unter Führung von Divisionär Daniel Moccand. Kennt jemand diesen Herrn?

Ueli Maurers Vorgänger Kaspar Villiger hat sich nach einem Abstecher beim UBS-Konzern unterdessen in Zug eingerichtet, wo er im höchsten Gebäude der Stadt im kommenden Frühjahr eine Prachtswohnung beziehen wird, die auch seine Steuerlast um einen sechsstelligen Betrag verringern wird. Er und seine Freunde aus dem nahe gelegenen Stumpenland können dort ungestört den Duft des Erfolgs geniessen, ohne dem Volk zu nahe zu kommen.

 

 
     
     
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