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Tagesarchiv für 22. Juli 2014

Die umgekehrte Himmelsleiter

Dienstag, den 22. Juli 2014 um 16:33

Die Zunahme der Bevölkerung, seien dies ausländische Mitarbeiter oder Wirtschaftsflüchtlinge, welche das Chaos im eigenen Land nicht mehr ertragen, ist der Kohärenz nicht förderlich. Während die Politiker und Regierungen sich verpflichtet haben, derlei zu meistern, bleiben die Stammvölker skeptisch. Sie haben, wie soeben ein Fall im Kanton Aargau zeigt, ihre Häuser gebaut und über Jahrzehnte gepflegt. Die Gemeinden bringen darin jetzt, nach dem Verkauf aus Altersgründen, syrische Grossfamilien unter. Ob diese mit dem sorgfältig gereinigten hölzernen Fussboden und dem eleganten Rasen vor dem Swimming Pool ebenso sorgfältig umgehen wie die Schweizer Vorbesitzer, die solches aus dem Altersheim verfolgen müssen, ist zu bezweifeln. Ergebnis: Des Volkes Seele kocht. Das ganze Dorf wandert hinüber zur SVP.

Die Ukraine, ein Staat, von dem die meisten Schweizer bisher gar nicht wussten, wo genau er liegt, muss nun von der Europäischen Union mit einer Eilspende von USD 20 Milliarden vor dem Zusammenbruch gerettet werden. Eine Sanierung der ukrainischen Wirtschaft wird das Zehn- bis Dreissigfache kosten und ist so erfolgsversprechend wie diejenige Süditaliens und Siziliens. Der Schweizer Steuerzahler, von eigenen Budgetsorgen in vielen Städten und Kantonen geprägt, schaut ungläubig nach Brüssel: „Woher nehmen die das Geld?“

Die Machtpolitik der Grossen wird aus den Ersparnissen oder den Schulden der Kleinen finanziert. In der Schweiz ist es schon schlimm genug, sieht man die Ineffizienz vieler Verwaltungen auf allen Stufen, sei es nun das VBS oder die Regierung des Kantons Bern. Die EU-Behörden, demnächst unter Jean-Claude Juncker, der eher sparen möchte, sind diesen Ansprüchen hilflos ausgeliefert.

In Italien, Spanien, Frankreich und England finden fortlaufend grössere und kleinere Bürger-Revolten statt, die von ausserirdisch wirkenden Spezialkampftruppen aufgelöst werden müssen. Auch VBS-Chef Ueli Maurer hat mit Grashalm-Diät beschlossen, die Schweizer Armee mehr auf Inlandeinsätze vorzubereiten. Peter Sloterdijk, seit langem ein führender Deuter aktueller Entwicklungen, bezeichnet Politik nur noch als „Pannendienst“. Wir seien in Westeuropa (und den USA) alle auf der Rutschbahn nach unten; eine Art umgekehrte Himmelsleiter, die tendenziell in die Hölle führt.

Natürlich halten wir in der Schweiz uns ein wenig länger oben, aber die rasche Zunahme der Caritas-Verpflegungsläden zu Billigpreisen, wo man nur mit Ausweis und Marke einkaufen kann, sollte uns nachdenklich stimmen. Ebenso die Tatsache, dass wir in der Schweiz eine höhere Jugendarbeitslosigkeit der 15-24jährigen haben als dies in Deutschland der Fall ist.

Unsere bundesrätlichen Pannenhelfer in Bern haben noch ein gutes Jahr bis zu den Neuwahlen. Es wird spannend werden.

 

 
     
     
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