Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  

Weblog

Tagesarchiv für 4. Juli 2014

Das alte Europa geht unter

Freitag, den 4. Juli 2014 um 11:37

Englands Fussballmannschaft musste aus Brasilien geschlagen nach Hause fliegen, ganz wie die englischen Rugby-Spieler, die nach einer Tournee in Neuseeland gedemütigt heimwärts flogen.

Premierminister David Cameron wurde von der ganzen EU in die Ecke gestellt. Er, immer ein Dienstbote im Auftrag Washingtons, wollte nicht einsehen, dass die Europäer eine starke EU wollen, die etwas für ihre Völker tut. Cameron wollte, ganz wie Margaret Thatcher, die EU zerstören. Mindestens dieser Anlauf wurde verhindert.

Im Herbst wird sich zeigen, ob die Schotten für einen eigenen Staat stimmen. Dann sieht es noch düsterer für London und Westminster aus, denn in Wales wartet man nur darauf, ob die Schotten den Sprung in die Freiheit nach 300 Jahren wagen.

„Old England“ ist schon seit langem in freiem Fall. Dies ist ein trauriges Signal für ganz Europa, denn Frankreich ist eine wirtschaftliche Ruine, Italien geht es keine Spur besser und die Spanier warten auf ein christliches Wunder, weil sich irdische nicht einstellen wollen.

„Old Europe“ ist im Begriff, seine Kraft zu verlieren. Seine Firmen werden aufgekauft von US-Amerikanern, Asiaten und Arabern. Das Putin’sche Russland, welches sich uns als Verbündeter mehr als genug angeboten hat, wird von den USA auf Distanz gehalten. Das ist nicht gut für Russland, das ist nicht gut für Europa. Warum? Viele unserer europäischen Eliten sind, schon Jahrzehnten, zu den USA übergelaufen. Die „atlantische Partnerschaft“ will sich weiter konsolidieren, während der nationale Teil der USA ebenso zugrunde geht wie unser Mittelstand in Europa. Putin gilt bei Europas Eliten nicht als gleichwertiger Partner und die, auch in die Schweiz geflüchteten, russischen Oligarchen dienen niemand ausser sich selber.

Wie Grossbritannien, das einst „rules the waves“ intonieren liess, geht langsam auch Europa die Treppe abwärts. Dem reichen Europäer gefällt es in NYC und Miami bestens, der arme Europäer muss sehen, wo er bleibt. Die Staaten Europas bauen Schulden auf, derweil sie auf einen Aufschwung warten, der nur wenige erreichen wird. Die Lawine des kommenden Zinsanstiegs wird viele vernichten.

Bin ich ein Pessimist? Keineswegs. Es geht nur darum, auf welcher Seite man steht. Die reichen Engländer sind trotz des Niedergangs ihres Landes nur reicher geworden; gleiches werden wir erleben. Schade um den Rest.

 

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog