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Koschere Komiker

16. April 2014 um 10:34

Wir haben, vielleicht nach denjenigen in Südkorea, Nigeria und Argentinien, die koschersten Komiker der Welt. Sie witzeln nach den Regeln, die Staat und bürgerliche Gesellschaft ihnen vorgeben. Aus einem Giacobbo einen Beppe Grillo zu machen, hiesse den Türlersee zu einem Mare Nostrum auszudehnen; undenkbar.

Warum lieben wir also unsere Komiker, die mit sanften Wortspielen und kecken Nebensätzen, mit unsäglichen Bastelsätzen, die nie fertig werden (Nadeschda) ihr leicht zufrieden zu stellendes Publikum amüsieren? Sie üben Kritik, wie sie bei uns erlaubt ist: staatstragend, immer positiv, weniger aggressiv als der baselstädtische Kirchenrats-Präsident Kundert, wenn er einem Arbeiter, der ihm den am Münster reservierten Parkplatz für zwei Minuten nimmt, ans Bein fährt.

Giacobbo/Müller ist so langweilig wie „Das Zelt“; sogar Massimo Rocchi  verschweizert allmählich und geht in der Sauce des allgemeinen Wohlbefindens unter. Wir brauchen unsere Komiker, denn wir wissen, sie sind Zecken ohne Gift. Was sie sagen, juckt, aber gefahrlos.

 

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