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Vom Ogi-Ei zum Stand-by-Out

10. Januar 2014 um 9:27

Der eierkochende Dölf Ogi, heute stets munterer alt Bundesrat, gehört zur Schweizer Energiegeschichte des 20. Jahrhunderts. Er demonstrierte, wie man über dem kochenden Ei den Deckel schliesst, damit keine Wärme entweicht. Die Empfehlung blieb ohne erkennbare Wirkung, denn die Schweiz verbraucht heute mehr Energie denn je.

Jetzt sagt auch die Munich Re, der erfolgreiche deutsche Konkurrent der Zürcher Swiss Re, jedermann könne dazu beitragen, die Treibhausgase einzudämmen, denn diese würden dazu führen, dass immer wildere Stürme über unsere Kontinente brausen.

Einmal abgesehen davon, dass man lieber die Nutzung der Braunkohle für die Energiegewinnung oder die Brandrodung der tropischen Wälder einschränken sollte, empfehlen die cleveren Münchner ganz in Ogi’scher Manier: Computer am Wochenende abschalten und nicht auf Stand-by laufen lassen, weniger Auto fahren und die Gebäude mit besserer Wärmedämmung versehen.

Gut, meinen Computer schalte ich sogar jeden Abend nach Gebrauch aus, aber noch weniger Auto fahren werde ich wohl kaum, denn der Ruf des öffentlichen Verkehrs ist besser als die vom ihm erbrachten Leistungen. Sehr viele Besitzer von Häusern und Eigentumswohnungen haben, besonders wenn sie alt sind, kein Geld und kein Interesse mehr für eine energetische Sanierung. Hier ist sehr oft der Staat schuld, der mit seinem Preisgefüge die Bildung von Wohlstand als Grundlage für derlei Investitionen erfolgreich verhindert.

Politiker, welche unrealistische Vorschläge machen, gibt es zu Genüge. Wenn jetzt aber noch Versicherungskonzerne kommen, die ihre Grosskunden nie mit derlei belästigen würden, ist dies des Guten zu viel.

(Ach, ob sich der Energieverbrauch für diesen Blog gelohnt hat? Ich zweifle daran.)

 

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