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Monatsarchiv für Dezember 2013

Verzichten lernen – ernsthaft?

Dienstag, den 3. Dezember 2013 um 9:50

Offensichtlich stehen unsere Bischöfe – in aller gebotenen Stille, die ihrem Tun angemessen ist – hinter der Energiewende. Sie tun dies unter der Prämisse „Verzichten lernen“, wobei sie durchaus zugeben, dies könne „ein quälender Prozess“ sein.

Mit Verlaub, meine Herren. Wenn ich sehe, wie Eure meist leeren Kirchen, die angesichts weniger alter Mönche überdimensionierten Klöster und die mit zu hohen Räumen ausgestatteten Bischofspaläste über alles Zweckmässige hinaus beheizt werden, dann empfehle ich, das gute Beispiel des rechten Handelns möge erst einmal von dort ausgehen.

Ohnehin, wir betreiben diese Raum-Zeit-Maschine Kirche, unabhängig von den Religionen, mit Milliardenaufwand lediglich in der Hoffnung, am Tag der Auferstehung zu den wenigen Auserwählten zu gehören, die dann ins Paradies, in die Ewigen Jagdgründe oder in das Nirwana eingehen. Sollte dies nicht der Fall sein, weil, wie schon der Heilige Augustinus berichtete, Gottes Urteil nicht beeinflusst werden kann, war der ganze Heizungsaufwand für die abgelehnten Gläubigen umsonst.

Die Bischöfe in Deutschland, ganz gegenwärtig, wollen angesichts steigender privater Preise für die Erwärmung in winterlicher Kaltzeit zuerst einmal Beratung bieten, wie man Energie spart. Hier empfehle ich das erprobte englische Beispiel, wo zehntausende von Menschen jetzt schon damit begonnen haben, sich täglich zu entscheiden, ob sie essen oder sich wärmen wollen. Da nach modernen soziologischen Erkenntnissen der eher fette Mensch meist ohnehin arm ist, würde der Nahrungsverzicht die dann nicht mehr frierenden Gläubigen auch gleichzeitig zu besseren Menschen machen, da sie den joggenden Bankiers und CEO’s mindestens äusserlich ähnlicher würden.

Auch die Finanzierung stromsparender Geräte ist nach Meinung der deutschen Bischöfe ein zunehmend wichtigeres Merkmal christlichen Tuns. Um diesem Vorschlag die notwendige Durchschlagskraft zu geben, empfehle ich die Gestaltung eines christlichen Zeichens, das man den Geräten mittels einer Gebühr applizieren könnte, z.B. ein hölzernes Kreuz auf einem brennenden Holzstoss, eine Symbolik, die jedem mit der Historie der Kirche gut Vertrauten bestens bekannt ist. Aus dem Erlös dieser christlich beglaubigten Energiemarke liessen sich dann die strombetriebenen Kühlanlagen für überhitzte römische Prälatenbüros im heissen römischen Sommer finanzieren, dies ganz nach dem Motto „Nur ein cooler Bischof ist in.“

Es ist ein Zeichen der Sorge der Kirchenoberen um die Natur und deren Ressourcen, die bekanntlich auch göttlicher Schaffenskraft entspringen, wenn sie die vor Kälte zitternden Christen auffordern, die Schöpfung zu bewahren. Man könnte mit den frierenden „Chillebank-Christe“, packt man sie in den Kirchenbänken nur eng genug zusammen, sogar Wärme erzeugen, z.B. für die benachbarten Pfarrhäuser, wo dann die Geistlichkeit unter Beizug von Weihrauch aus Abessinien, dies als Zeichen der Entwicklungshilfe für den Süden der Welt, die Wärme der ihnen dienenden Menschenleiber als Grundlage einer tiefen Versunkenheit ins Gebet nutzen könnten. Amen.

 

Ändert Euch, aber rasch

Montag, den 2. Dezember 2013 um 10:40

Schon Peter Sloterdijk hat uns zugerufen „Ihr müsst Euer Leben ändern“, aber freiwillig haben es wenige getan, unfreiwillig viele. Jetzt, gegen das Jahresende hin, will ich diesen nützlichen Aufruf verstärken: Ändert Euch wirklich, glaubt nicht an Sicherheit und Stabilität. 2014 wird Euch das Gegenteil beweisen.

Ihr seid nicht alleine, wie folgende Beispiele beweisen:

  • Angela Merkel will eine Grosse Koalition, weil sie eine grosse Kanzlerin bleiben will. Sigmar Gabriel, der SP-Vorsitzende, will dies auch, weil er Vizekanzler werden will. Die Chance seines Lebens.
  • Der Dalai Lama, als grosser Gegner Chinas seit 60 Jahren aufgebaut, sagt heute: „Es ist in unserem tibetanischen Interesse, in der Volksrepublik China zu bleiben. Tibet ist noch zurückgeblieben und will sich modernisieren.“
  • Die beiden Grossbanken UBS und CS haben sich mit ihrer eigenen Lobby-Organisation und alt Botschafter Alexis Lautenbach in Brüssel von den schweizerischen Institutionen weitgehend gelöst. Die eigentlich Schweizer Banken müssen nun sehen, wo sie bleiben. Eigentliche Führungskandidaten gibt es nach den angeschlagenen Kantonalbanken wenige: Vinzenz Pierin von der Raiffeisen-Gruppe, der im Pazifik meditiert? Die Genfer Privatbankiers wirken weiterhin geschwächt.

Echte Unternehmer wie Ernst Tanner (Lindt) oder Peter Spuhler (Züge, Autoteile) sind eher an Cash ausgerichtet. Ernst Tanner hat einen seiner genialen Züge mit einer 2%-Beteiligung bei der Signa Prime Selection gemacht. Sie verfügt bereits über Spitzenlagen in Wien, aber auch in Deutschland, wo man künftig überall die Tanner’schen Goldhasen wird kaufen können.

Gewaltig ändern wollen sich auch die vier grossen Treuhandgesellschaften (PwC, KPMG, Deloitte etc.),, die bei keiner einzigen europäischen Bank Alarm geschlagen haben, die sich seit 2008 in Schwierigkeiten befand. Sie haben die Einhaltung der Bilanzvorschriften geprüft, nicht aber die Täuschungs- und Betrugsmanöver entdeckt, aus denen die wirkliche Geschäftstätigkeit vieler Ressorts dieser Banken bestand. Jetzt wollen die „big four“ die Risikosituation eines Unternehmens viel stärker analysieren und den Kapitalmärkten kommunizieren. Natürlich gehen Honorar.

Meine Fmpfehlung: Ändert Euch, weil Ihr sonst geändert werdet.

 
     
     
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