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Tagesarchiv für 31. Dezember 2013

Schön – glücklich – tot

Dienstag, den 31. Dezember 2013 um 8:55

Im beginnenden neuen Jahr sollten wir achtsam beobachten, wie unsere Gesellschaft sich entwickelt. Nicht mehr „Glaube, Liebe und Hoffnung“ sind für die meisten Menschen bestimmend, sondern „Schön – glücklich – tot“.

Der christliche Glaube zerfällt unter kräftiger Mitwirkung unserer Staatskirchen, die Liebe hat sich vielerorts zu Kurzzeit-Engagements entwickelt und Hoffnung? Ja, worauf wollen wir denn hoffen? Nur ein kleiner Teil der Gesellschaft, dessen Mitglieder entweder reich, esoterisch oder strikt konservativ sind, am besten alles zusammen, glaubt und hofft auf bessere Zeiten.

„Schön – glücklich – tot“ als höchste Form der Lebensklugheit wurde schon 1932  von Aldous Huxley in „Schöne neue Welt“ beschrieben. Dort musste man schön sein, immer rosig aussehen, war glücklich, weil man „Soma“-Pillen nahm, die heute Ritalin und Valium heissen, und das Leben wurde mit 60 Jahren ausgeknipst.

Ganz dumm ist dies nicht, denn man muss sich ernsthaft fragen, was heute viele über 60jährige tun, ausser sich zu erhalten, zu amüsieren oder zunehmend an Krankheiten zu leiden. Unsere freiwillig zu nutzenden Sterbehilfe-Organisationen, von denen einige sich sogar schon kranken Kindern anbieten, weisen den Weg.

Meist vergessen wird die Tatsache, dass der Bundesrat es den Paaren längst erlaubt hat, bei der Hochzeit den eigenen Namen zu behalten oder einen anderen Namen anzunehmen. Damit wird die Generationenlinie zerschnitten. Sie wird auch zerschnitten durch das häufig wechselnde Paarungsverhalten ohne soziale Kontinuität und die Abgabe von Kindern nicht nur an sozial verankerte Ehepaare, sondern auch an homosexuelle Gemeinschaften, die mehr als einen Hund wollen.

80 Jahre, das ist die Zeit seit dem Erscheinen von „Brave New World“, sind eine extrem kurze Zeit. Wir dürfen also davon ausgehen, dass Aldous Huxley, der aus einer genialen Familie stammt, uns die richtigen gesellschaftlichen Trends vorausgesagt hat. Unsere stets jugendlichen Manager und Politiker, denen die Ausstrahlung, Würde und Tragik eines Churchill, de Gaulle und Adenauer völlig abgeht, die auch erst vor wenigen Jahrzehnten gestorben sind, verkörpern perfekt den Geist dieser neuen Welt, deren zunehmend unbewusster Teil wir geworden sind

 

 
     
     
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