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Tagesarchiv für 2. Dezember 2013

Ändert Euch, aber rasch

Montag, den 2. Dezember 2013 um 10:40

Schon Peter Sloterdijk hat uns zugerufen „Ihr müsst Euer Leben ändern“, aber freiwillig haben es wenige getan, unfreiwillig viele. Jetzt, gegen das Jahresende hin, will ich diesen nützlichen Aufruf verstärken: Ändert Euch wirklich, glaubt nicht an Sicherheit und Stabilität. 2014 wird Euch das Gegenteil beweisen.

Ihr seid nicht alleine, wie folgende Beispiele beweisen:

  • Angela Merkel will eine Grosse Koalition, weil sie eine grosse Kanzlerin bleiben will. Sigmar Gabriel, der SP-Vorsitzende, will dies auch, weil er Vizekanzler werden will. Die Chance seines Lebens.
  • Der Dalai Lama, als grosser Gegner Chinas seit 60 Jahren aufgebaut, sagt heute: „Es ist in unserem tibetanischen Interesse, in der Volksrepublik China zu bleiben. Tibet ist noch zurückgeblieben und will sich modernisieren.“
  • Die beiden Grossbanken UBS und CS haben sich mit ihrer eigenen Lobby-Organisation und alt Botschafter Alexis Lautenbach in Brüssel von den schweizerischen Institutionen weitgehend gelöst. Die eigentlich Schweizer Banken müssen nun sehen, wo sie bleiben. Eigentliche Führungskandidaten gibt es nach den angeschlagenen Kantonalbanken wenige: Vinzenz Pierin von der Raiffeisen-Gruppe, der im Pazifik meditiert? Die Genfer Privatbankiers wirken weiterhin geschwächt.

Echte Unternehmer wie Ernst Tanner (Lindt) oder Peter Spuhler (Züge, Autoteile) sind eher an Cash ausgerichtet. Ernst Tanner hat einen seiner genialen Züge mit einer 2%-Beteiligung bei der Signa Prime Selection gemacht. Sie verfügt bereits über Spitzenlagen in Wien, aber auch in Deutschland, wo man künftig überall die Tanner’schen Goldhasen wird kaufen können.

Gewaltig ändern wollen sich auch die vier grossen Treuhandgesellschaften (PwC, KPMG, Deloitte etc.),, die bei keiner einzigen europäischen Bank Alarm geschlagen haben, die sich seit 2008 in Schwierigkeiten befand. Sie haben die Einhaltung der Bilanzvorschriften geprüft, nicht aber die Täuschungs- und Betrugsmanöver entdeckt, aus denen die wirkliche Geschäftstätigkeit vieler Ressorts dieser Banken bestand. Jetzt wollen die „big four“ die Risikosituation eines Unternehmens viel stärker analysieren und den Kapitalmärkten kommunizieren. Natürlich gehen Honorar.

Meine Fmpfehlung: Ändert Euch, weil Ihr sonst geändert werdet.

 
     
     
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