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Die Grossbanken UBS und CS setzen sich ab.

29. November 2013 um 8:47

Jetzt haben die beiden Grossbanken UBS und CS die Reissleine gezogen. Sie bauen den Swiss Financial Council in Brüssel auf, eine Lobbying-Organisation, die unter dem Schweizer Segel läuft („Swiss Council“) und von einem ex-Botschafter der Spitzenklasse vertreten wird, Alexis Lautenberg.

Natürlich muss man sich fragen, ob die beiden Grossbanken, die mit der Schweiz nur noch den Standort und ein finanziell ergiebiges Private Banking gemeinsam haben, damit ihre Rolle nicht überziehen. Zwar wird offiziell betont, man sei nur ergänzend aktiv, aber die Niederlage der Schweizerischen Bankiervereinigung ist offensichtlich.

Die Schweiz ist in Brüssel direkt vertreten durch den Bundesrat, das EDA, die économiesuisse und viele andere Organisationen wie auch Spitzenanwälte und Lobbyisten. Ob es eine echte Koordination gibt? Das ist kaum anzunehmen, denn UBS und CS hätten ihre eigene Organisation nicht ins Leben gerufen, wären sie mit den schon vorhandenen vollends zufrieden.

Brüssel, den EU-Behörden und allen anderen zugeordneten Ämtern, wird es damit noch schwerer als bisher fallen, die eigentliche „Stimme der Schweiz“ zu erkennen. Sollen sie nun auf EDA-Chef Didier Burkhalter (ein Euro-Turbo) oder dessen Staatssekretär Rossier hören, der die Schweiz dem Europäischen Gerichtshof unterstellen möchte? Oder sollen sie Heinz Karrer, dem neuen Präsidenten der économiesuisse zuhören, der vorläufig ohne Direktor auskommen muss?

Mit Alexis Lautenberg haben Axel Weber (UBS) und Urs Rohner (CS) den bestmöglichen Mann gewonnen. Beide VR-Präsidenten, die ohnehin dem „daily business“ ihrer Institute wenig verhaftet sind, haben nun eine operative Einheit erhalten, die ihnen näher liegt. Sie müssen für ihre katarischen, ägyptischen, saudischen, angelsächsischen und Singapurer Aktionäre Wege finden, ihre machtvollen Häuser tiefer als bisher in der EU zu integrieren. Die anderen Schweizer Kleinbanken brauchen sie dazu nicht.

Was von diesen „übrigens Klein- und Staatsbanken“ der Schweiz nach den bevorstehenden US-Angriffen übrig bleiben wird, stimmt bedenklich. Die beiden Grossbanken haben mindestens konsequent gehandelt.

 

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