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Schleichende Veränderungen

13. November 2013 um 16:55

Man kann die schleichende Auflösung der alten bürgerlichen Parteien FDP und CVP auch damit begründen, dass sie einfach nicht mehr das Personal haben, welches braucht, die Schweiz heute durch innere und äussere Veränderungen zu führen. Es ist eine bewusste Legende, dass die Parteien talentierten Nachwuchs suchen, ist dieser doch immer eine Bedrohung bestehender Positionen. In der Folge dünnt das Führungspersonal aus. Wer kann, macht Karriere. In den Parteispitzen bleibt nur zurück, wer andernorts nicht gebraucht wird.

Von diesem Schicksal bleibt auch die relativ junge SVP Schweiz nicht verschont. Chefstratege Dr. Christoph Blocher sitzt, mangels nennenswerter Alternative, wie ein Korken auf der Flasche. An ihm führt nichts von Bedeutung vorbei. Gelegentliche Revolten, wie jetzt im Kanton Zürich, wo nachrutschende Jungpolitiker gestandene SVP-Parlamentarier vorzeitig verdrängen wollen, schleichen vor sich hin.

Weil viele öffentliche Aufgaben nicht adäquat angepackt wurden, haben sich, wie früher schon im Falle der Partei der Arbeit, der Autopartei oder des Landesrings der Unabhängigen, zielorientierte „Nicht-Parteien“ zu Wort gemeldet, welche die Schwächen der Bürgerlichen als Chance sahen: zuletzt die Grünen und Grünliberalen, im Tessin und in Genf die Populisten.

Sicherheit wird immer weniger im Parlament geschaffen; dort wird höchstens bestätigt, was im Kreis der grossen Verbände (économiesuisse, Schweiz. Gewerbeverband, Arbeitgeberverband, Schweiz. Hauseigentümerverband) vorgedacht wurde. Die grossen Gewerkschaften zählen mit zu dieser Struktur.

Braucht das Land mehr politische Elite? Im Binnenmarkt kaum, auch im Aussenmarkt immer weniger. Die grossen marktbeherrschenden Konzerne haben sich in den letzten Jahren immer besser mit der Europäischen Union arrangiert; der Widerstand gegen eine EU-Annäherung kommt aus jenen Sektoren, die ihre Schweizer Vorzugsrenten, wozu auch Sozialleistungen zählen, gefährdet sehen.

Ist also alles in Ordnung? Selbstverständlich für jene, welche sich der obigen Auffassung anschliessen können.

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