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Mittelmeer – von der Traum- zur Todeszone

24. Oktober 2013 um 11:31

Hans Imholz, mein Nachbar in Zollikon, der die Ferienreise ans Mittelmeer für den Schweizer Mittelstand erfand, hat viel zum Selbstbewusstsein des Schweizer Volks beigetragen. Alle wollten mit ihm reisen, ich auch, alle freuten sich auf das Mittelmeer, auf Rimini, Sand und Wasser.

Wer nach Sizilien wollte, war schon eine Spur exklusiver, denn die dortigen Strände waren mit Bildungsferien verbunden. Es war nicht teurer als im Norden Italiens, aber weiter und mit dem Zug nur schwer erreichbar.

Wer nach Mallorca wollte, musste sich mit deutschen Rentnern abgeben, denen bald die deutschen Millionäre und Milliardäre vom Stil Klaus Michael Kühnes folgten, konnte aber auch an der spanischen Südküste manche idyllische Landschaft finden, die später dem Bauboom zum Opfer fiel.

Ausweg Griechenland, Ausweg Türkei. Griechenland ist ewig schön geblieben, wenn die Zentren auch leiden, Antalya ist kein Platz für Feinschmecker, aber günstig, so man noch Teppiche kaufen will.

Aus der Traumzone Mittelmeer ist die Todeszone Mittelmeer geworden. Wer in bestimmten Gegenden am Strand liegt, muss im stillen Herbst, bevor die Stürme beginnen, die schon Odysseus abtrieben, mit dem Auftauchen von Fremden aus Afrika rechnen, die in Europa ihr Heil suchen. Wer dort in das Wasser steigt, steigt in den Styx, der den Übergang in die Todeszone bildet. Dies in stillen Buchten zu vergessen, ist unmöglich. In dieses Wasser kann man nicht mehr steigen.

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