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Flucht aus der Schweiz?

23. September 2013 um 8:00

Bundesrat, Kantone und Gemeinden geben Hunderte von Millionen Franken aus, um Asiaten, Lateinamerikaner und Europäer in unsere Berge zu locken. Derweil flüchten die Schweizer, wollen sie Bergferien machen, immer häufiger ins benachbarte Österreich, wie von dort berichtet wird. Der Grund ist einfach: Man erhält dort mehr für sein Geld.

Die Asiaten, welche wir ins Land locken, bringen der Hotellerie bekanntlich keinen Gewinn, weil sie vorzugsweise Uhren kaufen anstelle teurer Hotelbetten. Deshalb sterben viele Hotels einen stillen Tod, andere Hoteliersfamilien kämpfen ums nackte Überleben.

Niemand wagt die Fragen: Macht unsere Tourismuswerbung eigentlich Sinn? Vermitteln wir die richtigen Informationen? Sprechen wir die richtigen Menschen an?

Diese Flucht der Schweizer Touristen ins benachbarte Ausland, Deutschland zählt als Jahresdestination auch dazu, sollte uns mehr Sorgen machen als der teure Einsatz für Billigtouristen aus Asien. Wenn wir den eigenen Leuten zu wenig bieten, die das Land kennen und lieben, sollten wir uns nicht wundern, wenn auch die gut zahlenden Ausländer ausbleiben.

Ein Beispiel soll dies erläutern: Die kantonalen Regierungen haben für ausländische Spezialanbieter das Befahren der schönsten Wanderwege in den Alpen durch Bike-Touristen freigegeben. Wer nun, als anspruchsvoller Tourist, der gerne Geld ausgibt, über die berühmten Bündner, Berner Oberländer oder Walliser (Südrampen-) Wanderwege unterwegs ist, muss laufend in die Büsche rennen, weil Horden von Velofahrern die Vorfahrt haben wollen. Diese Billigtouristen sind das Ziel unserer Touristiker; sie verjagen damit die guten Gäste, die andernorts Ruhe suchen.

Ein Kommentar zu “Flucht aus der Schweiz?”

  1. Peter Herger

    Finde es etwas einseitig Biker als Billigtouristen abzustempeln, den genau das Gegenteil ist der Fall, Biker kurbeln Tourismusorte an, haben oft die besseren finanziellen Möglichkeiten als Wanderer und sind nicht generell als Ausländer zu bezeichnen.

    Aber als passionierter Biker muss ich zustimmen, dass die fortschrittlichen Tourismus-Regionen es schaffen die Wanderwege von den Biketrails zu trennen. Dort sollten sich vielleicht einige Schweizer Tourismusorte an den Österreichern orientieren.

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