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Vom „Early Bird“ zum „City State Switzerland“

12. September 2013 um 8:35

 

Aus globaler Sicht ist die Schweiz in vielem ein “Early Bird”, der sich in der Weltwirtschaft ausgezeichnet behauptet. Jetzt ändern wir den Namen dieses Blogs, der insgesamt 9’791 Einträge hatte, nach acht Jahren in „City State Switzerland“. Alles weist darauf hin, dass unser Land in eine Phase grossen Wandels eintreten wird. Das Ergebnis wird im besten Fall ein straff geführtes Staatswesen sein, das mit 8-9 Mio. Einwohnern seinen Einwohnern und Gästen jenes Glücksgefühl erhält, für welches die Schweiz international berühmt ist. Im schlechtesten Fall, wie es die beiden CS-Ökonomen Oliver Adler und Claude Maurer soeben beschrieben haben, wird unsere heutige Vorzeige-Wirtschaft zu einer langsam zerfallenden Ruine; derlei geht heute schnell, wenn die politischen Rahmenbedingungen nicht mehr stimmen.

Der City State Switzerland, von der Avenir Suisse schon einmal als Idee vorgetragen, dann von Dr. Konrad Hummler und Prof. Dr. Franz Jaeger vertieft, wird die in hunderten von Jahren entstandenen Schwerfälligkeiten der Schweizer Geschichte sanft oder radikal abbauen. Wir wissen dies heute nicht, weil von der Tradition viele in unserem Land leben, die zu seiner künftigen Entwicklung wenig beitragen. Der Umbau, dem sich viele europäische Staaten gegenüber sehen, wird auch der Schweiz nicht erspart bleiben.

Die Zeichen stehen nicht besonders günstig:

  • Unsere Wirtschaftspolitik begünstigt die teure Strukturerhaltung mehr als die Bildung effizienter neuer Strukturen. Wenn wir im Aussenhandel (noch) gut sind, verdanken wir dies den nicht überall geliebten Rohstoffhändlern.
  • Unsere Aussenpolitik, die schon unter Micheline Calmy-Rey abenteuerliche Formen angenommen hatte, ist nun vollends aus dem Gleis geraten. EDA-Chef Didier Burkhalter betreibt die Unterstellung der Schweiz unter die EU-Gerichtsbarkeit, wobei äusserst fraglich ist, ob sein Modell, das von Staatssekretär Yves Rossier stammt, überhaupt realistisch ist.
  • Unsere Verteidigungspolitik unter dem langjährigen Bauernpolitiker Ueli Maurer ist mangels Gegnern eine blanke Illusionspolitik. Der Chef des Nachrichtendienstes gilt wegen seiner anderweitigen beruflichen Ausflüge als höchst gefährdet. Soeben wurde der Beschluss gefasst, ein „bescheidenes neues Flugzeug“ zu kaufen, das noch nicht existiert. Eine Milliarde Franken Anzahlung wird dennoch fällig. Der Weg zur „besten Armee der Welt“ dürfte nach Jahrzehnte in Anspruch nehmen.
  • Die Energiepolitik unter Doris Leuthard ist ein va banque-Spiel mit dem Schweizer Volk, wo nur eines sicher ist: Der private Konsument muss viel mehr für Energie bezahlen als bisher. Der gleichen Bundesrätin untersteht die Verkehrspolitik, wo wir vor zehn Jahren voller Staus stehen, dies bei einer nachlassenden Qualität der Schweizerischen Bundesbahnen. Der Luftverkehr ist fest in deutscher Hand, den Lärm und die Kerosin-Abgase haben die Schweizer.

Während der City State Schweiz in den Kernzonen des Mittellandes stürmisch ausgebaut wird, zieht sich das Leben aus den Bergregionen des Landes zurück. Zwischen Graubünden bis zum Wallis entstehen Natur- und Landschaftsparks, mit Hirschen, Wölfen und Bären besiedelt, wo die leicht erregbaren Bewohner des City States den Kitzel des Abenteuers erleben dürfen.

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