Über uns Dienstleistungen Agenda Medien Publikationen Kontakt  


Schweizer Banken im Tief

4. September 2013 um 10:36

Während 60 Jahren freuten sich die ganze Schweiz, die Politiker, die Wirtschaftsführer, die Bankiers selber und die Verlage, auf den Schweizerischen Bankierstag. Er brachte den grossen Verlagen Hunderttausende von Franken an Inserat-Umsätzen. Jede Bank wollte brillieren und mit ihren Präsidenten, Generaldirektoren und Chef-Volkswirten aufzeigen, wie erfolgreich sie ist. Kein Bundesrat verweigerte grandiose Grussadressen in den Verlagsbeilagen.

In diesem Jahr herrschte tote Hose.

Nur Fachleute nahmen zur Kenntnis, dass ein Bankiertag überhaupt stattgefunden hat. Bankenpräsident Patrick Odier übte sich in Selbstkritik („Wir handelten falsch und legten Fehlverhalten an den Tag“) in einem recht schwerfälligen Deutsch. Die beiden ausländisch geführten Grossbanken UBS und CS meldeten sich gleich gar nicht zu Wort, ist die Schweiz für sie doch nur noch ein juristischer Standort, eine Quelle sicheren Einkommens und damit ein Teilmarkt, wie die USA und Asien auch. Sie verlagern laufend operative Leistungen ins Ausland und investieren in der Hauptsache in das immer noch sehr einträgliche Privatkunden-Geschäft.

Derweil nimmt die Abhängigkeit vom US-Dollar weiter zu. Ein erfolgreicher Krieg („Der Krieg ist der Vater aller Dinge.“) könnte den Glauben an die Macht der Amerikaner und ihrer Währung wieder stärken, aber seit Vietnam und nach den Katastrophen im Irak und in Afghanistan sieht es nicht so aus, als könne die Grossmacht USA demnächst in Syrien siegreich sein.

Unsere Schweizer Vermögen, auch die Immobilien, stehen im Falle einer Krise auf sehr dünnem Boden. Ein Bankiertag eignet sich natürlich nicht dazu, dies zu erörtern.

KJS

Einen Kommentar schreiben:

 
     
     
Home Kontakt Sitemap Weblog Home
Home | Über uns | Dienstleistungen | Agenda | Medien | Publikationen | Kontakt | Sitemap | Weblog