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Tagesarchiv für 19. August 2013

Keine Ahnung, leider

Montag, den 19. August 2013 um 8:45

Ebenso wie in der Schweiz die Kunst verloren ging, eine grosse Airline zu führen, haben es die Engländer verlernt, Autos zu bauen. Der Bentley, ein Auto, das in der Schweiz gerne gefahren wird, gehört zum Volkswagen-Konzern; der Land Rover/Range Rover wird erfolgreich vom indischen Tata-Konzern hergestellt. Tata schuf, welche Ironie!, dafür in England 9000 neue Arbeitsplätze.

Was könnten wir noch verlernen?

  • Tourismus-Management zum Ersten: Es gibt doch keinen Zweifel daran, dass von Savognin bis Fiesch unsere einst wichtigen Stationen halb verwahrlost sind. Es waren die Hoteliers selber, die nicht mehr in ihren eigenen Besitz investierten.
  • Tourismus-Management zum Zweiten: Ob unsere global tätigen Tourismus-Büros wirklich Sinn machen, muss vorläufig offen bleiben. Als wir noch erfolgreich waren, spielten Schweiz Tourismus, Kuoni, die Swissair und die SBB perfekt zusammen. Heute ist dies nur noch im Ansatz der Fall. Was nützen uns 100 000 Chinesen, wenn sie in den Hotels keine anständigen Preise bezahlen und weder wandern noch Berge besteigen wollen?
  • Bankkunden-Berater: Da ich täglich von 2-4 Bankkunden-Beratern Empfehlungen erhalte, frage ich mich, warum sie mich nicht überzeugen. Manchmal ist es die Idee („In den USA investieren.“), dann die Corporate Credibilty, vor allem dann, wenn ich aufgefordert werde, vermögende alleinstehende Frauen gegen Provision zu gewinnen. Ist nicht mein Job.
  • Verkehrsplaner: Ein derartiges Verkehrschaos, wie es sich heute täglich in den Ballungszentren abspielt, habe ich in den letzten vierzig Jahren nie erlebt. Zwingend darf man davon ausgehen, dass professionelle Verkehrsplanung kein Beruf mehr ist, der bei uns professionell ausgeübt wird.
  • Pfarrer, gleich welcher Religion: Was ich an Predigten am Wochenende hören muss, ist zu 90% nicht mehr wettbewerbsfähig. Kein Wunder, dass die Jugend nicht mehr in die Kirchen geht. Niemand weiss mehr, was ein Testament ist, ein altes oder neues. Wo liegt Kappadokien? Weit entfernt von den türkischen Feriengebieten. Nein, dieser Beruf stirbt aus.

Damit sich niemand langweilt, will ich die Liste nicht verlängern. Wandel ist schön, Chaos nicht.

KJS

 
     
     
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