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Nachruf auf den 1. August 2013

5. August 2013 um 9:57

In einer Aktion, wie wir sie selten erlebten, haben die sieben Schweizer Bundesräte sich zum 1. August 2013 zu einem Stafettenlauf aufgemacht, um ihr Volk von seiner Zukunft zu überzeugen. An der Spitze Bundespräsident Ueli Maurer, dessen Graswurzel-Realismus (siehe Walt Whitman) uns wieder auf den Boden der Realität bringen soll.

Ein eher kleinwüchsiger Bundesrat von beschränkter modischer Kompetenz steht ganz im Gegensatz zu unseren gross gewachsenen und in elegantester englischer und italienischer Mode gekleideten Bankiers. Die Politiker sind damit näher beim Volk, während die ehrgeizigen Aufsteiger sich mehrheitlich in feines Tuch kleiden.

Desto faszinierender war in den letzten Wochen der Zweikampf der beiden Riesen: Peter Löscher, 1,95 Meter, unterlag trotz knappen körperlichen Vorteils dem 194 Zentimeter grossen Gerhard Cromme, der ihn vom Stuhl des Vorstandsvorsitzenden von Siemens schleuderte. Löscher, stets etwas proletarisch wirkend, hatte gegen den jungen deutschen Wirtschaftsadligen Cromme, der auch schon 70 geworden ist, keine Chance. Da nicht wenige Cromme bereits als Übergangsgrösse sehen, kommt dessen Vize bei Siemens, Dr. „Joe“ Ackermann, ins Spiel. Er ist von mittlerer Grösse und kann damit Ruhe in den Konzern bringen. Sein Schweizer Temperament, dazu Schüler von Prof. Dr. Hans Christoph Binswanger, seine deutsche wie globale Erfahrung, dürften ihm dies leicht machen.

Unsere Aufgabe als Schweizer sollte es ohnehin sein, der Welt mehr Ruhe zu bringen. Während die Erregungswellen aus allen Himmelsrichtungen kommen, stehen wir fest mit unserer über 700jährigen Freiheitserfahrung. Man kann uns das Bankgeheimnis nehmen, nicht aber das Wissen um den Wert der Freiheit.

KJS

Ein Kommentar zu “Nachruf auf den 1. August 2013”

  1. Ilse Oehler

    Und so navigiere ich rasch aus jenem „Graswurzel-Realismus“ aufgrund KJS Eröffnung „siehe Walt Whitman“ hinüber in den Alltag. Denn heute wird unser BR-Präsident Ueli Maurer alle Kritik sportlich nehmen müssen – auch dann, wenn Peter Rothenbühler in seiner Kolumne in der SonntagsZeitung vom 4.8. schreibt: „.. mit dem Armeehelikopter 800 Kilometer kreuz und quer durch die Schweiz zu rasen und an 9 verschiedenen Orten die (*fast/IOe) gleiche Rede zu halten, inklusive Bundesweibel …“, auch sein persönliches Beamtenumfeld wird darüber Hirnen müssen, was sinnvoll heisst.
    Zum Nachruf auf den 1. August 2013 KJS:
    Eine Hommage:
    Als St. Gallerin muss ich geradezu freudig reagieren, wenn Prof. Hans Christoph Binswanger eine Erwähnung findet und nicht wie bei den aufgezählten Wirtschaftskapitänen die körperliche Grösse genannt werden muss. Er überragt nämlich buchstäblich alle. Ilse Oehler

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